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Handball: Neerstedt verschenkt Führung

21.12.2015

Neerstedt Selbst ein akribischer Planer und Stratege wie Jörg Rademacher ist nicht gefeit davor, dass sein personelles und spielerisches Konzept über den Haufen geworfen wird. In dieser Saison erlebt der Trainer der Oberliga-Handballer des TV Neerstedt höchst unliebsame Überraschungen und Wendungen. So auch am Sonnabend, als er beim 23:24 (13:7) die dritte Niederlage in Folge einstecken musste.

Die Vorweihnachtszeit hat beim TV Neerstedt spätestens mit der Derby-Pleite gegen Elsfleth den Status einer Mini-Krise erreicht. Mit 14:10 Punkten ist das Team als Sechster nur noch Mittelmaß – weit entfernt von der Ligaspitze – der erfolgreiche Saisonstart mit 14:4 Zählern ist dahin.

„Ich muss genau überlegen, was ich jetzt sage“, rang Rademacher nach dem empfindlichen Rückschlag gegen Elsfleth nach passenden Worten. Dem Übungsleiter platzte nach der Partie der Kragen: „Das Wochenende ist gelaufen. Ich habe schon viel erlebt als Handballtrainer, aber so etwas noch nicht.“ Auf die Palme brachte ihn besonders das Schiedsrichtergespann Thomas Determann und Markus Richter (Burg Gretesch). Das schwache Duo rückte vor allem nach der Pause in den Vordergrund, als sie Thomas Schützmann nach einem eher harmlosen Foul mit der zweiten Zeitstrafe bedachten.

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Kaum auf der Bank sitzend erhielt Schützmann direkt seine nächste Zwei-Minuten-Strafe – und dementsprechend die Rote Karte. „Ich habe nichts gesagt, absolut nichts“, echauffierte sich der Routinier nach der Begegnung über den Platzverweis, nach dem es in doppelter Unterzahl für Neerstedt weiterging. „Das war der Knackpunkt“, so Rademacher.

Während Schützmann den Rest des Spiels zähneknirschend von der Tribüne aus verfolgen musste, schmolz der 13:7-Pausenvorsprung mehr und mehr dahin. Elsfleth zeigte eine tolle Moral und stellte Neerstedt vor große Probleme. Dass Torjäger Eike Kolpack in Manndeckung genommen wurde, schmeckte den ohne Tim Schulenberg spielenden Hausherren gar nicht – diverse Ballverluste nach Zeitspielen waren die Folge.

Der TVN wurde immer ideenloser, und Elsfleth ging schließlich nach drei Toren in Serie beim 23:22 zwei Minuten vor dem Ende in Führung. Es war nach dem 1:0 (3.) die zweite Führung überhaupt für Elsfleth. Kolpack egalisierte zwar nochmal zum 23:23, doch in der Schlussminute machte Chris Danielzig mit einem Lupfer über Keeper Christoph Kuper die Überraschung perfekt. Lange Gesichter bei den Neerstedtern, Freudentänze beim Gegner nach dem ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit.

„Wir haben eigentlich alles im Griff gehabt und dann alles falsch gemacht. Durch die vielen Zeitstrafen gegen uns ist die Partie gekippt. Das ist lächerlich“, sagte Rademacher. „Uns fehlen aber auch die personellen Alternativen, um so etwas wegzustecken.“

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