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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Faustball: Bronze bringt TVB-Fanblock zum Beben

09.03.2020

Mannheim /Brettorf Wenn die Jubelschreie und Schlachtgesänge beim Bronzemedaillengewinner einer Deutschen Meisterschaft sogar den Sieger übertönen, dann kann es nur einen Grund haben: Der TV Brettorf ist beteiligt! Am Wochenende unterstrichen die Faustballer sowie ihre wilde Fanschar einmal mehr, dass man vor einigen Jahren von Bundestrainer Olaf Neuenfeld völlig zu Recht zum „faustballverrücktesten Dorf Deutschland“ gekürt worden war. Diese Rolle füllten die Brettorfer auch während der Männer-DM in Mannheim bestens aus – und belohnten sich schließlich mit dem dritten Platz. Dieses tolle Ergebnis feierten die Mannschaft und die 100 mitgereisten Fans ausgelassen.

Die Vorrunde

Auf dem Weg zur angestrebten DM-Medaille galt es am Samstag zunächst, die Vorrundengruppe zu überstehen. Die Basis legten die Brettorfer direkt in ihrem ersten Spiel gegen den TSV Hagen. Hatte man gegen den Rivalen aus der 1. Bundesliga Nord das letzte Punktspiel noch 0:5 verloren, gelang nun zum wesentlich wichtigeren Zeitpunkt die Revanche – 3:2 (11:7, 9:11, 11:6, 5:11, 11:9). „Das war ein ständiges Auf und Ab“, war Brettorfs Trainer Klaus Tabke erleichtert über das Ergebnis. Im entscheidenden fünften Satz lag sein Team zum Seitenwechsel noch mit 4:6 zurück, ehe sich die Einwechslung von Vincent Neu im Angriff als optimaler Schachzug erwies. Mit fünf Punkten in Folge drehten die Brettorfer den Spieß um.

Dass es danach nicht zum Gruppensieg reichte, lag an der 1:3-Niederlage (9:11, 11:7, 9:11, 10:12) gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf. „Da haben wir eigentlich auch sehr gut abgeliefert“, fand Tabke. Am Ende habe die größere Routine des Gegners sowie dessen Angreifer Oliver Bauer den Unterschied ausgemacht.

Das Halbfinale

Platz zwei in der Gruppe bescherte dem TVB am Sonntagvormittag das schwerere Halbfinale gegen Rekordmeister TSV Pfungstadt. „Das hätten wir natürlich gerne vermieden“, trauerte Tabke ein wenig der Vortagsniederlage gegen Schweinfurt hinterher. Nichtsdestotrotz begann Brettorf gut und hielt sich an die Vorgabe, Pfungstadts Ausnahmeangreifer Patrick Thomas beim Service konsequent anzuspielen. Der Plan ging bis zur 4:2-Führung im ersten Satz auf – danach allerdings war kein Kraut mehr gegen Deutschlands Elite-Faustballteam gewachsen: Klar mit 6:11, 6:11 und 7:11 zog der TVB den Kürzeren. Dennoch war Tabke nicht unzufrieden: „Wir haben uns insgesamt gut verkauft und eine Visitenkarte hinterlassen.“

Spiel um Platz drei

Um Bronze stritt sich der TV Brettorf mit dem TV Schweinfurt-Oberndorf, der in seinem Halbfinale gegen DM-Gastgeber TV Käfertal verloren hatte. Die Neuauflage des Vorrundenspiels stand dabei unter etwas anderen Vorzeichen, denn bei den Süddeutschen konnte Hauptangreifer Bauer wegen einer Verletzung nicht mehr mitwirken. Brettorf nutzte diesen Vorteil im ersten Satz gnadenlos aus (11:8) und hatte auch im zweiten Durchgang mehrere Satzbälle. Diese wehrte aber an vorderster Front Schweinfurts Nationalspieler Fabian Sagstetter ab – und sorgte wenig später mit zwei Angriffen durch die Mitte für das 12:14.

TVB-Trainer Tabke reagierte, brachte Malte Hollmann im Angriff für Vincent Neu – und wechselte damit schon wieder den Sieg ein. „Malte hat uns Bronze gesichert. Er hat sehr clever geschlagen und die Bälle super gesetzt“, lobte der Coach. Nach dem 11:9 im dritten Satz war es auch Hollmann vorbehalten, in Durchgang vier die letzten beiden Punkte zum 11:8-Gesamtsieg zu setzen. Der verwandelte Matchball sorgte schließlich nicht nur für Jubel auf dem Spielfeld, sondern auch für völlige Eskalation im Fanblock.

DM-Stimmen

Malte Hollmann (Kapitän TV Brettorf): „Im Halbfinale gegen Pfungstadt musst du alles reinlegen und frech aufspielen. Das haben wir aber nur bis zur Mitte des ersten Satzes gemacht. Umso glücklicher sind wir, dass wir am Ende eine Medaille gewonnen haben. Jetzt hoffen wir, dass die Fans uns im Bus auf der Rückfahrt etwas Platz machen, damit wir zusammen feiern können!“

Klaus Tabke (Trainer TV Brettorf): „Unser Ziel für die DM war zunächst einmal das Halbfinale. Dass wir Bronze gewonnen haben, ist dem großen Einsatz und Willen der Spieler zu verdanken. Aber auch die Fans haben dabei eine ganz wichtige Rolle gespielt. Sie waren in den schwächeren Phasen immer da und haben das Team nach vorne gepeitscht. Insgesamt sind wir mit der Hallensaison und diesem Abschluss jetzt natürlich sehr zufrieden.“

Das Fazit

Während der Titelverteidiger TSV Pfungstadt erneut ganz oben thronte (3:1 gegen Käfertal), durfte sich auch Brettorf vor der Rekordkulisse von 3200 Zuschauern freuen. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, und die Jungs haben unheimlich viel investiert. Bronze ist der verdiente Lohn“, betonte Trainer Tabke.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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