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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Pferdezüchter auf Wachstumskurs

15.02.2019

Kirchhatten Aktuelles rund um die Pferdezucht und Ehrungen verdienter Züchter aus dem Kreisverband Oldenburg des Oldenburger Pferdezuchtverbandes standen im Schützenhof im Mittelpunkt. An die 90 Züchter Züchter des Dachverbands des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes und des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International kamen dazu nach Kirchhatten. Kreisverbandsvorsitzender Dirk Meiners begrüßte u.a. Zuchtleiter Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff, Präsident Wilhelm Weerda und Geschäftsführer Heiner Kanowski.

Die aktuellen Eckdaten

8600 Mitglieder, 197 mehr gegenüber dem Vorjahr, 10 795 eingetragene Stuten und 6756 registrierte Fohlen gehören dem Oldenburger Zuchtverband an. Wie Kanowski weiter ausführte, sei die Anzahl der Fohlen um 310 (5 Prozent) gestiegen. 4005 registrierte Fohlen entfallen dabei auf Oldenburg (plus 168) und 2751 (plus 143) auf die OS-Springpferde. Der Umsatzerlös betrug 2018 elf Millionen Euro. 145 Reitpferde kamen unter den Hammer. 84 gingen über die Eliteauktion, 61 über die Spezialauktion in neue Ställe.

Zuchtleiter Schulze-Schleppinghoff griff das aktuelle Thema „Warmblood Fragile Foal Syndrome“ (WFFS) auf. „Die Erbkrankheit ist im vergangenen Sommer fast panikartig diskutiert worden“, so der Zuchtleiter. Dabei handelt es sich um einen Gen-Defekt, der zum tödlichen Ausgang führt, „wenn beide Eltern den Defekt haben, ihn vererben und er ausbricht.“ Nach dem Motto Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, sei es sehr wichtig, „dass wir die Ursachen kennen und verstehen.“ Betroffene, lebend geborene Fohlen würden eine hauchdünne Haut, offene Bauchdecke oder überdehnte Gelenke vorweisen und schnell sterben. Oft tragen die Stuten die Fohlen nicht aus. Die Erbkrankheit ist bei Ausbruch immer tödlich. Der Verband fördert Untersuchungen finanziell, bei dem die DNA der Stuten und Hengste untersucht wird. Einige Mähnenhaare mit Haarwurzel reichen für den Test.

Problem Erbkrankheit

Die Deutsche Reitpferdepopulation sei mit zehn bis 15 Prozent als Träger betroffen. Von den 6800 registrierten Fohlen würden 17 nach der Wahrscheinlichkeitsberechnung dem Gen-Defekt erliegen. „Das sind Zahlen, die zurzeit eine geringe Rolle spielen würden, aber man muss derartige Defekte im Auge behalten.“

Bei 20 Prozent mit Gen-Defekt würden schon 68 Fohlen betroffen sein, bei 50 Prozent 425 und bei 100 Prozent 1700. „Das ist dann eine erhebliche Anzahl. Deshalb gilt es, keine Trägertiere anzupaaren“, sagte der Zuchtleiter. Die Statusverzeichnisse der Hengste würden helfen. Bei Stuten habe der Halter die Eigenverantwortung. Vorrangig sei heute die Suche nach dem Hengst, der zuerst den Gen-Defekt in sich hatte.

Geehrt wurden die erfolgreichen Pferdezüchter im Kreisverband mit Urkunde. Die Gold-Ehrennadel erhielten Bärbel und Kalle Auffarth (Bergedorf) für ihre Verdienste um die Zucht und den Sport. Die silberne Ehrennadel ging an Heino Stolle aus Neerstedt für seine Zuchterfolge.

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