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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Tischtennis: Saisonziele rücken in den Hintergrund

27.03.2020

Landkreis Eigentlich würden sich die Tischtennisspieler aktuell mitten im Saisonendspurt befinden. Doch dem ist nicht so. Das grassierende Coronavirus hält die Welt in Atem und wirft nicht zuletzt das lokale Sportprogramm komplett über den Haufen. Auch im Tischtennis herrscht seit einiger Zeit absoluter Stillstand – alle Aktiven müssen vorerst auf ihr Hobby verzichten. Bis einschließlich 17. April hat der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) den kompletten Spielbetrieb zunächst ausgesetzt. Wie gehen die Clubs aus dem Landkreis mit der Situation um? In Wildeshausen und Hude trägt man diese Zeit mit Fassung.

„Das Training ist offiziell abgesagt, und daran halten wir uns selbstverständlich. Es besteht natürlich auch bei uns absolute Unsicherheit, wie es weitergeht“, sagt Martin Hakemann. Damit spricht der Kapitän von Bezirksoberligist VfL Wildeshausen sicherlich allen Vereinen aus der Seele.

Das sportliche Treiben in den Ligen ist am 13. März mit der Aussetzung vom TTVN abrupt unterbrochen worden. Man sei bemüht, unter Federführung des Deutschen Tischtennis-Bundes eine bundesweit einheitliche Lösung zu finden. Kurzfristig werde es diese allerdings nicht geben: „Erst wenn feststeht, wann wieder gespielt werden kann, machen Überlegungen zur Wertung der bisherigen und einer eventuellen Nachholung der ausstehenden Spiele Sinn“, heißt es seitens der Verbände.

Die letzten Punktspiele vor der Corona-Krise – Hude mit zwei Teams auf Aufstiegskurs

In der 1. Bezirksklasse Oldenburg-Land/Delmenhorst standen sich im letzten Punktspiel vor der Saisonunterbrechung der VfL Wildeshausen II und TSV Ganderkesee II gegenüber. Mit dem 9:7-Auswärtserfolg sicherten sich die Ganderkesee zwei ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg. Die TSV-Reserve belegt dadurch mit nunmehr 8:22-Punkten den achten Tabellenplatz (Relegation), während die Wildeshauser weiterhin den letzten Platz einnehmen (4:26).

Die Punkte für Ganderkesee II holten in den Einzeln Dominik Urbanski (2), Klaus Lenz, Dennis Stolle und Hinrich Stolle. Außerdem gewann der TSV alle vier Doppel durch Dominik Urbanski/Paul Urbanski, Niko Bahl/Hinrich Stolle und Klaus Lenz/Dennis Stolle. Dagegen wurde den Wildeshausern die „Nullrunde“ in den Doppeln zum Verhängnis. Die sieben Einzelsiege durch Egon Kruse (2), Roger Knoblauch (2), Hartmut Fesser, Bastian Rang und Klaus Spille reichten somit nicht.

Weiterhin Tabellenführer ist der TV Hude IV (32:0 Punkte), auf Aufstiegskurs befindet sich außerdem die Erstvertretung des TSV Ganderkesee als Zweiter (22:6).

In der 2. Bezirksklasse führt der TV Hude V (31:3 Punkte) das Feld vor der TTG Dünsen-Harpstedt-Ippener (25:5) und der TSG Hatten-Sandkrug III (24:6) an. Auch die Huder waren einen Tag vor der Zwangspause noch einmal im Einsatz und feierten einen klaren 9:1-Heimerfolg gegen VfL Stenum III. Hier punkteten Henning Wigger (2), Mathias Kutschmann, Andreas Lüdtke, Uldis Lasmanis, Frank Stuke, Andreas Wienholz sowie die Doppel Wigger/Kutschmann und Lüdtke/Lasmanis für den TVH.

In der Verbandsliga wären beispielsweise die Männer des TV Hude als Tabellenerster und designierter Aufsteiger in die Oberliga besonders von einer Annullierung der Saison betroffen. Das Thema Tischtennis rückt im Klosterort aber ebenso wie in Wildeshausen von Tag zu Tag mehr in den Hintergrund. „Wir nutzen die Zeit eher, um organisatorisch die nächste Saison vorzubereiten. Wobei das gar nicht einfach ist aufgrund der Unsicherheit, wie es eigentlich weitergeht“, erklärt Mannschaftsführer Felix Lingenau.

In seiner Funktion als Kreisvorsitzender sind Lingenau ebenso die Hände gebunden. Erst wenn die oberen Verbände sich über das weitere Vorgehen äußern, könne der Kreis entsprechend reagieren.

„Bis vor ein paar Wochen hatte der Kampf gegen den Abstieg absolute Priorität bei jedem Einzelnen. Heute sprechen wir da nicht einmal drüber“, so Hakemann. Das Wildeshauser Urgestein findet für den Ist-Zustand emotionale Worte: „Jeder muss mit der jetzigen Ausnahmesituation erst einmal selber klarkommen. Beruflich und privat haben wir – wie alle anderen auch – unsere eigenen Herausforderungen zu bewältigen.“

Statt Schmetterbälle, Topspins und Abwehraktionen ruht der weiße Ball also auf unbestimmte Zeit. Selbst individuelles Training wurde bei den engagierten Hudern nicht vereinbart. Der Spitzenreiter legt stattdessen die Beine hoch: „Ehrlich gesagt, chillen wir gerade alle“, betont Lingenau. Der eine joggt, der andere fährt Fahrrad oder spult in den eigenen vier Wänden ein sportliches Fitnessprogramm ab. Die breite Masse der hiesigen Tischtennisspieler lädt in der Corona-Krise den Akku wieder auf und konzentriert sich auf wichtigere Dinge. „Wir hoffen alle und wünschen allen, dass wir durch verantwortungsbewusstes und solidarisches Verhalten einigermaßen unbeschadet durch diese schwere Zeit kommen“, sagt Hakemann. „Wenn das irgendwann der Fall sein sollte, dann können wir Tischtennis gerne wieder höher gewichten.“

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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