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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

„Jahrelange Arbeit mit Füßen getreten“ ÄrgerBadminton-Nachwuchs muss Halle in Heide räumen – Trainer über Art und Weise erzürnt

22.12.2005

HEIDE /GANDERKESEE Die jungen Badminton-Spieler standen vor einer belegten Halle. Ein „Kommunikationsproblem“, wie der Vereinsvorsitzende einräumt.

Von Markus Minten HEIDE/GANDERKESEE - Hallenzeiten sind in Ganderkesee ein rares Gut. Viele Sportvereine mit noch mehr Abteilungen müssen sich die vorhandenen Sportstätten teilen. Besonders ärgerlich ist es, wenn eine Hallenzeit wegfällt. Und genau das ist dem Badminton-Nachwuchs des TSV Ganderkesee jetzt passiert.

Über den Wegfall der Hallenzeiten für die Badminton-Kinder des TSV in der Sporthalle Heide ärgert sich Mike Stemmler. Mehr als die Tatsache an sich, ärgert den Trainer allerdings das Wie der „Kündigung“ – ohne Absprache mit den betroffenen Trainingsgruppen. „Wir standen zu unserer Trainingszeit mit den Kindern und einer Trainerin vor der besetzten Halle und konnten nicht trainieren.“ In der Halle übten statt dessen Jugendfußballer des VfL Stenum. Die hatten die Zeit donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr – zuvor Trainingszeit des Badminton-Nachwuchses – von der Gemeinde zugeteilt bekommen.

Laut Stemmler rechnete die Verwaltung offenbar damit, dass einige der 15 Kinder aus Heide aus dem Verein austreten werden. „So wird meine und Janine Pajonks jahrelange Arbeit als Trainer mit Füßen getreten und uns wird deutlich gezeigt, was die Gemeinde und der TSV von unserer Arbeit hält“, beklagt sich Stemmler.

Das wolle man ganz sicher nicht, bekräftigt die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Elke Wiercioch. Aus Sicht der Gemeinde wurde die Änderung der Hallenvergabe in Heide „einvernehmlich geregelt“. Wie Wiercioch erklärt, werden die Zeiten „mit dem Verein und nicht mit den Abteilungen“ abgesprochen – so auch im Fall der Heider Halle. „Bevor wir eine Änderung von Hallenzeiten vornehmen, gucken wir erst einmal, wie viele Sportler in der Halle sind“, so Wiercioch. „Für die Halle Heide wären das 16 Personen für eine Hallenzeit.“ Eine Kontrolle durch den Hausmeister über drei Wochen habe aber ergeben, dass diese Vorgabe nicht erfüllt wurde. „Und wir reden da nicht über zwei, drei Sportler“, betont Wiercioch. „Es waren weniger als acht.“ Daraufhin habe der TSV-Vorstand zugestimmt, dass diese Sportler nach Ganderkesee wechseln.

Für TSV-Vorsitzenden Horst Reiß handelt es sich vor allem um ein „Kommunikationsproblem“. Die wegfallende Hallenzeit sei Thema einer Vorstandssitzung gewesen. Auf der habe der Vertreter der Badminton-Abteilung allerdings gefehlt.

Der Streit um Hallenzeiten ist für Reiß ein altes Problem. Der TSV-Vorsitzende zeigt aber Verständnis für die TS Hoykenkamp und den VfL Stenum: „Es geht einfach darum, ob ein Verein – hier also der TSV – in einem anderen Bereich ,wildern‘ darf.“ Für Reiß steht fest: „Wir sind nicht zuständig für Heide. Unser Verein ist im Ort Ganderkesee. Wir können nur woanders hin, wenn dort Zeit übrig ist.“

Stemmler hat dennoch einen „Antrag auf Mitnutzung der Halle“ bei der Gemeinde gestellt. Denn: „Nach vierwöchiger Kontrolle der Hallenbelegung in Heide durch den VfL Stenum mussten wir feststellen, dass nie mehr als elf Kinder die Halle nutzen.“

Die Gemeinde will den Antrag prüfen, kündigt Wiercioch an, auch wenn er eigentlich vom Verein kommen müsste und nicht vom Trainer einer Abteilung. Dazu zähle auch ein erneutes Gespräch mit dem VfL Stenum.

Einer solchen Teilung steht Reiß kritisch gegenüber. Der TSV müsse die Hallen in Ganderkesee Ort nutzen, die Vereine außerhalb die vor Ort.

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