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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Bilanz: Perfekter Aufschlag für Integration

29.06.2020

Sandkrug „Als ich damals das Stellenangebot gelesen habe, war ich richtig glücklich“, kann sich Mareike Appel noch gut erinnern. Seit Februar 2019 ist die 31-Jährige tätig für den Kreissportbund Oldenburg. Und zwar in einer ganz besonderen Funktion. Ausgeschrieben worden war die Koordinierungsstelle „Integration im und durch Sport“, nachdem viele Sportvereine der Region quasi „einen Hilferuf gesandt haben“, wie Ute Frankenfeld vom Landkreis Oldenburg in einer Pressekonferenz in der Geschäftsstelle des Kreissportbundes in Sandkrug an der Schultredde Revue passieren ließ. Das war im Jahr 2018. Allen voran war damals der Ahlhorner Sportverein. Hoher Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund, Sprachbarrieren, Überforderung der Ehrenamtlichen – Schlagworte, die aber nicht nur in Großenkneten aufschlugen.

„Echte Hilfe“ benötigt

Inga Marbach, Sportreferentin des Kreissportbundes, berichtet: „Wir merkten nach einigen Gesprächen, dass das Thema größer ist; dass wir da konzeptioneller denken müssen.“ Astrid Grotelüschen, für die CDU im Bundestag tätig, hatte sich damals deshalb maßgeblich für eine solche Stelle eingesetzt. „Diese Region brauchte echte Hilfe in diesem Bereich, einen festen Ansprechpartner und Projekte, die Ehrenamtliche nicht mehr leisten könnten“, beschrieb die selbst in Ahlhorn wohnende Politikerin.

Insgesamt 19 solcher Koordinierungsstellen hat Niedersachsen – inzwischen eben auch eine im Landkreis Oldenburg. Ziel ist es, Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. „Besonders durch Sport ist das eine tolle Sache, weil es spielerisch geschieht. Da gehen Spaß und Integration sowie Bildung und Spracherwerb Hand in Hand“, konstatierte Grotelüschen.

Und dass nicht nur Mareike Appel glücklich über die Stellenausschreibung war, sondern umgekehrt der Kreissportbund auch über ihre Bewerbung, bekräftige Vorstandsvorsitzender Jörg Skatulla. Studiert hat die 31-Jährige nämlich Sport und Gesundheit in Prävention und Therapie an der Sporthochschule Köln. „Ich habe nebenbei schon immer an verschiedenen Sportprojekten teilgenommen. Ich war in Israel und Palästina, habe dort teambildende Maßnahmen durchgeführt und vor allem in meiner Hauptsportart Tennis gewirkt“, beschrieb sie. „Das passte einfach perfekt für uns“, so Skatulla.

Tolle Erfolge erzielt

Die Erfolge, die Mareike Appel bereits erzielt hat, könnten in seinen Augen „als Blaupause dienen für andere Gebiete – zum Beispiel Delmenhorst“. Befristet ist die Stelle vorerst auf zwei Jahre. „Aber andere langjährige Koordinierungsstellen machen uns Mut“, so Astrid Grotelüschen. Auch Skatulla ist zuversichtlich, dass die Stelle über den Februar 2021 gebraucht wird. Ute Frankenfeld betitelte es sogar als „fatal, wenn davon noch einmal abgerückt würde“. Zusammenarbeiten, Netzwerke entwickeln, Kontakte knüpfen, all das brauche Zeit. Alle waren sich einig: „Der Bedarf ist da – und wird es bleiben.“ Finanziert wird die Stelle durch Fördermittel des Landessportbundes Niedersachsen sowie des Landkreises.

Trotz der kurzen Zeitspanne hat Mareike Appel einige Dinge umgesetzt. Vorrangig bietet sie Beratung von Sportvereinen an, initiiert neue zielgruppenspezifische Sportangebote und Veranstaltungen. Neben Vereinssprechstunden, Familien- und Aktionstagen, dem sogenannten „Bewegungspicknick“ oder dem „Worldwide Soccer Cup“ setzt sie sich auch für die Qualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern ein. Und das geht natürlich nicht allein – wie das Wort „Koordinierung“ schon sagt. Astrid Grotelüschen: „Da müssen wir alle gemeinsam dran bleiben.“

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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