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Nordderby Werder – Hsv: Und die Fans fiebern aus der Ferne mit

24.02.2018

Frage: Herr Kupka, sind Sie an diesem Sonnabend im Weserstadion, um den HSV anzufeuern?

Kupka: Nein, ich geh’ diesmal nicht hin. Das war keine leichte Entscheidung. Seit 40 Jahren war ich bei jedem Nord-Derby im Weserstadion. Aber diesmal bin ich einfach nicht motiviert.

Frage: Aber Sie sind doch am Spielausgang interessiert...

Kupka: Ich fahre nach Neerstedt zum Handball, dort werde ich jede Minute auf mein Handy gucken.

Frage: Was erwarten Sie denn von Ihrem HSV?

Kupka: Ich befürchte, dass wir auch dieses Spiel wieder verlieren. Die Mannschaft spielt eben schlecht und steht zurecht da unten.

Frage: Woran liegt’s?

Kupka: Ach, da könnten wir morgen noch schnacken. Da ist so viel schief gelaufen. Die ganzen Fehler in der Einkaufspolitik, falsche Spieler wurden geholt und auch falsche Trainer.

Frage: Ist Bernd Hollerbach nicht der Richtige für die Rettung?

Kupka: Der ist ein anständiger Kerl, aber er schafft auch nicht die Wende. Seit Martin Jol gab’s keinen guten Trainer mehr in Hamburg.

Frage: Hoffnung auf Klassenerhalt hört sich anders an...

Kupka: Hoffnung hat man immer. Der Abstieg ist ja noch nicht in Stein gemeißelt. Aber es sieht eben überhaupt nicht mehr danach aus, als ob der HSV den Rückstand noch aufholen kann. Die letzten sieben Jahre waren eine einzige Qual. Wir hatten oft das Quäntchen Glück und sind dringeblieben. Aber diesmal geht das nicht gut aus.

Frage: Und dann?

Kupka: Dann werde ich weiter zu jedem Heimspiel nach Hamburg fahren. Ich fürchte nur, dass ich da länger als ein Jahr Zweitliga-Fußball sehen werde.

Frage: Herr Menkens, sind Sie am Sonnabend im Weserstadion, um den SV Werder anzufeuern?

Menkens: Nein, das kann ich mir leider nicht erlauben. Wir sind noch voll in der Kohlsaison. Um 18 Uhr kommen die Kohlfahrer zum Essen, da bin ich voll gefordert.

Frage: Aber Sie sind doch am Spielausgang interessiert...

Menkens: Na klar, ich komme ja beim Essen-Auftragen immer wieder durch die Gaststube, da läuft der Fernseher. Und in der Küche drehe ich das Radio auf, damit ich kein Tor verpasse.

Frage: Wie viele Tore erwarten Sie denn?

Menkens: Mein Tipp lautet 3:0. Die letzten Spiele sprechen für sich, besonders die der Hamburger. Ich habe Angst um den HSV, diesmal sind die wirklich dran.

Frage: Und Werder?

Menkens: Werder hat ein gutes Programm vor sich: Wenn sie das Derby gewinnen, folgen fünf Spiele, in denen sie richtig gut punkten können. Dann könnte man sogar noch zu den Euro-League-Plätzen blinzeln. Wenn sie aus diesen Spielen aber nur ein paar Punkte holen, bleibt es beim Kampf gegen die Relegation.

Frage: Was gefällt Ihnen denn bei Werder seit dem Trainerwechsel besser?

Menkens: Vor allem die offensivere Spielanlage. Das kommt dem Werder-System mehr entgegen.

Frage: Wenn der HSV jetzt absteigt: Empfindet man da als Werder-Fan eigentlich so etwas wie Mitleid?

Menkens: Ach, Mitleid ist nicht das richtige Wort. Aber ein Verein wie der Hamburger SV gehört einfach in die Bundesliga, wegen der Stadt und wegen der Zuschauer. Die Hamburger füllen auch auswärts jedes Stadion. Von mir aus kann der HSV noch 100 Jahre in der Bundesliga bleiben, so lange er hinter Werder liegt.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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