• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Jung und Alt auf den Beinen

22.05.2017

Großenkneten Ein besonderer Geburtstag fordert besondere Ereignisse. Beim zehnjährigen Geburtstag des Zehn-Meilen-Laufs in Großenkneten sorgte vor allem die Zeitnahme für einige Zwischensprints. Doch nicht die Läufer rannten hin und her, sondern das insgesamt zwölfköpfige Organisations-Team.

Doch der Reihe nach: Um Punkt 15.10 Uhr begann die Laufveranstaltung mit dem Bambinilauf. Laut zählte Moderator Rolf Rainer Gecks vom NDR 2 runter – und Großenknetens Stellvertretender Bürgermeister Hartmut Giese ließ die Startklappe ertönen. Nach 1:54,77 Minuten war der sechsjährige Lasse von Waaden als Erster im Ziel – dicht gefolgt vom ersten Mädchen, der siebenjährigen Wiebke Willers (1:58,73).

Und es ging sofort mit dem Meilenlauf (1609 Meter) der Schülerinnen und Schüler weiter. Hier war am Sieger des vergangenen Jahres erneut kein Vorbeikommen: Jannis Lueken gewann in 6:05,44 Minuten – und ging danach noch über die fünf Kilometer an den Start. Bei den Mädchen setzte sich Lina Marie Hülss durch (6:26,77). „Ich habe zum ersten Mal gewonnen und war davor ziemlich aufgeregt“, sagte die 13-Jährige. „Es war toll mit den Zuschauern.“

Nach einem kleinen Auftritt der Tanzgruppe „Crazy Dancer“ ging es mit dem Fünf-Kilometer-Lauf der NWZ weiter. Diese Strecke führte nun auch aus dem Stadion heraus, wobei die Läuferinnen und Läufer von den rhythmischen Klängen der Sambatrommler begleitet wurden. Nach 18:16,59 Minuten war der 13-jährige Marek Horand vom BV Garrel der Erste, der die Ziellinie überquerte. Bei den Frauen siegte Maren Gieschen (ATS Buntentor Bremen) in 20:07,54 Minuten. „Es ist ein gutes Gefühl, Erster zu werden“, meinte Horand. „Es war anstrengend und auf der Strecke war teilweise auch Gegenwind.“ Er habe unter 18:20 Minuten laufen wollen – „das habe ich geschafft“, sagte der glückliche Gewinner. „Das Wichtigste war, dass ich die Zeit erfüllt habe.“ Und auch Gieschen war erfreut: „Ich freue mich besonders – zwar wollte ich unter 20 Minuten bleiben, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden.“ Die Strecke sei ein bisschen wellig gewesen, meinte sie. Aber: „Der letzte Kilometer ging bergab, da konnte man noch einmal alles geben.“

Nach einer kurzen Pause, in der die Siegerehrung des Bambinilaufs stattfand, ging es mit dem Lauf über die zehn Kilometer weiter, der bestenlistenfähig war. Nach 34:52,25 Minuten lief bereits der Zweite der Familie Hülss als Sieger über das Zeitnahmegerät: Carsten Hülss (LAV Zeven) gewann den Lauf und war danach überglücklich: „Es ist eine tolle Veranstaltung – den letzten Kilometer habe ich einen Schlussspurt eingelegt“, sagte Hülss, der eigentlich hauptsächlich Crossläufe absolviert. „Endlich steht wieder eine 34 vorne – es war eine lange Saison. Das Ziel war, im Kopf frei zu werden.“

Bei den Frauen gewann die letztjährige Siegerin und Inhaberin des Streckenrekords, Paula Böttcher (VfL Oldenburg) in 39:26,01 Minuten. „Ich bin mit angezogener Handbremse gelaufen, weil ich am Sonntag noch einen Wettbewerb habe“, sagte die gebürtige Großenkneterin. „Ich bin in guter Form – ein neuer Streckenrekord hätte klappen können“, meinte sie, aber in Absprache mit ihrem Trainer habe sie darauf verzichtet. „Ich bin zufrieden – es ist eine schöne Veranstaltung.“

Und auch der – aus sportlicher Sicht – Höhepunkt des Tages, der Zehn-Meilen-Lauf hatte am Ende einen frohen Sieger: Nach 58:08,41 Minuten lief Jan Knutzen (Sgakquinet Lemwerder) über die Ziellinie. „Es war alles gut“, sagte der Sieger, der sich vorab erkundigt hatte, ob ein Rad vorweg fahre – es war ein Auto. „Ich habe mich woanders schonmal verlaufen“, erklärte er seine Sorge. „Hier war alles gut ausgeschildert“, sagte Knutzen. „Ich wollte unter einer Stunde laufen – und das hat auch geklappt“, freute er sich.

Zum ersten Mal dabei war Silvia Muchow (Sgakquinet Lemwerder, 1:16:29,32), die Gewinnerin über die zehn Meilen. „Es war ein schlechter Tag – ich hätte aufgegeben, wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich als Erste ins Ziel komme“, sagte sie. „Ich hatte so schwere Beine“, meinte Muchow und ergänzte: „Ich habe gewonnen – nur das zählt. Ich bin auf Sieg gelaufen.“

Anschließend versuchte das Organisations-Team des TSV Großenkneten bis in die späten Abendstunden, die Zeitnahme zu reparieren – am Ende waren die richtigen Ergebnisse vorhanden und nicht nur die Sieger, sondern auch die Organisatoren vom Zehn-Meilen-Lauf glücklich.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg-land