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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Rudelgucken bis in den Morgen

04.02.2017

Hude Bis zu 2,05 Millionen Zuschauer erlagen im vergangenen Jahr in Deutschland der Faszination Super Bowl. Denn so viele Menschen bundesweit schauten in der Spitze das Finale der American Football League (NFL) zwischen den Denver Broncos und den Carolina Panthers.

In der Nacht zu Montag ist es wieder so weit. Um 0.30 Uhr deutscher Zeit beginnt das Endspiel der Saison 2016 zwischen den Atlanta Falcons und den New England Patriots. Und auch in Hude wird die Nacht zum Tag gemacht, denn auch hier grassiert das Football-Fieber.

Football in Hude

Die Silverbacks Hude haben sich Mitte des vergangenen Jahres gebildet. Derzeit spielen zehn Football-Begeisterte mit. Mitmachen kann jeder ab 18 Jahren. Aktuell sind die Spieler der Silverbacks zwischen 23 und 32 Jahren alt.

Voraussetzung für den Sport gibt es laut Dennis Eggers nicht, für jeden Typ Mann kann innerhalb des Spielerfeldes eine passende Position gefunden werden. Im Training werden Fitness, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer trainiert.

Trainiert wird sonntags von 12 bis 14 Uhr. Aktuell trainiert die Mannschaft in der Sporthalle an der Glatzer Straße in Hude. Nach den Osterferien soll es dann wieder nach draußen gehen. Der Verein hat ihnen bereits eine Rasenfläche am Huder Bach für Trainingszwecke zugesagt.

Wer Interesse an der Teilnahme hat, kann sich bei Dennis Eggers (silverbacks.hude@gmx.de) melden. Voraussetzung für eine regelmäßige Teilnahme ist eine Mitgliedschaft beim TV Hude.

Die New England Patriots stehen schon zum neunten Mal im Finale. Die Atlanta Falcons haben es zum zweiten Mal bis zum Super Bowl geschafft. Das Finale wird in Deutschland von Sat.1, ran.de und DAZN übertragen. In der Halbzeit-Show ist Lady Gaga für die Unterhaltung zuständig.

Interesse für Liga

„Ich schaue seit etwa vier Jahren auch die Football-Liga in den USA. In diesem Jahr schaue ich den Super Bowl unter Gleichgesinnten, denn wir werden das Spiel mit dem Team verfolgen“, erzählt Dennis Eggers. Mit Team meint er die Silverbacks Hude, die sich im vergangenen Jahr gegründet haben und seitdem einmal die Woche gemeinsam American Football spielen.

Warum die Sport beziehungsweise der Super Bowl in Deutschland mittlerweile so beliebt sind, liegt laut Eggers an dem großen Medienrummel. „Die Fernseh-Sender begleiten den Super Bowl mit den sozialen Medien. Sie nehmen die Leute mit, erklären die Regeln und posten Bilder.“

Dieser Hype im Internet lässt sich auch anhand von Zahlen aus dem vergangenen Jahr belegen: Laut Twitter wurden während des Super Bowls 2016 in der Spitze 1230 Tweets in einer Minute aus Deutschland gesendet – und das um 1.08 Uhr nachts. Insgesamt gab es mit 174 000 deutschen Tweets zum Super Bowl 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Außerdem bieten immer mehr Lokale auch eine Art Event um den Super Bowl an – dort kann für einen Festpreis geschlemmt, getrunken und angefeuert werden. Dieser Event-Charakter ist laut Eggers aus den USA zu uns herübergeschwappt. „Für die Amerikaner ist das sonntägliche Spiel wie ein Feiertag. Die gehen dann erst in die Kirche, machen ein Barbecue und schauen das Spiel dann gemeinsam.“

Eggers ist aber nicht nur begeisterter Zuschauer. Seit Oktober spielt er bei den Silverbacks. Er ist als Kursleiter für die Organisation zuständig – kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem TV Hude um Spielzeiten und die Anmeldungen.

Team wächst

Mittlerweile besteht das Team aus zehn Spielern, im Liga-Betrieb sind 40 Spieler nötig. Aber einzelne Spielzüge und Taktiken könnten auch mit weniger Männern auf dem Platz geübt werden.

Diese Taktiken und Spielzüge – über 200 mögliche Spielvarianten müssen die amerikanischen Spieler auswendig können – machen das Spiel für Eggers so interessant. „Auch wenn es wüst aussieht, ist auf dem Spielfeld alles auf den Millimeter genau getimt.“ Das Spiel sei nicht vorhersehbar und deswegen so spannend. Das aktive Spielen findet er gut, weil man keine körperlichen Voraussetzungen mitbringen muss: „Egal ob groß, klein, dick oder dünn – für jeden Typen gibt es eine Position. Das gibt es bei sonst keiner anderen Sportart.“ Außerdem werden Fitness, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer trainiert.

Auch den Geist des Sports findet der Huder Spieler toll. Denn im Stadion sitzen alle Fans durcheinander, es gibt keine Ultras wie im deutschen Fußball. „Es gibt keine Rivalitäten. Jeder freut sich für den anderen, wenn sein Team siegt. Der Gedanke kommt aus Amerika, da könnten wir Deutschen uns mal eine Scheibe von abschneiden“, schmunzelt Eggers.

Und so sitzen auch in der Nacht zu Montag Fans aller Mannschaften bei Eggers zusammen. Er selber ist Fan der Seattle Seahawks, die wurden aber von Atlanta Falcons in den Play-Offs besiegt – deswegen drückt Eggers den New England Patriots die Daumen. Dank Urlaub am Montag dürfte es eine spannende und lange Nacht werden.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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