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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

LEBENSRETTER: Leukämie: Wardenburger spendet Stammzellen

19.11.2009

WARDENBURG /OLDENBURG Für die drei jungen Männer ist es selbstverständlich, lebensbedrohlich erkrankten Menschen zu helfen: Carsten Cordes, Marco Heitmann und Jörg Niemann haben sich nicht nur bei der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) typisieren lassen, sondern die drei Mitarbeiter der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) haben schon Stammzellen gespendet. Sie tragen dazu bei, dass drei an Leukämie erkrankte Menschen in drei Ländern hoffen können.

Die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei hat die LzO nun in den „Club der 1000“ aufgenommen. Dieser Club ist eine Gemeinschaft unterschiedlicher Unternehmen, Organisationen und bekannter Persönlichkeiten, die die DKMS aktiv beim Retten von Leben und der Entwicklung gemeinsamer Ideen im Kampf gegen Leukämie unterstützen.

Der Wardenburger Jörg Niemann (36) ließ sich schon Anfang der 90er Jahre typisieren. Der Leiter der Privatkunden-Abteilung in der Regionaldirektion Wildeshauser Geest wurde schon ein paar mal von der DKMS angeschrieben, dass er in Frage komme. Ernst wurde es dann 2009. Im Juli wurde ihm im Hamelner Krankenhaus die Spende entnommen. „Ich freue mich, dass ich helfen konnte“, sagt der Vater zweier Kinder. Seines Wissens war es für eine 62-jährige Frau in Finnland.

Marco Heitmann (35) aus dem LzO-Zentralbereich Betriebswirtschaft hatte sich ebenfalls schon in den 90er Jahren typisieren lassen und dann viele Jahre gar nichts mehr gehört. 2004 bekam er die Mitteilung der DKMS, dass er der passende Spender sei. In einem Hamburger Krankenhaus wurden ihm den Zellen entnommen. „Ich weiß, dass ich für ein neunjähriges Mädchen in Schweden gespendet habe“, sagt er. Für das Kind hat er dann 2008 sogar noch einmal gespendet.

Kundenbetreuer Carsten Cordes (23) konnte einer 52-jährigen Frau in den USA helfen. Alle drei Sparkassenmitarbeiter wurden für ihre Aufenthalte in der Kliniken freigestellt, und die Lohnfortzahlung wurde der DKMS gespendet. Johannes Reichelt, Personaldirektor der LzO, erinnert daran, dass das Engagement der Sparkasse im Jahr 2007 durch das Schicksal des damals erkrankten Fußballers Mike Schnase vom VfL Oldenburg ausgelöst worden war. Damals beteiligten sich mehr als 50 Mitarbeiter an der Typisierungsaktion.

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