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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TSV: Reiß verlässt die Trainerbank

04.07.2007

GANDERKESEE Wenn Horst Reiß vom Jugendfußball erzählt, dann ist er in seinem Element. Lachend erinnert sich der Ganderkeseer, wie vor Jahren der Torwart bei einem Spiel „seiner“ G-Jugend in Wüsting austreten musste – und die Partie für eine „Pinkelpause“ unterbrochen wurde. Stolz klingt durch, als er vom Erhalt des Sepp-Herberger-Preises für die Jugendarbeit des TSV Ganderkesee im Jahr 1996 spricht. Doch das alles ist Geschichte: Nach 30 Jahren als Jugendfußball-Trainer hat Horst Reiß seine Schuhe an den Nagel gehängt.

Fußball – das war und ist für den Vorsitzenden des TSV Ganderkesee seit je her mehr als nur ein Weg zur Körperertüchtigung. „14, 15“ sei er gewesen, als er beim TV Falkenburg zu spielen begann – zu einer Zeit, als in Ganderkesee Jugendfußball kaum ein Thema war. Schon bald wurde er die „rechte Hand“ von Abteilungsleiter Peter Schauer – und selbst Abteilungsleiter, als Schauer die Leitung des Turnvereins übernahm. „Heute weiß ich gar nicht, wie ich das damals alles unter einen Hut gekriegt habe“, meint Reiß lächelnd. Am 13. Oktober 1977 absolvierte er im Leistungszentrum Barsinghausen die Prüfung zur B-Lizenz, jetzt war er Trainer.

Knapp ein Jahr später dann der Wechsel: „Ich wollte in der 1. Herren in Ganderkesee spielen, der Reiz war riesig“, erinnert er sich. Mit dem Kicken ging eine zweite Herausforderung einher: Gemeinsam mit Fritz (Hecki) Pfitzner, Günter Stolle, Wolfgang Hahn und Manfred Wessels machte er sich an den Aufbau der TSV-Fußballjugend. „Das war schon eine große Leistung“, meint er heute. Bereits in den 80er Jahren „brummte es“ beim Jugendfußball des Großvereins.

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Wo denn beim Jugendfußball der Reiz liegt? Horst Reiß zuckt die Schulter. „Wenn Kinder fröhlich sind, ihnen das Spielen Spaß macht“, das sei schon ein Erlebnis. Vielleicht sei auch so etwas wie eine „soziale Ader“ nötig. Natürlich gebe es auch ein erfreuliches Echo: „Ein Junge hat mir mal einen Mini-Weihnachtsbaum geschenkt“, erinnert er sich schmunzelnd. „Und ein Vater hat gemeint, der Trainer sei wichtiger als der Lehrer.“

Fußball könne sicherlich eine integrierende Funktion haben , sagt Reiß. Von Begriffen wie „eingeschworene Truppe“ will er nichts wissen: „Die Mannschaft muss zusammenhalten, klar. Aber die Tür muss offen sein für andere.“ Spieler müssten auch wiederkommen können, „ohne dass sie einen Kniefall machen müssen“.

Warum er jetzt aufgehört hat? „Ich bin einfach ausgepowert, nach so langer Zeit ist einfach die Luft raus.“ Freilich: Beim Energiebündel Reiß darf bezweifelt werden, ob wirklich „die Luft raus“ ist. Das zeigt sein neues sportliches Betätigungsfeld: Seit Monaten trainiert er die Langstrecke. Das Ziel: Am 30. September will Reiß den Marathon in Bremen mitlaufen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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