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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Nach 39 Jahren wieder im Hatter Freibad

16.07.2019

Kirchhatten /Wardenburg Braun gebrannt, ein freundliches Lächeln auf dem Gesicht: Im Kirchhatter Freibad trägt an zwei der sechs Öffnungstage ein neuer Mitarbeiter die Verantwortung. Detlef Hahn (66), Schwimmmeister von Beruf – und eigentlich seit zweieinhalb Jahren im Ruhestand.

Zum 1. Januar 2017 war der gebürtige Wardenburger in Hattens Nachbargemeinde in Rente gegangen. 37 Arbeitsjahre waren genug, so seine Überzeugung. Die überwiegende Mehrzahl davon hatte Hahn im Wardenburger Hallenbad geleistet. Technik, Chemie, Verwaltung, Hygiene – all das zählte zu seinen Aufgaben. Schwimmen ging er fortan nur noch mit seinen Enkelkindern. Dem Wardenburger Schwimmclub gab er etwas von seiner gewonnenen Zeit als ehrenamtlicher Kassenwart ab.

Dünne Personaldecke

Dann klingelte vor ein paar Wochen sein Telefon. Dierk Garms, Pächter des Hatter Freibads, war am anderen Ende der Leitung. Durch den krankheitsbedingten Ausfall des langjährigen Freibadleiters, Thorsten Arians, sei die Personaldecke extrem dünn, schilderte er sein akutes Problem und machte dem Rentner am Ende ein konkretes Jobangebot. „Das kam überraschend. Deshalb habe ich mir etwas Bedenkzeit erbeten“, erzählt Detlef Hahn. Dann schlug er ein. Seit wenigen Wochen ist er nun an zwei Tagen – immer dienstags und freitags – als Schwimmmeister in Kirchhatten wieder an Deck. Montags, donnerstags, samstags und sonntags übernimmt Diana Thon diesen Job. Ein Rettungsschwimmer-Pool steht beiden Schwimmmeistern als Unterstützung zur Verfügung. Denn zwei große Becken rund um die Uhr im Auge zu behalten, braucht mehr als nur eine Person.

Für Detlef Hahn schließt sich in Kirchhatten beruflich gesehen ein Kreis. „Ich habe hier 1979 im Rahmen meiner Umschulung vom Kfz-Mechaniker zum Schwimmmeister auch einige Zeit in dem damals neuen Freibad gelernt“, erinnert er sich noch gut. Sein Chef war damals der 1. Hatter Schwimmmeister, Fritz Parchmann. Wie der Zufall es so will, gehört Sylvia Klaener geborene Parchmann, die Tochter, als DLRG-Rettungsschwimmerin zur Freibadaufsicht. Ebenso wie Walid Kourukmas, der aus Syrien stammt und in Damaskus ebenfalls als Schwimmmeister gearbeitet hat. Seine Ausbildung wird in Deutschland leider nicht anerkannt.

Sprung ins Wasser

Hahn steht mit den beiden auf einer erhöhten Plattform. Sein Blick schweift über die beiden großen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. „So ein Freibad ist im Prinzip schon schöner als ein Hallenbad“, sagt er. Zeit, mal selber ins Wasser zu springen, hat er auch schon gehabt. Vor allem die 27 Grad Celsius weiß er, wenn die Luft mal wieder recht kühl ist, zu schätzen. Es gibt noch etwas, das ihn überrascht hat. „Unglaublich, wie viele Wardenburger hier zum Schwimmen kommen“, sagt er. Seine Frühschwimmergruppe von früher zum Beispiel.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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