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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Interview: „Aktuell sind andere Dinge wichtiger“

07.04.2020
Frage: Ende März sind Sie von ihrem Bundeswehr-Einsatz aus Afghanistan nach Wildeshausen zurückgekehrt. Wie kräftezehrend war der Einsatz, wie froh sind Sie, wieder zurück zu sein?
Bragula: Solch ein Einsatz ist immer etwas kräftezehrend, das ist unter den gegebenen Bedingungen halt ein Teil des Berufes und gehört dazu. Am Ende freut man sich natürlich, als Familienvater wieder zu Hause zu sein.
Frage: Ihre Rückkehr nach Wildeshausen hatten Sie sich aber sicherlich anders vorgestellt...
Bragula: Dass die Situation hier in Deutschland durch das Coronavirus jetzt so ist, beschäftigt uns natürlich alle. Es ist alles andere als schön. Aber es gilt jetzt, Verbote in Kauf zu nehmen und die Situation gemeinsam zu meistern.
Frage: Während Ihrer Abwesenheit hat Patrick Meyer das Training geleitet. Wie gut waren Sie über die aktuelle Situation beim VfL informiert?
Bragula: Eine Telefonverbindung war nicht immer gegeben. Er war aber vom Vorstand mit der kompletten Kompetenz ausgestattet und hat dieses Vertrauen absolut bestätigt. Die Trainingsarbeit ging genauso weiter. Patrick ist auch ein ausgebildeter Trainer, ausgestattet mit ausreichend Fußballsachverstand. Er hat seine Aufgaben alle mit vollster Zufriedenheit erfüllt.
Frage: Hat er Sie auch mal um Rat gefragt?
Bragula: Natürlich haben wir auch mal telefoniert und über das eine oder andere gesprochen. Letztendlich war es bei mir aber auch so, dass ich mich auf meine Aufgabe konzentrieren musste und somit kaum Zeit hatte, mich mit Fußball zu beschäftigen.
Frage: Durch Absagen und Ausfälle haben Sie am Ende nur zwei Spiele verpasst, der VfL steht mit 21 Punkten auf Tabellenplatz acht. Das ist ein Punkt über dem Strich. Wie zufrieden sind Sie damit?
Bragula: Bei mir gibt es im Fußball nie eine Zufriedenheit. Es gibt immer etwas zu verbessern. Zufrieden kann man dann sein, wenn man am Ende seiner Saison seine Ziele erreicht hat. Dann ist der Moment gekommen – aber nicht einen Tag vorher.
Frage: Aktuell ist völlig unklar, wann und wie es ein Saisonende gibt. Die Spielzeit ist derzeit bis auf Weiteres ausgesetzt. Was bedeutet das für Ihre Planung mit dem Team?
Bragula: Es gibt Entscheidungsträger, die den weiteren Verlauf festlegen. Ich glaube dass man sich beim Niedersächsischer Fußballverband danach richten wird, wie die aktuelle Situation ist, ob Maßnahmen gelockert werden und wann das alles auf den Amateursport umsetzbar ist. Das kann man hier auf unterster Ebene nicht beantworten oder beeinflussen. Man muss sich aber auf alle Szenarien einstellen. Man muss also damit rechnen, dass es am „Tag X“ weitergeht, dass die Saison eingefroren oder annulliert wird.
Frage: Die Sportanlagen sind derzeit gesperrt. Wie sehr fehlt Ihnen der Fußball?
Bragula: Der Fußball fehlt uns allen in der Mannschaft, das ist klar. Aber der Fußball fehlt nicht nur uns, er fehlt Millionen Menschen in Deutschland. Ich glaube Fußball ist etwas, das die Gesellschaft am meisten berührt. Der Fußball steht aber aktuell einfach hinten an. Es sind andere Dinge wichtiger: Die Gesundheit der Menschen, dicht gefolgt von den Arbeitsplätzen. Beides muss gesichert sein. Danach kommt vielleicht noch das soziale Umfeld. Und dann kommt erst einmal lange nichts – und mit großen Abstand irgendwann der Fußball.
Frage: Die Spieler trainieren aber trotzdem?
Bragula: Natürlich haben die Männer alle einen individuellen Trainingsplan, den Patrick Meyer erstellt hat. Aber am Ende des Tages kannst du als Fußballer vielleicht zwei, drei Wochen mit individuellem Trainingsprogramm kompensieren. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, dass man wieder fußballspezifisch trainieren muss. Bereits kleine Gruppen würden zunächst reichen, in denen man kleine Spielformen machen kann. Aber das ist derzeit leider nicht möglich.
Frage: Glauben Sie, dass die Saison überhaupt noch einmal aufgenommen wird?
Bragula: Das kann und will ich nicht wirklich beantworten. Aber ich hoffe es, ja!
Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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