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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Junger Schiri-Aufsteiger pfeift in Polen

30.10.2013

Landkreis /Popowo Schwarze Hose, farbiges Trikot, Gelbe Karte, Rote Karte und natürlich eine Pfeife – das ist die Standardausrüstung eines Schiedsrichters. Seit 2007 darf auch der 22-jährige Huder Theodor Potiyenko regelmäßig zur Pfeife greifen, denn in besagtem Jahr machte er seine Schiedsrichterschein.

„Mein Trainer beim FC Hude hat mich damals gefragt, ob ich Schiedsrichter werden möchte“, erklärt Potiyenko. Daraufhin sagte er zu und nahm an einem fünfwöchigen Winterlehrgang teil, um alle Regeln und das richtige Auftreten eines Fußball-Schiedsrichters zu erlernen. Seitdem lässt ihn das Hobby nicht mehr los. Nach der Theorie folgte die Praxis auf dem Spielfeld, im ersten Jahr noch ausschließlich in den Jugendspielklassen auf Kreisebene.

„Die ersten beiden Partien wurde ich von einem Vereinsschiri betreut, der mir gezeigt hat, wie man Spielberichte ausfüllt und sich auf dem Platz verhält“, erklärt Potiyenko. Seitdem hat sich der Huder kontinuierlich gesteigert. Inzwischen darf er nicht nur in der Herren-Landesliga Spiele leiten, sondern auch in der Regionalliga assistieren.

Schlechte Erfahrungen hat der 22-Jährige bisher keine gemacht. „Es gab nichts, was aus dem Rahmen gefallen ist, ich hatte noch keine Spielabbrüche oder wurde übermäßig beschimpft“, so der Huder. Positiv in Erinnerung geblieben ist dem 22-Jährigen die Partie des SV Meppen gegen den VfB Oldenburg in der Oberliga im Jahr 2011. „Dort durfte ich vor über 5 000 Zuschauern assistieren, das war schon etwas ganz Besonderes“ sagt Potiyenko.

Und jetzt wartet bereits die nächste Herausforderung auf den Huder. Am kommenden Wochenende, vom 1. bis 3. November, wird der Landkreis-Schiedsrichter zusammen mit drei niedersächsischen Kollegen sowie Jens Goldmann, Beisitzer des niedersächsischen Verbands-Schiedsrichterausschusses, nach Polen fahren, um dort das Juniorenspiel zwischen Blekitni Wronki und Polonia Sroda in Popowo zu leiten. Für die Unterbringung und die Verpflegung sorgt der polnische Fußballverband Wielkopolska. „Am Freitag treffe ich mich mit meinen Kollegen in Berlin, wir fahren gemeinsam mit dem Zug nach Polen“, sagt Potiyenko. Besonders gespannt ist der 22-Jährige auf die Gegebenheiten vor Ort.

„Die Herausforderung wird sicherlich die Verständigung sein, aber da bin ich zuversichtlich, dass das klappt. Notfalls geht’s auch mit Hand und Fuß“, scherzt Potiyenko. Ohnehin sei das richtige Fingerspitzengefühl für einen Schiedsrichter wichtig. „Ich hoffe, viele Erfahrungen bei dem Austausch mitzunehmen.“ Für den Huder ist es die erste Teilnahme. „Wir haben im Niedersächsischen Fußballverband vier Bezirke, einer davon fährt jedes Jahr zum Austausch“, erklärt Potiyenko.

Wenn er gerade keine Spiele pfeift, übt der Huder für sein BWL-Studium. „Wenn alles klappt, mache ich im kommenden Jahr den Bachelor, danach folgt vielleicht der Master.“ Seine Kommilitonen haben ihn bislang nur positiv auf sein Hobby angesprochen.

Auch dort hat der 22-Jährige noch Ziele: „Ich kann mir gut vorstellen, später einmal Oberligaspiele zu leiten“, sagt er. Bislang laufe es schon mal gut. „Wer am Ende einer Saison die besten Spielbewertungen hat, darf eine Klasse aufsteigen“, sagt Potiyenko.

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