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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Corona: Das Virus und seine Folgen im Lokalsport

14.03.2020

Landkreis Der Sport im Landkreis Oldenburg ruht. In keiner Sportart finden derzeit Punktspiele statt – das Coronavirus und die Folgen. Ein Streifzug durch die Szene:

Handball

Bis einschließlich 19. April ruht der Ball in allen Ligen des Niedersächsischen Handballverbandes (HVN). „Wir unterstützen die Maßnahme“, sagte Lars Osterloh, der Vorsitzende und Trainer der ersten Frauen bei der HSG Hude/Falkenburg. „Um die Infektionskette in den Griff zu bekommen, muss gehandelt werden“, so Osterloh. „Es wird Menschen geben, die das Virus in sich tragen, ohne es zu wissen.“ In den nächsten 14 Tagen werde auch kein Training absolviert. Der Beschluss des Vorstands betreffe sämtliche Mannschaften in der HSG.

Ob der Spielbetrieb danach weitergeht, bezweifelt der Vorsitzende: „Wann sollen wir das nachholen? Es geht um Termine, Hallenzeiten, Schiedsrichter“, sagt Osterloh. Er sei froh, dass sein Team in der Oberliga jenseits von Gut und Böse stehe. Da geht es Cordula Schröder-Brockshus schon anders. Sie wird im kommenden Jahr den Ligakonkurrenten vom TV Neerstedt trainieren. „Es bleibt abzuwarten, wie der Verband entscheidet, aber der Abstieg in die Landesliga würde besser für uns sein“, so die Trainerin.

Schröder-Brockhus mag die Entscheidung, die Punktspiele zum jetzigen Zeitpunkt abzusetzen, nicht bewerten. „Dafür stecke ich rein medizinisch zu wenig im Thema“, sagt sie. Die Gemeinde hat die Sporthalle bereits bis 19. April gesperrt.

Fußball

Das Präsidium der Niedersächsischen Fußballer hat entschieden, den Spielbetrieb bis einschließlich 23. März einzustellen. Die Generalabsage betrifft alle Spiel- und Altersklassen im Herren-, Frauen- und Jugendbereich auf dem Feld (Verbands-, Bezirks- und Kreisebene) sowie Veranstaltungsformate in der Halle. Man werde die weitere Entwicklung jetzt intensiv beobachten, informierte der Verband.

„Wenn sich die Experten dazu entschieden haben, wird es wohl der richtige Schritt sein“, so Patrick Meyer, Trainer der Landesliga-Kicker des VfL Wildeshausen. Er könne die Situation schlecht bewerten, meint Meyer, habe aber Verständnis für die Rücksichtnahme, gerade auf ältere Menschen. Auch der Trainingsbetrieb beim VfL werde vorerst eingestellt. Sorgen macht er sich um die Fortsetzung der Saison. „Wir müssten ab Anfang April noch 16 Partien bestreiten, da habe ich meine Zweifel“, sagt Meyer.

Basketball

Bereits am Donnerstag hatte der Niedersächsische Basketball-Verband erklärt, den Spielbetrieb im gesamten Verbandsgebiet umgehend und ersatzlos einzustellen – und die Saison damit vorzeitig zu beenden. „Die Entscheidung ist richtig“, findet Janik-Sven Schramm, Spielertrainer des TV Hude (Bezirksklasse). „Die Sportler sollten geschützt werden. Man weiß bei den Gegnern ja nie, mit wem sie vorher in Kontakt standen und ob sie eventuell infiziert sind.“ Rein theoretisch hätte der TV Hude als Tabellenvierter noch eine Aufstiegschance gehabt, „doch das hatten wir eigentlich abgehakt“, sagt Schramm, dessen Team zuletzt zwei von vier Begegnungen (beide auswärts) verloren hatte.

Volleyball

Vorzeitig haben der Deutsche und der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband die Saison beendet. Die Frauen des VfL Wildeshausen beispielsweise hätten an diesem Samstag noch einmal zwei Heimspiele in der Landesliga bestritten – nun können sie sich ohne weiteren Einsatz zur Vizemeisterschaft gratulieren lassen. „Wir hätten natürlich viel lieber gespielt“, bedauerte VfL-Kapitänin Sina Meyer, beschreibt das vorzeitige Saisonende als „schade, aber ok“. Das Training lassen die Wildeshauserinnen vorerst ausfallen – was für eine mögliche Aufstiegsrelegation natürlich alles andere als optimal ist. „Wir müssen sowieso erstmal abwarten, wie die Mannschaftsaufstellung für die nächste Spielzeit aussieht“, blickt Meyer voraus. Über den generellen Umgang mit Relegationsrunden werde derweil noch beim Verband beraten.

Tischtennis

Das Präsidium des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen beschloss am Freitagvormittag, den gesamten Spielbetrieb in Niedersachsen bis einschließlich zum 17. April 2020 zu unterbrechen. Dies betrifft sämtliche Punkt- und Pokalspiele im Erwachsenen-, Nachwuchs- und Seniorenbereich, alle weiterführenden und offenen Turniere, alle TTVN-Races sowie die Schüler-Wettbewerbe wie Mini-Meisterschaften und Rundlauf-Team-Cup.

Felix Lingenau, Vorsitzender des Tischtennis-Kreisverbandes Oldenburg-Land und selbst aktiver Spieler für den TV Hude in der Verbandsliga, macht sich dabei um den Spielbetrieb auf Kreisebene am wenigsten Sorgen. „Das sehe ich unproblematisch. Wir werden sicherlich Chancen haben, Spiele nachzuholen.“ Sollte die Saison tatsächlich nicht fortgesetzt werden können, geht er davon aus, „Lösungen zu finden, mit denen alle zufrieden sind“. Notfalls könne man bei der Spielklasseneinteilung für die kommende Saison auf Anträge und Wünsche der Vereine eingehen. „Tischtennis ist für uns alle ein Hobby“, betont Lingenau. Auf Verbandsebene sei die Situation völlig offen. Mit seiner Mannschaft führt Lingenau die Verbandsliga an und steht dicht vor dem Oberliga-Aufstieg. „Sollte die Saison annulliert werden, wäre es für uns schon tragisch“, sagt der Huder.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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04431 9988 2710
Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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