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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Riesenbeifall für mutigen Verlierer

24.09.2012

Hoykenkamp Sonnabend, 22.22 Uhr, Festzelt Hoykenkamp. „Der Augenblick der Wahrheit“, dröhnte es aus den Lautsprecherboxen, fast dunkel waren jetzt der Box-Ring und die Zuschauerränge. 500 Augenpaare blickten erwartungsvoll auf einen Vorhang, bei dem Nebel aufstieg. Sekunden vergingen, dann betrat er das Zelt: Gastwirt Gerhard Menkens, in einen schwarzen Umhang gehüllt, das Gesicht unter der großen Kapuze. Das Spektakel konnte beginnen: „Gerhard Menkens gegen Torsten Christophers“ hieß der Box-Kampf, der am Sonnabend beim Dorffest in Hoykenkamp das Zelt aus dem Häuschen brachte.

Die Ausgangsbedingungen erinnerten ein bisschen an Davids Antritt gegen Goliath. Menkens, der bis dato höchstens mal auf dem Schulhof geboxt hatte, hatte mit Christophers einen früheren Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften im Boxen und den jetzigen Haupt-trainer beim TV Jahn Delmenhorst als Gegenüber. „70 Zentimeter Reichweite, 137,9 Kilo Kampfgewicht“, nannte Ring-Sprecher Volker Gottschalk die Ausgangsdaten bei Christophers. Die Zahlen von Menkens: 55 Zentimeter, 93,6 Kilo.

Allerdings hatte sich der Gastronom vorbereitet. Seit den Sommerferien hatte er dreimal die Woche bei Box-Trainer Herbert Pansegrau vom TV Jahn geschwitzt. „Er macht eine gute Figur“, schilderte Pansegrau das Ergebnis der Vorbereitungen. Ein Schwerpunkt des Trainings: der Haken von unten nach oben – denn Menkens ist nicht nur deutlich leichter, sondern auch deutlich kleiner als Christophers.

Und dann die Runde 1. Unmissverständlich zeigte Christophers, wer der Herr im Ring sei. Den Haken von unten nach oben steckte er ungerührt weg. In Runde 2 griff das Publikum ein: „Gerhard, Gerhard“, hießen die unmissverständlichen Anfeuerungsrufe.

Der Mut des Gastronomen, so fand Zuschauer Heiko Bendix, sei beeindruckend. „Das muss man einfach honorieren, indem man herkommt.“

Oben im Ring wurde der Unterschied unterdessen immer deutlicher. „Torsten, wir brauchen ihn noch“, war aus den Boxen zu hören. In Runde 4 zählte Ringrichter Rüdiger Förster den Gastronom erstmals an. In Runde 5 war dann Schluss: Nach einem Technischen Knockout (K.o.) stand Christophers als Sieger fest.

Dem Publikum schien dies Ergebnis egal zu sein. Laut-stark wurden beide Boxer gefeiert – fast so, als hätte es zwei Sieger gegeben.

Im Zelt, in dem vor dem Showkampf weitere neun „richtige“ Boxkämpfe ausgetragen worden waren, ging jetzt alles ratzfatz. In Windeseile bauten Helfer vom TV Jahn den Ring ab (der vom Verein geliehen war), so dass gefeiert werden konnte.

Am Sonntagmorgen wurde das Dorffest-Geschehen dann auch auf die Schierbroker Straße ausgedehnt – die jetzt den Flohmarkt-Freunden „gehörte“. Später ging’s weiter mit einem Schlagerfrühschoppen und einem Kaffeekonzert der Hasport Shanty`s.

Übrigens: Gastronom Menkens kam in der Nacht auf Sonntag nicht in die Federn. Kurz nach 5 kreidete er die Flohmarktstände auf der Straße ein. Dabei sei die Polizei kurz vorbeigekommen. „Wahrscheinlich wollten die mein Gesicht sehen“, frotzelte Menkens.


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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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