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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Reform beschäftigt auch Tischtennisspieler im Landkreis

10.12.2019

Hude Die etwas erfahreneren Aktiven können sich noch sehr gut an die größten Regeländerungen im Tischtennis erinnern. Zur Saison 2001/2002 passierte es: Um den Spannungsfaktor für die Zuschauer zu erhöhen, endeten alle Sätze fortan nicht mehr mit dem magischen und traditionellen 21. Punkt, sondern schon bei elf Punkten. Zudem wurde der 38-Millimeter-Ball gegen einen zwei Millimeter größeren ausgetauscht, um die Ballwechsel attraktiver zu gestalten. Jetzt, 18 Jahre später, wurden vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) ein paar neue kleinere Reformen auf den Weg gebracht – auch einige Teams im Landkreis werden sich darauf einstellen müssen.

Die Änderungen

Der Deutsche Tischtennis-Bund hat auf seinem Bundestag kürzlich neben der Vierer-Teams-Regelung bei den Herren noch einige weitere Punkte beschlossen:
 Ab der Saison 2021/22 sind auch in der Oberliga sowie in der Regionalliga Spielerwechsel zur Winterpause möglich. In den niedrigeren Spielklassen ist dies bereits erlaubt.
 In Relegationsspielen dürfen in allen Klassen nur Spieler eingesetzt werden, die in der Rückserie mindestens drei Partien bestritten haben.
 In der Jugend wurde die Einführung der zusätzlichen Altersklassen Jugend 8, 9, 10, 16 und 17 festgelegt. Konkrete Turniere gibt es für diese Nachwuchsjahrgänge noch nicht, aber die Möglichkeit dafür wurde geschaffen.
 Auch bei den Senioren gibt es drei weitere Altersklassen: die Senioren 45, 55 und 85

Im Fokus stehen bei den Beschlüssen für nationale Staffeln dieses Mal weder das Punktsystem noch die Größe des Balles. Vielmehr wird an der Anzahl der Spieler pro Mannschaft geschraubt: Ab der Saison 2021/2022 werden im Herrenbereich in der Regional- und Oberliga nur noch vier statt sechs Sportler ein Team bilden. In der 2. und 3. Bundesliga wird schon jetzt mit Vierer-Mannschaften gespielt. Aufgrund der rückläufigen Zahl an Tischtennisspielern und um einen Schwund an Mannschaften abzufedern, könnte der jetzige Beschluss weitreichende Folgen haben.

Als aktuelles Landkreis-Topteam könnte der TV Hude damit konfrontiert werden, in anderthalb Jahren seine erste Garnitur auf vier Spieler zu beschränken – vorausgesetzt, der frischgebackene Verbandsliga-Herbstmeister ist dann in der Oberliga vertreten. „Ich habe mir nach dieser neuen Entscheidung noch keine großen Gedanken darüber gemacht. Es ist aber absehbar, dass im Tischtennis grundsätzlich von Sechser- auf Vierer-Mannschaften umgestellt wird – in allen Klassen“, erläutert Felix Lingenau. Der 40-jährige Huder, zugleich Kreissportwart, klärt auf: „Auf Kreisebene wurde das Thema ebenfalls schon oft diskutiert, viele andere Kreise haben auch schon komplett umgestellt. Wir werden es sicherlich auch irgendwann tun.“ Momentan gehen nur in der 3. Kreisklasse, also der untersten Herren-Staffel seit Abschaffung der 4. Kreisklasse vor einem Jahr, ausschließlich Vierer-Teams an den Tisch. Die Frauen sind von der neuen Regelung übrigens nicht betroffen, da sie ohnehin seit Jahren schon als Quartett auftreten.

Ein Nebenaspekt der Minireform wäre, dass die Punktspiele zum Beispiel nicht mehr so lange dauern. Geht eine Partie heute über die volle Distanz und endet etwa 9:7 oder 8:8, müssen sich Spieler und Zuschauer mitunter vier bis viereinhalb Stunden gedulden, ehe der letzte Ballwechsel vorüber ist. Beim sogenannten Bundessystem, das in der 2. und 3. Liga praktiziert wird, werden maximal zehn Duelle – zwei Doppel und acht Einzel – ausgetragen. Spätestens nach drei Stunden ist in der Regel Schluss. Die Anzahl der Mannschaften und damit auch die Zahl der Punktspiele dürfte sich erhöhen.

„Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Klassen auf Landes- und Bezirksebene unterhalb der Oberliga nachziehen und ebenfalls das Vierer-Mannschaftssystem einführen“, vermutet Lingenau. Er hält einen Domino-Effekt für möglich: „Vielleicht wird das schon zur Saison 2021/2022 realisiert, also analog zu den Regional- und Oberligen.“

Welche Folgen hat die Umstellung auf Vierer-Teams für den Spielbetrieb? „Die Auswirkungen sind schwer abzuschätzen“, so Lingenau. Für den TV Hude beispielsweise sei es eher etwas nachteilig, „weil wir immer über die mannschaftliche Geschlossenheit gekommen sind und nicht über Spitzenspieler“. Die Spielstärke in den einzelnen Klassen werde grundsätzlich zunehmen, wenn in den oberen Ligen weniger Spieler gebraucht würden und viele gute Leute in untere Ligen rutschen. „Für uns wird es daher noch schwerer, uns langfristig in der Oberliga zu etablieren. Aber dann wäre die Verbandsliga umso attraktiver. Wir lassen es einfach auf uns zukommen.“

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