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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Wildeshausen knackt stabilen Abwehrwall

06.11.2017

Oldenburg /Wildeshausen Nur ein einziges Mal musste Vivian-Phil Bartz, seines Zeichens Torhüter bei GVO Oldenburg, in den vergangenen sechs Partien hinter sich greifen – dann kam der VfL Wildeshausen. Der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga schenkte Bartz und seinen Vorderleuten beim souveränen 3:1 (1:0)-Auswärtserfolg am Sonntagnachmittag gleich drei Buden ein. Und das, ohne spielerisch wirklich überzeugen zu können.

„Eigentlich war die Leistung nicht so, wie wir uns das vorstellen“, sah VfL-Trainer Marcel Bragula deshalb bei seiner Mannschaft noch Luft nach oben. „Aber wir sind nun einmal keine A-Jugend, sondern ein Herrenteam – und Fußball ist Ergebnissport. Morgen fragt doch eh keiner mehr, wie der Sieg zustande gekommen ist“, war Bragula mit der maximalen Punktausbeute bei den defensivstarken Oldenburgern trotz einiger technischer und taktischer Defizite hoch zufrieden.

Lediglich vier Minuten brauchten die Wildeshauser, die ohne fünf Stammspieler angetreten waren, auf dem Kunstrasenplatz, um den sonst so stabilen Abwehrwall von GVO zu knacken. Strafraumstürmer Rene Tramitzke hatte den Ball im Sechzehner erhalten und sich durch die Verteidigerreihe getankt. Keeper Bartz sprang ihm in die Beine. „Da ist Rene kaum noch zu stoppen“, sagte Bragula. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Michael Eberle (4. Minute). Die Gastgeber wirkten geschockt ob des frühen Rückstands. Kurz darauf hatte Wildeshausen das 2:0 auf dem Fuß. Kevin Kari legte in Überzahl vor dem Tor aber nicht quer, sondern probierte es alleine. Bartz zeichnete sich mit einem guten Reflex aus.

„Danach haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben“, bemängelte Bragula. Seine Akteure ließen ihren Gegner auf einmal zuviel Platz und waren auch im Spiel nach vorne nicht mehr so zielgerichtet wie zuvor. GVO hatte bei Standards mehrfach die Gelegenheit auszugleichen – scheiterte aber entweder an Torhüter Sebastian Pundsack oder der eigenen Ungenauigkeit. „Das 1:0 zur Halbzeit war schon etwas schmeichelhaft für uns“, meinte Bragula.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Wildeshauser Offensivbemühungen oft Stückwerk. Dafür war die Mannschaft plötzlich gnadenlos effektiv. Nach einer Flanke von Eberle tanzte Sascha Görke zwei Gegenspieler im Strafraum aus und legte für Tramitzke (59.) auf, der zum 2:0 einschoss. „Das war super herausgespielt“, lobte Bragula. Nur drei Minuten später zeigte Alexander Kupka seine individuelle Klasse und drosch eine Ecke von Sebastian Bröcker volley in die Maschen.

Der späte 1:3-Anschluss von Hendrik Ramke (78.) war einer der Marke „unnötig“. Wildeshausen war kurz unsortiert, Ramke staubte ab, nachdem Pundsack einen Schuss nur abklatschen ließ. Es passierte aber nichts mehr.