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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TVN-Allstars haben nichts verlernt

24.12.2018

Neerstedt Es war so, als wäre am frühen Samstagabend in der Neerstedter Sporthalle die Zeit zurückgedreht worden, als Hallensprecher Fabian Kahler in abgedunkelter Halle und eindrucksvollem Video die Spieler auf das Feld holte: Andre Willmann, Ninos Chabo, Torben Sudau, Thomas Schützmann, Maik Haverkamp – allesamt Helden der Neerstedter Regionalligazeit liefen im dichten Nebel und unter dem großen Jubel der vielen Zuschauer auf das Parkett.

Zum Benefiz-Spiel der 1. Herrenmannschaft gegen die TVN-Allstars hatte Organisator Thomas Schützmann beinahe den gesamten Kader der damaligen Regionalligazeit zusammengetrommelt. Für die Spieler und Zuschauer bot der Samstag somit ein Wiedersehen der besonderen Art – und es war vieles so wie damals, als der TVN 2009 in der dritthöchsten Liga spielte.

Dag Rieken, Trainer der damaligen Truppe, saß auch beim Benefiz-Spiel auf der Bank. „Wir haben uns, wie sonst auch, am Nachmittag getroffen“, berichtete er, ehe er mit einer Frage konfrontiert wurde, mit der er nicht gerechnet hatte. „Die Jungs wollten wissen, wann wir unsere obligatorische Runde durch Neerstedt spazieren gehen “, so Rieken.

Handball

TV Neerstedt - TVN Allstars 35:36 (20:18)

TVN: Pecht, Planck – Reuter (2), Hoffmann (5), Hübner (8), Honschopp (5), Kasper, Hollmann (2), Poppe (5), Achilles, Kunz (7)

TVN-Allstars: Dennis Dohle, Maik Haverkamp, Markus Weiland – Malte Grotelüschen, Andre Willmann (10), Bastian Carsten-Frerichs (3), Marcel Biedermann, Torben Quickert (2), Carsten Brinkmann, Torben Sudau (4), Ninos Chabo, Tim Schulenberg (7), Stefan Timmermann (5), Thomas Schützmann (1), Thomas Goldberg (1), Matthias Steenken (2)

Alles so wie damals also – und auch auf dem Spielfeld schien es so, als würde das Team auch heute noch jedes Wochenende gemeinsam auf Torejagd gehen. „Es war so, als hätten wir nicht aufgehört, zusammen zu spielen“, konnte es Thomas Schützmann nach dem Abpfiff kaum fassen. „Man hat gesehen, dass wir nichts verlernt haben. Einige Mechanismen und Kombinationen klappen halt einfach noch.“

Und wie: Von Beginn an entwickelte sich zwischen den TVN-Allstars und dem aktuellen Neerstedter Verbandsligateam ein offener Schlagabtausch – ganz zur Freude der knapp 400 Zuschauern in der Neerstedter Sporthalle. Die erste Führung für die Allstars erzielte Torben Sudau zum 4:3. Und die ehemaligen Handball-Helden der Neerstedter hielten auch im weiteren Verlauf den Anschluss. Besonders Sudau, derzeit im Rückraum bei Oberligist HSG Delmenhorst aktiv, sorgte für mächtig Betrieb. „Die Wehwehchen die man hat, blendet man für so ein Spiel einfach aus“, sagte Thomas Schützmann.

Dennoch führte das aktuelle TVN-Männerteam kurz vor dem Seitenwechsel mit drei Toren – ehe Marcel Biedermann noch auf 18:20 verkürzte. Allstar-Trainer Dag Rieken schien bei seiner Kabinenansprache dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach nur 90 Sekunden im zweiten Abschnitt glich Torben Quickert zum 20:20 aus, der mit seinen zehn Toren kaum zu stoppende Andre Willmann traf nur wenige Sekunden später zur 21:20-Führung.

TVN-Trainer Björn Wolken setzte in der Partie besonders auf seine jungen Spieler. „Es war eingeplant, dass die, die in dieser Saison bisher nicht so viel Einsatzzeit bekommen haben, in diesem Spiel etwas zeigen können“, erklärte Wolken. So stand auch Nachwuchskeeper Kevin Pecht die gesamten 60 Minuten auf dem Spielfeld. Wolken: „Er hat sich toll entwickelt.“

Stimmen Benefiz-Spiel Neerstedt

Thomas Schützmann (Spieler „TVN-Allstars“ und Organisator): „Ich glaube so viele Zuschauer wie heute waren schon lange nicht mehr in der Neerstedter Sporthalle.“

Tim Martin Gersner (1. Vorsitzender TVN): „Es ist eine sehr schöne Veranstaltung mit einem würdigen Rahmen. Toll, dass wir so viele Ehemalige noch einmal auf dem Platz sehen konnten. Es war für alle Organisatoren eine anstrengende Woche. Vielen Dank für ihren Einsatz.“

Fabian Kahler (TVN-Abteilungsleiter Handball): „Man merkt an der Zuschauerresonanz, wie sehr sich die Menschen noch mit der Regionalliga-Zeit verbunden fühlen. Ein wirklich tolles Event.“

Dag Rieken (Trainer TVN-Allstars): „Wir sollten am Montag mit dieser Truppe direkt mit dem Training weitermachen. Und dann melden wir die Mannschaft in der kommenden Saison für den Ligabetrieb.“

Tore fielen in dieser Partie auf beiden Seiten wie am Fließband. Tim Schulenberg traf eine Minute vor dem Ende zum 36:35, ehe sich TVN-Kreisläufer Philipp Hollmann bei einem Zusammenprall mit Torben Quickert verletzte. „Bei der Zeit die noch zu spielen war, ist die Verletzung natürlich ärgerlich“, sagte Björn Wolken, der hofft, dass nichts Schlimmeres passiert ist. „Es wäre natürlich bitter, wenn er zu Beginn des kommenden Jahres ausfällt.“

Nach diesem Schockmoment erhob sich das Publikum dann für die letzte Sekunden der Partie – ohne aber noch ein weiteres Tor zu sehen. Mit der Schlusssirene streckten glückliche Allstars die Arme in die Höhe und bejubelten ihren Erfolg. „Wir haben nicht damit gerechnet, zu gewinnen“, gestand Organisator Thomas Schützmann. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, auch wenn ich vorher ein wenig Angst hatte, dass wir über unsere eigenen Füße stolpern.“ Zur Vorbereitung habe es drei offene Trainingseinheiten für die gegeben, die nicht mehr aktiv sind. Diese seien unheimlich wichtig gewesen.

Allstar-Coach Dag Rieken war vom Auftritt seines Teams begeistert: „Es war ein sensationeller Sieg. Man hat gesehen, dass die Jungs es einfach noch können.“ Gerade das Zusammenspiel sei noch verinnerlicht. „Auch der Ehrgeiz war wie früher.“ Sein Gegenüber, Björn Wolken, hatte die Niederlage schnell verdaut. „Man muss alten Männern auch einmal etwas gönnen“, sagte er mit einem Schmunzeln und ergänzte: „Es ist schön, dass so viele den Weg in die Halle gefunden haben.“

Auf Wolken wartet aber wohl noch ein Gespräch mit Tim Martin Gersner, Vorsitzender des TVN. „Ich bin natürlich enttäuscht wie unsere erste Herren heute aufgetreten ist. Nicht zu glauben, dass sie sich von so einer Altherrentruppe verhauen lassen. Da werde ich mit Björn noch einmal reden müssen“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Nach dem Abpfiff starteten Fans und Spieler dann im Vereinsheim in die dritte Halbzeit. Ganz so wie damals, als Schützmann und Co. mit dem TVN noch in der Regionalliga spielten.

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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