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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Handball: Legler als „Lebensversicherung“

27.03.2017

Neerstedt Ein überragender Torhüter Hendrik Legler als Rückhalt sowie ein treffsicherer Eike Kolpack im Rückraum mit 14/5 Toren haben den Handballern des TV Neerstedt am Samstagabend einen knappen 29:28 (13:12)-Derbysieg gegen die HSG Delmenhorst gesichert.

„Ich bin natürlich sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Somit kommen auch keine Diskussionen auf“, meinte Neerstedts Trainer Jörg Rademacher – und spielte damit auf seine eigene Person an. Rademacher sitzt in der kommenden Saison bei den Delmenhorstern auf der Bank, die derzeit als Tabellendrittletzter mitten im Abstiegskampf stecken. Somit war es für den Coach in emotionaler Hinsicht natürlich keine einfache Situation, zumal sein zukünftiger Club die beiden Punkte dringender gebraucht hätte. „Da habe ich im Spiel aber nicht einmal dran gedacht“, meinte Rademacher nach der Partie. „Allerdings muss man zugeben, dass Delmenhorst ein Unentschieden verdient gehabt hätte“, sagte der TVN-Coach. So mussten die Gastgeber in der Schlussphase mächtig zittern, brachten aber einen knappen Vorsprung ins Ziel. „Wir haben es unnötig spannend gemacht, weil wir am Ende etwas kopflos gespielt haben“, meinte Neerstedts Kapitän Björn Wolken. „Für die Zuschauer war es somit aber auf jeden Fall ein unterhaltsames und spannendes Spiel.“

Schon von Anfang an herrschte auf der voll besetzten Tribüne in der Neerstedter Sporthalle eine klasse Stimmung. Dabei hatten die Gäste aus Delmenhorst, die nicht weniger als sieben ehemalige Neerstedter Spieler in ihren Reihen hatten, in der ersten Halbzeit zunächst deutliche Vorteile. Wolken warf zwar nach etwas mehr als zwei Minuten das erste Tor des Abends, doch danach lag die HSG meistens mit ein bis zwei Toren in Führung und konnte diese in der 20. Spielminute durch einen Treffer von Niclas Schanthöfer sogar auf 9:6 ausbauen. „Delmenhorst hatte zu Beginn mehr Biss. Wir haben lange gebraucht, um den richtigen Zugriff zu bekommen, weil wir auch nicht aggressiv genug in der Deckung waren“, analysierte Rademacher. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten es die Neerstedter ihrem Keeper zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch größer war. Neben zahlreichen Paraden wehrte Legler während der gesamten Partie auch noch fünf (!) Siebenmeter ab.

Nach einer Auszeit und der Umstellung auf eine etwas offensivere Abwehr lief es beim TVN aber besser. Mit drei Toren in Folge von Kolpack (2) sowie dem zukünftigen Delmenhorster Ole Goyert glich Neerstedt zum 11:11 aus und behauptete zur Pause sogar eine knappe Führung.

Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Grün-Weißen weiter. Andrej Kunz warf fünf Minuten nach Wiederbeginn das 17:14, doch Delmenhorst blieb zunächst dran. Rückraumspieler Jörn Janßen, der von der TVN-Abwehr nicht auszuschalten war, glich zum 19:19 (41.) aus. Auch danach konnte sich der TV Neerstedt nicht entscheidend absetzen (24:23/49.). Als dann Kolpack erst das 27:23 und kurz darauf per Siebenmeter das 28:24 (56.) drauf packte, schienen die Gastgeber einem sicheren Heimsieg entgegenzusteuern.

„Doch danach haben wir einige falsche Entscheidungen getroffen und uns selbst im Weg gestanden“, kritisierte Wolken. Mit einer sehr offensiven 2:4-Deckung kam Delmenhorst zu Ballgewinnen und verkürzte auf 26:28. Auch nach dem 29. TVN-Treffer durch Goyert kämpfte die HSG weiter. Janßen und Schanthöfer sorgten sogar für den Anschluss. In der turbulenten Schlussphase war es dann TVN-Torhüter Hendrik Legler, der mit einer Parade gegen den völlig freistehenden Schanthöfer den Sieg festhielt. „Da hatten wir Glück“, gab Rademacher zu und wusste, wem er danken musste: „Legler und Kolpack waren heute wieder einmal unsere Lebensversicherungen!“

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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