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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

König Kai krönt seine Karriere

30.05.2015

Wildeshausen Für dieses Finale hätte es einfach keinen schöneren Schluss geben können: Ausgerechnet das Tor von Kai Schmale versetzte die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen am Freitagabend im Endspiel gegen den SV Atlas Delmenhorst in Ekstase. Es war in der 80. Minute, als sich der erst kurz zuvor eingewechselte Stürmer nach einer Ecke von Storven Bockhorn am Fünfmeterraum in die Luft schraubte und die Kugel in die Maschen drückte.

Es war der viel umjubelte Ausgleich zum 1:1 gegen den SV Atlas Delmenhorst, nachdem die Gäste sechs Minuten zuvor durch einen genialen Freistoß von Musa Karli in Führung gegangen waren. Für Wildeshausen reichte das Ergebnis, um Meisterschaft sowie Landesliga-Aufstieg perfekt zu machen – und das ausgerechnet im letzten Spiel eines gewissen Kai Schmale, der mit diesem Tor seine Karriere krönte. „Einfach geil, Wahnsinn“, jubelte der 32-Jährige, der sich danach vor Glückwünschen und Umarmungen kaum retten konnte.

Der Rasen des Krandel-Stadions hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits in ein rot-weißes Farbenmeer verwandelt. Schon einige Zeit vor dem Schlusspfiff hielt es die Wildeshauser Trainer Marcel Bragula und Marco Elia sowie die Spieler nicht mehr auf der Bank. Als der hervorragend leitende Schiedsrichter Henrik Bramlage dann nach gefühlt endloser Nachspielzeit endlich zur Pfeife griff, stürmten alle aufs Feld. Und mittendrin immer wieder Kai Schmale. „Ich gönn dir das so“, rief ihm Bernd Kinzel zu, einer der Wildeshauser Aufstiegshelden aus der Saison 1991/92, als der VfL schon einmal Bezirksligameister geworden war. Schmales Mitspieler Lukas Schneider fasste seine Gefühlslage mit einem Wort zusammen: „Danke!“ Flügelflitzer Janek Jacobs kämpfte mit den Freudentränen, während sich Mittelfeldspieler Storven Bockhorn erstmal eine Vereinsfahne griff und damit übers Feld kreiste.

„Dass wir es schaffen, wussten wir die ganze Zeit. Es war unser Tag!“, sagte Schmale, der bis zur 76. Minute noch auf der Bank gesessen hatte. Als der Joker auf das Feld kam, war Atlas gerade in Führung gegangen, und das Stadion wurde schon von den lautstark feiernden Atlas-Fans regiert. „Karli kann immer ein Tor schießen, aber wir waren stark genug um zurückzukommen“, freute sich der 32-Jährige.

„Ich habe immer das Ziel gehabt, noch einmal aufzusteigen. Es ist schade, dass es so lange gedauert hat. Ich hätte gerne noch zwei, drei Jahre mitgespielt. Aber es gibt nichts Schöneres, als jetzt mit den Jungs zu feiern.“ Und feiern werden die Vfler, die schon auf das Gildefest verzichteten, nun ausreichend.

Einzelkritik

VfL Wildeshausen

Sebastian Pundsack: Beim Gegentor machtlos, ansonsten sicher: NWZ -Note 2,5

Daniel Pasker: Ließ in der Defensive nichts anbrennen, offensiv kopfballstark: NWZ -Note 2

Lennart Flege (bis 75.): Gewann fast alle Zweikämpfe und schaltete sich vorne ein: NWZ -Note 2

Kai Meyer (ab 75.): Reihte sich fehlerfrei in die Abwehrkette ein.

Jan Gusfeld-Ordemann: Im Kopfballduell nicht zu schlagen: NWZ -Note 2,5

Lukas Schneider: Hinten sicher, nach vorne mit gefährlichen Standardsituationen: NWZ -Note 2,5

Sascha Görke: Nicht so gefährlich wie sonst, viel defensiv eingebunden: NWZ -Note 3

Storven Bockhorn: Machte die Zentrale dicht und legte Musa Karli an die Leine: NWZ -Note 3

Maximilian Seidel (bis 85. Minute): Stets bemüht, ackerte viel, aber mit wenig Glück: NWZ -Note 3

Tobias Düser (ab 85.): Sorgte in der Endphase für Entlastung.

Ole Lehmkuhl (bis 75. Minute): War sich für keinen Laufweg zu schade, starke Zweikampfwerte: NWZ -Note 2

Kai Schmale (ab 75.): Kam, sah und traf: NWZ -Note 1

Janek Jacobs: Auffälligster Feldspieler, nur selten mit fairen Mitteln zu stoppen: NWZ -Note 1,5

Alexander Kupka: Unaufgeregt und passsicher: NWZ -Note 2

SV Atlas Delmenhorst

David Lohmann: Konnte sich nur selten auszeichnen. Beim Gegentor machtlos: NWZ -Note 3

Thomas Mutlu: Zweikampfstark, aber oft an der Grenze: NWZ -Note 4

Florian Knipping: Bei Standards vorne ohne Erfolg : NWZ -Note 4

Stefan Bruns (bis 82.): Spielte relativ unauffällig, machte aber wenig Fehler: NWZ -Note 3,5

Andre Brun-Tatje (ab 82.): Spielte nur wenige Minuten.

Musa Karli: Ließ Spielmacherqualitäten vermissen. Erzielte ein Traumtor: NWZ -Note 3,5

Daniel von Seggern: Übertrieb die Härte. Böses Foul an Ole Lehm-kuhl: NWZ -Note 3

Dominik Entelmann: Dribbelte sich häufig fest: NWZ -Note 4

Phillip Stephan (bis 45.): Gelb/Rot-gefährdet ausgewechselt: NWZ -Note 4

Niclas Baumeister (ab 46.): Solide Partie: NWZ -Note 3,5

Kevin Radke: Wurde hautnah gedeckt. Kaum Akzente: NWZ -Note 4

Hanno Hartmann: Kopfballstark und kompromisslos: NWZ -Note 3,5

Stefan Kulikow (bis 78.): Sehr ballsicher. Konnte das Spiel aber nicht ordnen: NWZ -Note 3

Dennis Metzing (ab 78.): Ohne Akzente in der Endphase.


Bildergalerie:   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Ein Video unter:   www.nwzplay.de 
Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

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