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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Mit der „White Card“ holt er den Sieg

27.07.2019

Iserloy Dieter Gerhus muss lachen, wenn er sich an seine erste Swingolfpartie zurückerinnert. „138 Schläge!“ Wer nun nicht zuordnen kann, wie gut oder schlecht diese Leistung ist: Der 67-Jährige hat mit 72 Schlägen im ersten und 67 Schlägen im zweiten Spiel bei der Deutschen Meisterschaft der Kategorie SH 3 im Einzel deutlich besser gespielt. Und holte damit den Titel.

Am Donnerstagabend ist der Delmenhorster für diese Leistung von seinem Verein Swingolf Club Iserloy auf dem Gelände am Stedinger Weg gefeiert worden. „Es war sehr schön mit anzugucken“, lobte erster Vorsitzender Stephan Wolf Gerhus’ Spiel und überreichte ihm neben einem Namens-T-Shirt eine selbst kreierte Urkunde.

Dass Gerhus überhaupt ein Spiel bei den Deutschen Meisterschaften in Schülp in Schleswig-Holstein abliefern konnte, ist der sogenannten White Card zu verdanken. „Die Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Spieler an mindestens vier Turnieren auf vier verschiedenen Plätzen teilgenommen hat“, erklärte Schriftführerin Martina Wolf – es sei denn, der Verein setzt eine ihm zugeteilte White Card ein. Diese ging an den 67-jährigen Delmenhorster, der seit Anfang des Jahres seine Lizenz hat – eine weitere Voraussetzung, um an der Meisterschaft teilnehmen zu können.

„Ich habe mir gar keine Chancen ausgerechnet“, kommentierte Gerhus die Frage, auf welchen Platz er sich gesehen hat. „Ich bin angetreten, habe geschaut und gesiegt.“ Gespielt wurden zwei Runden mit 18 Löchern. Der Abstand zum Zweitplatzierten war dabei knapp: Im ersten Spiel hatte Gerhus zwei Schläge, im zweiten vier Schläge weniger. In der Kategorie SH 3 (ab 66 Jahre) traten insgesamt 19 Spieler an. Zusammengezählt mit den Kategorien SH 1 (18 bis 50) und SH 2 (51 bis 65) waren 115 Teilnehmer bei der Deutschen Meisterschaft vertreten.

„Man muss einen vernünftigen Rhythmus bekommen. Den Rest bringt man sich selbst bei“, sagte Gerhus über seine Taktik. Schatzmeister Uwe Hollmann hatte ebenfalls einen Tipp parat, wenn man das erste Mal den Swingolfschläger schwingt: „Man nimmt sich jemanden mit, der es kann.“ Dieter Gerhus spielt seit rund zweieinhalb Jahren Swingolf: „Davor habe ich jahrelang Tennis gespielt. Dann hat es mir der Arzt verboten. Daraufhin bin ich auf etwas weicheren Boden gewechselt.“ Einen Vorteil habe er als ehemaliger Tennisspieler aber: „Man muss mit dem Schläger Ballgeschick haben.“ Das erleichtere das Swingolf-Spiel.

Wie sehr dem Delmenhorster dieses Ballgefühl zugute kommt, stellt sich vom 15. bis 17. August in Westenholz (Nordrhein-Westfalen) heraus: Dort tritt er bei der Europameisterschaft an.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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