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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Ist Tinchen von einem Wolf angegriffen worden?

20.06.2019

Landkreis /Ahlhorn Die gute Nachricht vorweg: „Tinchen“ lebt. Doch: Hat ein Wolf dem Shetlandpony in den Hals gebissen? Ponyhalter Garlich Grotelüschen ist überzeugt davon. „Es war ein Wolf, auch wenn ich es nicht beweisen kann. Seit 2015 gibt es in meinem und in benachbarten Revieren in und um Ahlhorn Wölfe“, sagt der 56-Jährige, der auch Jäger ist.

Die Spuren von Raubtieren in der Region bestätigt Wolfsberater Carsten Sauerwein. Auch wenn Grotelüschen selbst noch keinen Wolf gesehen hat, andere Jäger schon, zum Beispiel in den Lether Fuhren, in Regente und in Gartherfeld.

Das Shetlandpony steht normalerweise in Ahlhorn zusammen mit einem Pferd auf einer Koppel. Auf der Weide nebenan befinden sich drei Esel. „Meine Nichte versorgt das Pony und das Pferd. Als sie an diesem Morgen auf die Weide ging, stand Tinchen lethargisch im Stall. Bei näheren Hinsehen der Schock: Eine riesige Bisswunde am Hals“, erzählt Grotelüschen. „Meine Nichte rief mich an und ich bin sofort zur Weide gefahren. Als ich die zwei Handflächen große Wunde gesehen habe, war ich total erschrocken. Ich habe nicht gedacht, dass Tinchen überlebt.“

Das 14 Jahre alte Pony wurde in eine Tierklinik gebracht. „Tinchen hat Glück gehabt, weil weder eine Arterie noch eine Vene getroffen wurde“, sagt Grotelüschen. Knapp zwei Wochen nach dem Vorfall ist das Pony wieder daheim in Ahlhorn. „Wir schmieren täglich Salbe auf die Wunde und decken sie mit Fliegengaze ab, damit keine Insekten dran können“, erklärt Grotelüschen.

Den Wolfsberater informierte er nicht, weil für den Jäger feststeht, dass ein Wolf das Pony angegriffen hatte. „Der Wolfsberater war mehrfach bei uns in den Revieren. Es ist klar, dass hier Wölfe unterwegs sind.“ Grotelüschens Tierarzt habe sich nicht festlegen wollen, ob die Bisswunde von einem Wolf herrührt.

Carsten Sauerwein hätte auf Nachfrage unserer Zeitung gern eine DNA von der Bisswunde gehabt, um offiziell festzustellen, ob der Angriff von einem Wolf stammt. „Wenn es ein bekannter Wolf gewesen wäre, würden wir etwas über seine Wanderungsbewegung erfahren“, erklärt Sauerwein. Er sei für die Befundung von Wolfsspuren und für Aufklärung zuständig, das Niedersächsische Wolfsbüro werte DNA-Spuren aus.

Für Garlich Grotelüschen ist Realität: „Wir müssen mit dem Wolf leben und zurechtkommen.“ Leider seien viele Emotionen mit dem Thema verbunden. „Wir müssen da aber mit Sachverstand rangehen.“ Eine Population sollte nicht unendlich wachsen, deshalb plädiert er für eine sinnvolle Bejagung. „Irgendwo muss eine Grenze gezogen werden.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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