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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Goldmedaille geht im Regen baden

21.08.2017

Moslesfehn Zum strömenden Regen kamen am Sonntagnachmittag auch noch ein paar Tränen: Die Faustballerinnen des Ahlhorner SV haben bei der Deutschen Meisterschaft die Goldmedaille verpasst. Im Endspiel unterlag die Mannschaft von Trainerin Edda Meiners dem Titelverteidiger TV Jahn Schneverdingen mit 1:3 (11:9, 8:11, 6:11, 7:11) und musste sich wie schon im vergangenen Jahr mit dem zweiten Platz begnügen. Damit setzte sich gleichzeitig das mit Abstand jüngste Team bei dieser DM durch.

Die Neuauflage des Vorjahresendspiels startete zunächst noch bei Sonnenschein. Trainerin Meiners vertraute erneut der Formation, die am Vortag im Halbfinale den TSV Dennach ausgeschaltet hatte. Pia Neuefeind spielte am Schlag, Imke Schröder übernahm die Angaben sowie die Vorne-Rechts-Position, und in der Abwehr agierten Janna Köhrmann, Sarah Reinecke und Jacqueline Zaddach.

Jahn steigert sich

Die Führung wechselte mehrmals hin und her. Beim Stand von 7:8 nahm der amtierende Hallenmeister aus Ahlhorn eine Auszeit. Mit drei Punkten in Folge erarbeitete sich der ASV Satzbälle, von denen Neuefeind den zweiten verwandelte. Doch davon zeigten sich die Spielerinnen aus der Lüneburger Heide alles andere als beeindruckt. Viel mehr war es beeindruckend zu beobachten, welche Antwort die Jahn-Mannschaft – bestückt mit mehreren U-18-Spielerinnen – auf den Satzrückstand gab. Schnell ging Schneverdingen mit 4:1 in Führung. Ahlhorn nahm seine Auszeit. „Mehr Körperspannung, und ihr müsst die Punkte machen wollen“, forderte ASV-Betreuer Thomas Neuefeind. Sein Team kämpfte sich auf 5:6 heran, hatte dann aber großes Pech, dass auf dem tiefen Geläuf gleich zwei Bälle im Spielaufbau unerreichbar versprangen. Mittlerweile hatte auch starker Regen eingesetzt, und Ahlhorn kam ins Schwimmen. „Unsere Niederlage hatte letztendlich aber nichts mit den äußeren Umständen zu tun“, wusste Angreiferin Pia Neuefeind und erkannte gleichzeitig die starke Leistung der Gegnerinnen an. „Schneverdingen hat wirklich stark gespielt.“

So gelang es den Ahlhornerinnen im weiteren Verlauf kaum noch einmal, die starke Jahn-Abwehr um die überragende Laura Kauk zu überwinden. Mitte des dritten Satzes setzten sich die „jungen Wilden“ gegen das routinierte ASV-Team entscheidend ab. Ähnlich verlief auch der vierte Satz. Nach dem 3:6-Rückstand und einer Auszeit kam Ahlhorn wieder auf 6:7 heran, doch dann punktete Schneverdingen dreimal in Folge und hatte Matchbälle. Mit einer starken lang servierten Angabe, unerreichbar für Zaddach und Reinecke, beendete Aniko Müller die Partie.

„Das war die Krönung“

„Das war die Krönung der Saison“, freute sich Jahn-Kapitänin Hinrike Seitz, mit 25 Jahren die älteste Spielerin ihres Teams. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, und ich bin einfach nur stolz auf die Mädels“, sagte Seitz. Im Ahlhorner Lager herrschte hingegen direkt nach dem verlorenen Finale große Enttäuschung. „Das letzte Spiel einer Meisterschaft möchte man natürlich immer gewinnen“, sagte Abteilungsleiter Ulrich Meiners. „Vizemeister zu werden ist aber auch schön“, betonte er.

Und diese Silbermedaille hatten sich die Ahlhornerinnen dank ihrer starken Leistung im Halbfinale beim 3:2-Sieg gegen Dennach (6:11, 11:9, 9:11, 15:13, 11:7) auch wahrlich verdient. „Das war ein richtig starkes Spiel“, sagte Ulrich Meiners. In einem wahren Faustballkrimi geriet Ahlhorn im vierten Satz fast schon auf die Verliererstraße. Drei Matchbälle mussten die ASV-Frauen abwehren, um dann nervenstark mit 15:13 den Entscheidungssatz zu erkämpfen. Hier lieferten sich beide Teams viele lange Ballwechsel. Am Ende hatte Ahlhorn die Nase knapp vorne und revanchierte sich damit für die Finalniederlagen im diesjährigen Europacup.