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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Marquardts magischer Moment

27.01.2020

Sandkrug Ein sagenhaftes Gegentor in der Schlussminute hat den VfL Wildeshausen aus dem Traum vom Sieg bei der Futsal-Hallenkreismeisterschaft in Sandkrug gerissen. Beim Stand von 2:2 legte sich Marcel Marquardt vom TuS Heidkrug den Ball zurecht, schlenzte ihn als Bogenlampe ins lange Eck und entschied das Endspiel 34 Sekunden vor Schluss mit seinem Kunstschuss. Mit dem Überraschungssieg lösten die Heidkruger den Ahlhorner SV als Futsal-Champion im Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst ab. Der VfL Stenum landete vor dem SV Baris Delmenhorst auf Platz drei.

„Ich weiß selbst nicht, wie ich das Ding reingemacht habe“, zuckte Marquardt nach seinem Geniestreich mit der Schulter. „Irgendwie habe ich ihn mit dem linken Fuß ins Tor gelupft.“ Der gefühlvolle Schlenzer über den verdutzten Wildeshauser Keeper Sebastian Pundsack hinweg zum 3:2-Endstand war der krönende Schlusspunkt einer gelungenen Veranstaltung.

Die beiden besten Teams des Turniers standen sich auch im Finale gegenüber. Der Landesligist aus der Kreisstadt ging gegen Heidkrug als Favorit in die Begegnung. In den beiden Durchgängen über jeweils zehn Minuten erwischte Wildeshausen den besseren Start: Lukas Schneider schoss den VfL nach sieben Minuten mit 1:0 in Führung. Sein Freistoß-Hammer war der erste Höhepunkt in dem rassigen Finale. Doch der Bezirksligist blieb dran und glich noch vor der Pause durch ein Neunmeter-Tor von Marquardt (10.) aus.

Der zweite Abschnitt war nichts für schwache Nerven. Den nächsten Treffer erzielte Heidkrug, das durch ein Eigentor von Robin Ramke in Front ging (16.). Der Wildeshauser lief in eine Flanke von Marquardt und konnte der pfeilschnellen Kugel nicht mehr ausweichen. Nur eine Zeigerumdrehung später war das Spiel wieder ausgeglichen, denn mit einem weiteren direkten Freistoßtor stellte Schneider auf 2:2 (17.). Da bei Heidkrug zusehends die Kräfte schwanden und Wildeshausen immer mehr Oberwasser bekam, sprach nun alles für den Landesligisten. Die Rechnung hatte der VfL jedoch ohne Matchwinner Marquardt gemacht.

„Das ist unfassbar, dass wir mit unserer jungen Truppe gewonnen haben. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, strahlte TuS-Trainer Selim Karaca. „Wir hatten sicherlich nicht die meisten Spielanteile. Aber Hallenfußball ist auch Konterfußball.“

Der VfL Wildeshausen trauerte dem verpassten Triumph nur einen kurzen Moment hinterher. „Selbstverständlich wollten wir Erster werden, aber der zweite Platz ist auch okay. Heidkrug hat es verdient“, resümierte VfL-Trainer Patrick Meyer.

Im ersten Halbfinale hatten sich Wildeshausen mit einem 2:1 gegen den SV Baris durchgesetzt. Lukas Schneider (1.) und Maximilian Seidel (6.) sorgten für die Vorentscheidung. Baris kam durch Mert Caki nur noch zum 1:2 (7.).

Ein Doppelpack von Malcolm Jumpertz (4./7.) bescherte Heidkrug im zweiten Halbfinale einen 2:0-Erfolg gegen Stenum. Kurios: Der zweifache Torschütze ist – übrigens genauso wie Marquart – mit einem Doppelspielrecht ausgestattet und kickt im Nachwuchsbereich für den VfL Stenum. Jumpertz schaltete in dem Spiel also seine „Jugendliebe“ aus und löste für Heidkrug das Endspiel-Ticket. „Mit unserem Abschneiden bin ich dennoch sehr zufrieden. Unsere junge Mannschaft wächst mit ihren Aufgaben“, sagte Stenums Trainer Thomas Baake. Im Sechsmeter-Schießen um Rang drei setzten sich seine Schützlinge mit 3:1 gegen Baris durch.

„Die TSG Hatten-Sandkrug hat die Futsal-Hallenkreismeisterschaften nun zum dritten Mal hervorragend organisiert“, lobte der Kreisvorsitzende Erich Meenken das Mitarbeiterteam des Ausrichtervereins. „Es waren umkämpfte Spiele, und am Ende hat ein sehenswertes Tor das Turnier entschieden.“

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