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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Bronze für Brettorf – Glänzender Lohn für fantastische Saison

11.03.2019

Hundsmühlen Diese Bronzemedaille hätten eigentlich beide Teams verdient gehabt: der TV Brettorf, der sich nach einer fantastischen Hallensaison als Staffelsieger der 1. Bundesliga Nord für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert hatte – und genauso der SV Moslesfehn als perfekter Ausrichter dieses Turniers. Aber wie es im Sport so ist, konnte es am Sonntagmittag nur einen Sieger geben. Und so jubelten am Ende die Frauen des TV Brettorf über den dritten Platz. Sie setzten sich in einem dramatischen kleinen Finale vor etwa 800 Zuschauern in der rappelvollen Großraumsporthalle in Hundsmühlen gegen die Gastgeberinnen mit 3:2 durch (12:10, 5:11, 10:12, 11:9, 11:8).

Die Szenen, die sich nach dem letzten Ballwechsel des Derbys abspielten, hätten gegensätzlicher nicht sein können. Während die Brettorferinnen ihre Freude auf vielfältige Weise auslebten und sich vor ihrem ausflippenden Fanblock feiern ließen, sanken die Moslesfehnerinnen kurz zu Boden. „Klar ist die Mannschaft enttäuscht“, erklärte Trainer Till Oldenbostel, schob dann aber hinterher: „Das muss sie aber gar nicht sein. Wir haben ein sensationelles Turnier gespielt, darauf können wir stolz sein. Brettorf war am Ende leider etwas abgezockter.“

Das Ende des kleinen Finals hatte es wahrlich in sich. Mit 8:3 lagen die Gastgeberinnen in Führung, hatten praktisch eine Hand schon an der Medaille. Doch dann kam der große Einbruch, und Brettorf drehte das Spiel mit acht Punkten in Folge. „Ich bin fix und fertig, mein Puls liegt glaube ich bei 300“, sagte TVB-Trainer Pascal Osterheider. „Am Ende hatten wir den längeren Atem und auch ein bisschen Glück. Moslesfehn hat super gegengehalten – sie hätten die Medaille ebenso verdient gehabt“, meinte er.

In den finalen Tag der Deutschen Meisterschaft waren beide Teams zunächst mit einer Niederlage im Halbfinale gestartet. Dabei war gerade den Moslesfehnerinnen nach ihren grandiosen Auftritten in der Vorrunde viel zugetraut worden im Duell mit dem VfL Kellinghusen. Bei den Bundesliga-Punktspielen hatte jede Mannschaft einmal 3:2 gewonnen, und auch bei der DM sollte es über die volle Distanz gehen. Allerdings zogen die SVM-Frauen ausgerechnet jetzt den Kürzeren (7:11, 6:11, 11:8, 11:4, 6:11). „Wir haben zu spät gezündet, Kellinghusen war von Beginn an wacher“, erklärte Oldenbostel. Trotzdem kam sein Team nach dem 0:2-Fehlstart zurück, stellte sich immer besser auf die kurz geschlagenen Bälle ein und schaffte den Satzausgleich. Durch zu viele leichte Fehler geriet das Team im entscheidenden Satz dann mit 3:6 in Rückstand, sah sich beim 4:10 Matchbällen gegenüber und verlor schließlich.

Völlig chancenlos war danach der TV Brettorf gegen den TSV Calw. Die Schwarzwälderinnen, die mit Stephanie Dannecker und Henriette Schell über ein überragendes Angriffsduo verfügten, waren ohne Satzverlust ins Halbfinale einzogen und machten auch hier beim 3:0 (11:4, 11:5, 11:4) kurzen Prozess. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Calw war besser, das muss man neidlos anerkennen“, stellte TVB-Coach Osterheider klar.

Somit kam es im kleinen Finale zur Neuauflage des Vorrundenspiels – welches Moslesfehn zum DM-Auftakt am Samstagvormittag mit 3:2 gegen Brettorf gewonnen hatte. Auch der zweite Vergleich war nichts für schwache Nerven. Beide Fanlager peitschen ihre Teams lautstark nach vorne, und Brettorf gewann Satz eins trotz zwischenzeitlicher 4:6- und 8:9-Rückstände in der Verlängerung. Nach dem Seitenwechsel wurde der SVM im Rückschlag effektiver und schaffte den Ausgleich. Im dritten Durchgang hatte Brettorf bis zum 9:6 Vorteile, dann drehte Moslesfehn den Spieß um und schaffte die 2:1-Satzführung. Dann spitze sich die Dramatik im Mittagskrimi immer weiter zu. Im vierten Abschnitt wechselte die Führung ständig, beim 9:8 war Moslesfehn nur zwei Punkte vom Sieg entfernt – machte den Sack aber nicht zu. Auch im entscheidenden Satz sah es lange glänzend aus für die Gastgeberinnen – das glücklichere Ende hatte aber Brettorf. „Das ist unsere Belohnung für eine super Saison“, freute sich Osterheider.

Den Titel sicherte sich verdient im Endspiel der TSV Calw, der sein starkes DM-Wochenende mit einem 3:1-Erfolg gegen Kellinghusen krönte (12:10, 8:11, 11:4, 11:3).

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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