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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TSG nach starker Spielzeit zufrieden

25.05.2019

Sandkrug „Wer hätte das gedacht?“ Mit dieser – unüberhörbar geschmunzelten – Frage eröffnet Hauke Rickels, Trainer des Handball-Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug, sein Saisonfazit. Vor vier Monaten hatten einige Handballkenner die TSG als ersten Absteiger in der vierthöchsten deutschen Spielklasse vermutet. „Viele haben uns sicherlich unterschätzt. Und nach unserem Fehlstart mit 0:6 Punkten sahen sich die Kritiker schon bestätigt“, erinnert sich Rickels. Doch wie heißt es so schön: Wer zuletzt lacht...

Und so hatten nach 26 Punktspielen doch die TSG-Handballer das Lachen auf ihrer Seite, denn mit 20:32 Punkten und Rang neun hatte die Mannschaft in der Endabrechnung souverän den Klassenerhalt geschafft. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Hatter keines ihrer letzten acht Saisonspiele mehr gewinnen konnten.

„Dass bei uns zum Schluss die Luft etwas raus war, ist für mich nicht ganz verständlich“, sieht auch Rickels einen berechtigten Kritikpunkt. „Da sind wir irgendwie aus dem Rhythmus gekommen.“ Insgesamt aber sei es eine tolle Saison seiner Mannschaft gewesen. Und so schwingt in Rickels Resümee auch ein wenig Genugtuung mit, es den Kritikern gezeigt zu haben. „Das ist schon so“, bestätigt der 44-Jährige, der allerdings selbst nie an seiner Mannschaft zweifelte. „Manchmal sollte man die anderen einfach reden lassen. Wir wussten um unser Potenzial. Allerdings war auch jedem klar, dass es viel Arbeit kosten würde. Wille und Teamgeist waren dabei ganz entscheidende Faktoren“, erklärt der TSG-Coach.

Genau diese Tugenden seien unter anderem dafür verantwortlich gewesen, dass sich seine Spieler nach den drei – teilweise sehr knappen – Niederlagen zu Beginn schnell berappelten. „Wir hatten einige neue Spieler, die menschlich schon tolle Verpflichtungen waren. Wir mussten uns aber auch einspielen, das hat etwas Zeit gebraucht. Aber wir haben es gut hinbekommen“, erzählt der A-Lizenzinhaber.

Besonders Jonas Schepker und Spielmacher Andre Haake stachen bei den Neuzugängen über die gesamte Saison gesehen hinaus. Dabei konnte der mittlerweile 34-jährige Andre Haake sowohl mit Kreativität als auch seinen 159 Toren überzeugen. „Auch dafür, dass wir ihn zurückgeholt haben, wurden wir zunächst belächelt. Doch Andre hat das wirklich überraschend stark gemacht. Nicht umsonst ist er auf Platz vier der Torschützenliste gelandet“, lobte Rickels. Er hätte seinem Spielmacher gerne mehr Pausen gegönnt, „doch das war mangels Alternative nicht immer möglich, so dass Andre teilweise sogar mehr spielen musste als er eigentlich sollte“, hält Rickels fest. Gleiches gelte auch für Rückraumspieler Jonas Schepker. Aber auch Spieler wie Bernd Spille, Tim Streckhardt oder Kevin Larisch hätten sich bemerkenswert an das Niveau der Oberliga herangekämpft. „Alle drei haben sich bei uns super weiterentwickelt“, erklärt Rickels.

Ein paar Änderungen werde es nun im personellen Bereich geben. Während Spille zum TvdH Oldenburg gewechselt ist, wird Christian Wolf beruflich bedingt voraussichtlich während der gesamten nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen. Außerdem wird Keno Lücken aufgrund einer Schulterverletzung sowie seines Examens für unbestimmte Zeit fehlen, wenngleich er weiterhin dem Kader angehört.

Aber auch neue Gesichter werden die TSG verstärken. Dies sind zum einen Henk Braun, der bereits während der Rückrunde mit Doppelspielrecht bei der TSG mitwirkte, sowie Kian Krause. Beide spielten zuletzt für die A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. „Beide Jungs sind Spieler für die Zukunft“, sagt Rickels. Eine echte „Topverpflichtung“ gab der TSG-Trainer zum anderen mit Kevin Ritter bekannt. „Er ist ein Allrounder, kann im Prinzip überall spielen. Genau dieser Baustein hat uns noch gefehlt“, freut sich Rickels über die Zusage des 22-Jährigen, dessen Hauptposition im mittleren Rückraum liegt. Ritter spielte zuletzt für den Ligarivalen VfL Edewecht, die seine Mannschaft zurückgezogen hat. „Damit haben wir unsere Planungen aber noch nicht abgeschlossen. Wir strecken die Fühler weiter aus“, erklärt Rickels. Denn auch die neue Saison werde nicht einfacher. „Es wird wieder hart – aber wir können es erneut hinkriegen“, versprüht er bereits Optimismus.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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