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Handball: Neerstedt muss mächtig kämpfen

08.02.2016

Neerstedt Wieder war es knapp, wieder holte der TV Neerstedt einen Zittersieg: Zwei Wochen nach dem 27:26 bei der SG Achim/Baden glückte dem Handball-Oberligisten auch in eigener Halle gegen SVGO Bremen am Sonnabend beim 31:30 (19:15) ein hart erkämpfter Erfolg gegen den Tabellenvorletzten.

TVN-Trainer Jörg Rademacher hatte schon vor dem Spiel gegen den Abstiegsanwärter ein ungutes Gefühl. „Die Bremer sind nicht so schlecht, wie es das Tabellenbild ausdrückt. Die werden noch einige Punkte holen“, lobte er die Hanseaten, die auch in Neerstedt einen motivierten Auftritt ablieferten – und ganz und gar nicht im Stile eines potenziellen Absteigers spielten.

Die Gastgeber waren in der Anfangsphase noch nicht sofort bei der Sache und überließen der SVGO zunächst die Regie. Mit dem 1:0 ging der Eröffnungstreffer zwar auf das Konto des Favoriten, danach aber fehlte der Rhythmus. Die Bremer kamen zu leichten Toren und gingen nach sieben Minuten mit 5:2 in Führung. Rademacher, der auf Torhüter Christoph Kuper und Kreisläufer Malte Kasper (beide verletzt) verzichten musste, sah sich gezwungen, in Form einer Auszeit die Reißleine zu ziehen. „Wir hatten zu Beginn eine unterirdische Wurfquote und waren überhaupt nicht präsent, so konnte es nicht weitergehen.“

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Die Auszeit zeigte Wirkung: Nach 20 Minuten hatte der TVN die Gäste eingeholt und zum 11:11 ausgeglichen. Bis zur Pause hatte der Tabellensechste seine beste Phase und baute den Vorsprung zur Halbzeit auf 19:15 aus. Die Abwehr stand nun wesentlich kompakter, und in der Offensive schloss der Turnverein viele Konter erfolgreich ab.

Wer nun dachte, die Bremer würden die Flügel im zweiten Durchgang hängen lassen, sah sich getäuscht. Kämpferisch hielten sie voll dagegen und ließen den TV Neerstedt nicht entscheidend davon ziehen. Die Hausherren erwischten zwar einen guten Start in den zweiten Abschnitt und legten ein 24:19 (40.) vor. Die Kräfte ließen bei ihnen jedoch in den letzten 20 Minuten etwas nach – dadurch und auch aufgrund von strittigen Entscheidungen der Unparteiischen wurde es in der Endphase noch einmal knapp.

Neerstedt musste zehn Minuten vor Schluss den 27:27-Ausgleich hinnehmen und um den schon sicher geglaubten Sieg zittern. Letztlich bewahrte der TVN aber die Nerven und kam mit einem blauen Auge davon. Björn Wolken markierte das 31:29, die Gäste von der Weser schafften nur noch den Anschluss zum 30:31. „Das war eine enge Kiste. Wichtig sind die zwei Punkte, damit bleiben wir oben dran“, erklärte Rademacher. Tim Schulenberg und Ole Goyert waren mit jeweils sieben Treffern beste Neerstedter Schützen.

Bei aller Freude über den neunten Saisonsieg blickt Rademacher mit Sorge auf sein Lazarett. Sowohl Kuper als auch Kasper werden mit ihren Knieverletzungen ziemlich sicher auch gegen den VfL Edewecht ausfallen. Bei Kasper, dem in der Vorwoche ein Spieler von Achim/Baden aufs Bein fiel, soll eine Kernspintomographie in dieser Woche Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. „Es sind beides Leistungsträger, so einfach können wir das nicht kompensieren. Glücklicherweise hat sich gegen Bremen kein weiterer Akteur verletzt“, sagte Rademacher.

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