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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

FUßBALL: Offensivkraft Gutsche auf dem Rückzug

26.05.2007

[ /VORSPAUTOR][AUTOR] Noch ein Spiel bestreitet Thomas Gutsche in der ersten Fußballmannschaft des VfL Wildeshausen. Danach will er nur noch in den unteren Mannschaften kicken.

von Fried-Michael Carl

Wildeshausen „Ich hatte mir schon vorgestellt, über die gesamte Saison Stammspieler zu sein“, blickt Thomas Gutsche auf die zu Ende gehende Saison in der Fußball-Kreisliga mit etwas Wehmut zurück. Aber erst in der Endphase griff der jetzige Trainer des VfL Wildeshausen, Manfred Klatte, regelmäßig auf den 34-Jährigen zurück. Dass es zur Meisterschaft reichte, freut Gutsche, für den sich sein sportlicher Kreis jetzt schließt.

Ähnlich wie die jetzige Spielzeit verlief auch seine erste im Männerbereich. Damals, in der Saison 1991/92, war er als junger Spieler in den Kader der ersten Mannschaft gerückt. Damals war es Trainer Heinz „Tom“ Surmann, der ihn oft erst spät brachte. Auch damals gehörte Gutsche zu einem Team, das nach dem Sieg in Goldenstedt Meister wurde und in die Bezirksoberliga aufstieg.

Eigentlich hatte Thomas Gutsche, der als Bäcker zu wenig populären Zeiten arbeiten muss, schon nach der vergangenen Saison kürzer treten und sich mehr aufs Familienleben konzentrieren wollen. Seiner zukünftigen Frau und der jetzt 20 Monate alten Tochter Leni sollte das Gros seiner Zeit gehören. Doch er ließ sich noch einmal überreden, für die Erste zu spielen, schließlich brauchten die jungen Akteure auch einen mit viel Erfahrung. Die besaß Gutsche, der aber nur zustimmte, wenn er nur einmal pro Woche trainieren müsse.

Training war für den guten Techniker, den Freistoßspezialisten und schussstarken Gutsche oft ein Reizwort, denn sich zu quälen, war und ist nicht unbedingt sein Ding. Mancher seiner Weggenossen fand es schade, dass „Buffo“ sein Potenzial nicht immer ausgeschöpft hat, sonst hätte er auch höher spielen können.

Thomas Gutsche aber zog es vor, dem VfL die Treue zu halten und die Freizeit zu genießen. Er wurde dennoch zum unverzichtbaren Stammspieler der ersten Mannschaft, der viel Anteil daran hatte, dass das Team in der Landesliga mithielt.

Der „Instinktfußballer“ Gutsche, wie ihn sein Ex-Trainer Klaus Delbanco nennt, bekam Angebote von anderen Vereinen, die er aber aus unterschiedlichen Gründen ausschlug. Er hätte wohl nie „seinen VfL“ verlassen, in dem er seit der E-Jugend spielt, wenn nicht das unrühmliche Saisonende 1998/99 gekommen wäre, an dem sich die gesamte Mannschaft binnen zwei Tagen verabschiedete, weil Zusagen der Abteilungsleitung nicht eingehalten worden waren.

Gutsche zog es für zwei Jahre nach Barnstorf, danach schloss er sich GW Kleinenkneten an. 2003 kam er wieder zurück zum VfL. Er wurde zu einem der wichtigen Spieler in den Jahren des Neuaufbaus. Dabei war der leidenschaftliche Stürmer sich nicht zu schade, auch als Libero aufzulaufen, wenn es der Trainer forderte. Schließlich ging es um das Wohl der Mannschaft. Bereut hat er es nicht, denn es machte ihm viel Spaß neben den spielstarken und technisch guten Nachwuchskräften des VfL zu spielen und Verantwortung zu übernehmen.

Dass es am Ende zu einem zweiten Titel reichte, freut Thomas Gutsche, der sich aber auch danach sehnt, in Zukunft ohne Druck auf dem Nebenplatz im Krandel seinem liebsten Hobby nachgehen zu können.

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