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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TuS sieht sich nicht als Meister

30.11.2018

Landkreis 2017 um diese Zeit hatten die Teams der Fußball-Kreisliga wahrlich andere Sorgen. Das Wetter hatte im Herbst härter zugeschlagen als in den vorigen Jahren und sorgte in aller Regelmäßigkeit für Spielausfälle. So waren in der ersten Saisonhälfte nur 124 Partien von den 16 Teams bestritten worden. Im Gegensatz dazu lief es in dieser Spielzeit richtig rund: 141 ausgetragene Begegnungen von insgesamt 240 beweisen, dass aktuell keine Zweifel bei Staffelleiter Thomas Luthardt bestehen dürften, die Saison wie geplant bis zum 2. Juni 2019 sorgenfrei zu beenden. Angesichts dieses Polsters würden eventuelle Spielausfälle im Frühjahr den Terminkalender der Kreisligisten auch nicht allzu sehr belasten.

„Ich bin sehr zufrieden. Die Teams gehen in die wohlverdiente Winterpause“, hatte Luthardt bereits vor zwei Wochen im NWZ-Gespräch gesagt. Weiter gehen soll es am 24. Februar mit dem Nachholspiel zwischen Delmenhorster TB und Atlas Delmenhorst II.

Herbstmeister Heidkrug

Die inoffizielle Herbstmeisterschaft geht dieses Mal an den TuS Heidkrug. Aus 18 Spielen sammelten die Kicker von Coach Selim Karaca 45 Zähler auf ihrem Konto. Lediglich vier Partien wurden nicht gewonnen, während auf der anderen Seite kein Team an Heidkrugs 14 Siege herankommt. Das Erfolgsrezept der Heidkruger ist „ die mannschaftliche Geschlossenheit“, betont Karaca. „Jeder bringt sich bei uns ein, besonders bei Ausfällen. Wir bestehen nicht aus einzelnen Akteuren, die den Unterschied ausmachen. Das hat uns manches Mal den Sieg gebracht.“

Obwohl sein Team die besten Karten in der Hand hält, stapelt der TuS-Coach tief: „Der Aufstieg ist nicht das Ziel.“ Zwei bis drei Kandidaten schätzt Karaca nämlich stärker ein als den eigenen Kader. „Ahlhorn war unser stärkster Gegner und hat uns 90 Minuten dominiert. Harpstedt war gegen uns in der ersten Halbzeit klar besser“, so Heidkrugs Trainer. Großenkneten mag Karaca nur halbwegs dazuzählen: „Leider hab ich keinen Bezug zu Großenkneten und kann sie nicht wirklich einschätzen.“

Dahinter überwintert mit dem TSV Großenkneten das Team, das am meisten verblüffte. Zum einen wegen des zweiten Tabellenplatzes, zum anderen mit einem doch eher etwas ungewöhnlichen Trainerwechsel. Vor Saisonbeginn war zwischen dem TSV und Pankow beschlossen worden, dass Pankow ab September das Cheftraineramt von Klaus Delbanco übernimmt. Dass die Kneter zu diesem Zeitpunkt an der Spitze (16 Punkte nach sechs Spielen) stehen würden, hätte man bei den Gesprächen wohl nicht ernsthaft vermutet.

Ausgerechnet in Pankows erstem Einsatz an der Seitenlinie kassierte Großenkneten die einzige Niederlage – ein 0:1 in Munderloh. Die futschgegangene Tabellenführung holte sich der TSV postwendend im Gipfeltreffen mit den Heidkrugern (1:0) zwischenzeitlich zurück. Somit war der erste bejubelte Treffer von Pankow gleichzeitig das kurioseste Tor der Hinserie: Großenknetens Mattis Asche traf bekanntlich auf Höhe der Mittellinie. Somit war auch Heidkrugs erste und einzige Pleite perfekt. Mit 15 Gegentoren steht Pankows Elf hinten am sichersten.

Ahlhorner Erfolgsserie

Zu den Highlights darf auch die Erfolgsserie des Ahlhorner SV gezählt werden. Nach holprigem Start (sieben Zähler aus sechs Spielen, dazu das Pokal-Aus) holten die Spieler von Trainer Servet Zeyrek in zwölf Partien sagenhafte elf Dreier. Somit steht der ASV völlig zurecht auf Platz vier. Zum Abschluss gab es ein fulminantes 8:2 über den TSV Ganderkesee.

Trotz der Packung können die Ganderkeseer auf eine ordentliche Halbserie zurückblicken. Wegen personeller Abgänge hatte man den TSV im unteren Gefilde vermutet. Stattdessen wurde es ein siebter Platz. Ein Rang tiefer hat sich Aufsteiger TuS Hasbergen gut im Klassenverbund eingefügt. Als Absteiger tippte die NWZ zu Beginn auf SV Achternmeer und TV Falkenburg. Beide Mannschaften hätten Stand heute das Ziel Klassenerhalt aber erreicht.

Deutlich unter den Erwartungen schnitt der TV Dötlingen ab. Mit 20 Punkten auf Platz zehn schien doch deutlich mehr möglich. Und auch der VfR Wardenburg war höher gehandelt worden als an sechster Stelle. Hier muss man den Wardenburgern allerdings die Dreifachbelastung zu Anfang zugutehalten. Bis Oktober tanzte Sören Heerens Elf auf drei Hochzeiten. Im Bezirkspokal drang der VfR sagenhaft bis ins Achtelfinale durch. Schluss war nach Siegen gegen diverse Bezirksligisten gegen FC Schüttorf aus der Landesliga.

Die Wundertüte der Kreisliga ist wohl der SV Atlas II, der bereits 70 Tore auf der Habenseite verbuchte – und das aus 16 Begegnungen. Auswärts ist die Oberliga-Reserve jedoch nicht konstant genug (drei Siege, vier Niederlagen), um in der Spitze mitzumischen. Ganz abschreiben sollte man die Delmenhorster mit 31 Punkten im Aufstiegsrennen dennoch nicht. Bei 25 Torerfolgen hat Falkenburg indes am wenigsten jubeln dürfen.

Eine Macht auf eigenem Platz sind Großenkneten und Heidkrug – beide jeweils ungeschlagen. Eine Durststrecke erlebt Schlusslicht Delmenhorster TB speziell im eigenen Zuhause. Die Bilanz: acht Heimspiele, null Punkte.

Auswärtsstarker HTB

Am auswärtsstärksten präsentiert sich bisher der Harpstedter TB. Sechsmal gab es drei Zähler, einmal einen, nur zwei Mal ging der HTB leer aus. Ahlhorn fuhr ebenfalls 19 Zähler ein, benötigte aber zehn Partien. Dahinter kommt mal wieder Heidkrug (9 Spiele, 18 Punkte). Ein mageres Pünktchen seit August verzeichnet RW Hürriyet (1:1 in Munderloh).

In der spielfreien Zeit macht der TV Munderloh mit einem Trainergesuch auf sich aufmerksam. Da sich Ralf Eilenberger nach der Saison verabschiedet, sucht der Verein nach einem Nachfolger. Interessierte können sich bei Fußballobmann Patrick Seeger unter Telefon  0152/28847519 melden. Neben einer intakten Mannschaft, wirbt der Club mit einer schönen Vereinsanlage sowie einer gute Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft und der A-Jugend.

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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