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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Turnverein Hude: Sport treiben auch bei Atemnot

26.02.2020

Hude Montagmorgen im Spiegelraum der Jahnhalle des TV Hude: Fünf Männer und Frauen drehen langsam ihre Runden und machen sich warm für ihre Sportstunde mit Übungsleiter Joachim Hundhausen. Anschließend folgen unter anderem Übungen mit dem Thera-Band. Im Stehen oder auch im Sitzen, ganz nach Kondition. Dehnungsübungen für den Brustkorb werden absolviert. Ganz wichtig sind auch Atemübungen.

„Tief durch die Nase einatmen, langsam durch den Mund wieder ausatmen“, sagt der Übungsleiter und zeigt, wie das mit der „Lippenbremse“ funktioniert. Wenn die Luft wie beim Auspusten einer Kerze wieder entweicht, bleiben die Bronchien lange offen, erklärt Hundhausen. Das ist wichtiges Training für Menschen mit Lungenkrankheiten.

Lungensport beim TV Hude

Lungensport ist laut TV Hude für alle Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis, COPD usw. geeignet. Wer an dem Angebot teilnehmen möchte, benötigt eine ärztliche Verordnung für Rehabilitationssport.

Die Übungsstunden finden montags von 9 bis 10 Uhr im Spiegelraum der Jahn-Halle (mit Joachim Hundhausen) oder von 17 bis 18 Uhr in der Sporthalle Süd (mit Brigitte Klattenhoff) statt. Weitere Infos gibt es im Sportbüro des TV Hude unter Telefon  04408-9840003.

negativer kreislauf

Sich zu schonen, weil man bei körperlicher Anstrengung rasch in Atemnot komme, sei für Menschen mit schweren Lungenerkrankungen nicht der richtige Weg, weiß Joachim Hundhausen. Dann lasse die Kondition sehr schnell nach und die Lebensqualität sinke. Fachleute sprechen laut Hundhausen von einem „negativen Kreislauf“ in den die Patientinnen und Patienten schnell geraten können.

Regelmäßiges körperliches Training könne hingegen die medikamentöse Therapie sehr effektiv und sinnvoll begleiten. Leichte sportliche Betätigung könne zwar die Schäden an der Lunge nicht beheben, dafür aber die Leistungsfähigkeit verbessern. Das hätten mehrere Studien ergeben. Ohne Bewegung würden hingegen Herz, Kreislauf und Muskulatur geschwächt, die Atemnot nehme zu, die Lebensqualität ab. Zunehmende soziale Isolation und sogar Depressionen können laut Hundhausen die Folgen sein. Er spricht von einem „Abwärtsstrudel“. Lungensport sei eine effektive Methode um dem entgegenzuwirken, und zwar für alle Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale, Chronischer Bronchitis, Lungenemphysem oder COPD.

Ausdauer trainieren

Die wöchentliche Übungsstunde will zugleich die Teilnehmer motivieren, auch in ihren Alltag regelmäßiges Ausdauertraining einzubauen. „Optimal sind mindestens 150 Minuten pro Woche“, sagt der Übungsleiter. dazu gibt es für die Teilnehmer am Lungensport in Hude auch eine Broschüre an die Hand.

Natürlich kostet es Überwindung, sich zum Lungensport anzumelden. „Es ist schon gut, dass es das gibt“, so ein Teilnehmer der Montagsgruppe. Die Sportstunde gibt auch die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Vom Arzt Verordnet

„Sind die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Teilnahme am Lungensport gegeben, kann der behandelnde Arzt eine Verordnung ausstellen“, erklärt Hundhausen. Diese Verordnung sei notwendig. Die Krankenkassen vergüteten in der Regel die Teilnahme am ambulanten Lungensport für eine Dauer von 18 Monaten und 50 Übungseinheiten.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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