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Oberliga: Neerstedts Serie reißt gegen Cloppenburg

07.12.2015

Neerstedt Es waren gleich mehrere Serien, die am Sonnabend gerissen sind. Enttäuschung herrschte deswegen bei den Oberliga-Handballern des TV Neerstedt, die nach zuvor drei überzeugenden Siegen in Folge durch eine nicht unbedingt erwartete 25:31 (13:16)-Heimpleite gegen den TV Cloppenburg auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden. Während die Mannschaft von TVN-Trainer Jörg Rademacher dadurch den Sprung auf Tabellenplatz drei verpasste und jetzt nur noch Fünfter ist, freuten sich die Gäste aus Cloppenburg gleich doppelt: Zum einen war es für sie der erste Auswärtssieg der Saison, zum anderen beendeten sie ihre schwarze Serie in der Neerstedter Sporthalle und holten hier erstmals seit 13 Jahren und zehn Monaten wieder beide Punkte – und das auch vollkommen verdient.

„Glückwunsch an die Cloppenburger, sie haben eine super Leistung gezeigt. Meine Spieler haben die Vorgaben nicht umgesetzt, wir hatten von der ersten Minute an keine Chance. Cloppenburg hat uns mit einfachen Mitteln ausgespielt“, lautete Rademachers Fazit kurz nach dem Abpfiff. Und mit einem Blick auf die Tabelle hielt er fest: „Wir schweben jetzt erstmal im Niemandsland der Oberliga.“ Weitaus zufriedener klang verständlicherweise sein Kollege Andreas „Keke“ Roßberg. „Das sind zwei Punkte, die wir vorher nicht unbedingt erwartet hatten, die wir aber gerne mitnehmen. Ich bin mit dem Spiel und der Leistung sehr zufrieden.“

Vor allem die Leistungen von drei Gäste-Akteuren stachen dabei heraus: Torhüter Nils Buschmann wuchs im Gegensatz zu seinen Neerstedter Pendants Christoph Kuper und Tristan Depenbrock phasenweise über sich hinaus und vernagelte mit zahlreichen spektakulären Paraden seinen Kasten. Zum anderen glänzten auf den Halbpositionen mit Christian Schmidt (7 Tore/bester TVC-Spieler) und Tobias Freese (4) zwei Akteure, die eigentlich gar nicht hätten dabei sein können. Schmidt laborierte an einer Knieverletzung, Freese ging stark grippegeschwächt in die Partie. „Beide haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und klasse gespielt“, lobte Roßberg das Rückraum-Duo.

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Die Neerstedter liefen von Anfang an einem Rückstand hinterher, wirkten im Gegensatz zu den vergangenen Partien geistig nicht so frisch. Vor allem in der Deckung fehlte es in vielen Situationen an Entschlossenheit. „Abwehr hat etwas mit Kampf und Leidenschaft zu tun, davon habe ich zu wenig gesehen“, kritisierte Rademacher. Lediglich in der 13. Minute schien es einmal kurzzeitig so, als würden die Gastgeber die Partie in den Griff bekommen – sie gingen mit 10:8 in Führung. Doch es folgten elf torlose Minuten sowie der verletzungsbedingte Ausfall von Björn Wolken (Schlag aufs Auge), was Cloppenburg dazu nutzte, um das Blatt zum 10:13 zu wenden.

Nach mehreren Abwehrumstellungen in der ersten Halbzeit versuchte es Rademacher nach dem Seitenwechsel mit einer 4:2-Deckung, was zunächst auch fruchtete. Malte Kasper, Andrej Kunz und Ole Goyert per Gegenstoß brachten den TVN auf 17:18 heran (38.). Doch Cloppenburg hatte durch Wladislaw Gerasimow und Freese die richtige Antwort zum 17:20 parat. Als dann Eike Kolpack bei einem Konter mit einem Schlenzer an Buschmann scheiterte und im Gegenzug Michael Siemer vom Kreis das 20:25 erzielte (51.), war das bereits eine Vorentscheidung. Mit drei harten, platzierten und unhaltbaren Würfen zum 21:27, 22:28 und 23:29 machte Schmidt endgültig alles klar für den TVC.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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