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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Zeit der Diplomatie ist für Reha-Sportler vorbei

30.08.2019

Sandkrug Der Frust bei der Reha-Sport-Gemeinschaft (RSG) über die erneute Verschiebung eines Förderantrags für den Umbau des alten Sandkruger Feuerwehrhauses in ein Haus der Vereine ist riesengroß. Nachdem sich bereits 2. Vorsitzender Siegfried Dose gegenüber der NWZ enttäuscht über die Entscheidung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt gezeigt hatte, legt jetzt die 1. Vorsitzende Margot Siemers noch einmal deutlich nach und verschärft den Ton.

Die REhasportler

Nach dem Bericht in der NWZ über die aktuelle Entwicklung zur zukünftigen Nutzung des Feuerwehrgebäudes in Sandkrug herrsche bei den Mitgliedern der Reha-Sport-Gemeinschaft immer noch Fassungslosigkeit und blankes Entsetzen, so Margot Siemers. „Wir wurden total überrascht und sind bodenlos enttäuscht – haben uns vieles vorstellen können, aber nicht, dass unsere mögliche Nutzung im geplanten Dorfgemeinschaftshaus mit neuen Ideen seitens des Bürgermeisters beerdigt werden würde“, so die 1. Vorsitzende.

Die RSG bewertet den ganzen Prozess als ein „politisches Chaos“. Bisher habe der Verein an die Unterstützung der Parteien und des Rathauschefs geglaubt, in zahlreichen Besprechungen habe man seit mehreren Jahren immer wieder auf das Problem einer adäquaten Rehasportstätte hingewiesen und darauf vertraut, endlich etwas für den Rehasport im alten Feuerwehrhaus gefunden zu haben. „Es gab dazu sogar schon öffentlich positive Verlautbarungen bei unserer Hauptversammlung (im Februar; die Redaktion)“, so Margot Siemers, „aber leider müssen wir erkennen, dass alle diesbezüglichen Bekundungen keine große Verlässlichkeit besaßen.“

Die zusätzlich gewährte Übungsstunde in der Grundschule Sandkrug – genau genommen 45 Minuten – kann den RSG-Vorstand nicht milde stimmen. Er spricht in diesem Zusammenhang von einem „blamablen Ergebnis“. Für die Stellung des Rehasportes in der Gemeinde sei die Entwicklung ein „absolutes Armutszeugnis“.

Die RSG bietet seit 40 Jahren Rehasport in der Gemeinde mit inzwischen 40 Sportgruppen an. Im Gegensatz zu anderen Vereinen steht ihr nach eigener Aussage kein eigener barrierefreier Sportraum in ausreichender Größe und mit entsprechender Einrichtung im Raum Sandkrug zur Verfügung. Die RSG betreut momentan über 500 Senioren, die Sport treiben um fit zu bleiben oder wieder fit zu werden. Man werde dennoch in Hatten einfach nicht ernst genommen, so Siemers Fazit.

Der Bürgermeister

Christian Pundt betont dagegen: „Die Gemeindeverwaltung und ich als Bürgermeister unterstützen weiter mit allen Mitteln die Rehasportgemeinschaft und alle anderen Vereine in ihren Bemühungen, adäquate Räumlichkeiten zu finden.“ Er kontert die scharfe Kritik der RSG mit dem Hinweis, dass diese selbst einen Tag vor der öffentlichen Ausschusssitzung den dort vorgestellten überarbeiteten Plan bereits als „nicht nutzbar“ bewertet hat.

„Deshalb gab es für die Ausschussmitglieder gar keine andere Möglichkeit, als den vorgestellten Plan zur Kenntnis zu nehmen“, so der Bürgermeister. Mit dieser Beschlusslage könne die Verwaltung weiter die unterschiedlichen Nutzungsideen bearbeiten. Die Verwaltung brauche bei den neuen Förderanträgen für eine vernünftige und sinnvolle Antragstellung Nutzungskonzeptionen und Bedarfsanalysen, die auch von den Beteiligten positiv bewertet werden.

Weitere Abstimmungsgespräche würden dazu mit den Vereinen persönlich folgen, verspricht Pundt. „Es ist schade, dass der Eindruck bei der Rehasportgemeinschaft erweckt wurde, dass hier ein Stillstand eingetreten ist. Dem ist nicht so.“

Vereine und Politik

In der Vergangenheit waren u.a. Gespräche zwischen RSG und der TSG Hatten-Sandkrug über eine Kooperation gescheitert. Geplatzt sind auch frühere Ideen der RSG, am Mühlenweg in einem Pflegeheim unterzukommen bzw. in einem Neubau auf dem SWO-Sportplatz.

Die Meinung in den Ratsfraktionen geht stark auseinander. SPD und Grüne unterstützten bislang die Idee, einer Nachnutzung als Haus der Vereine. Die FDP kritisierte in der Vergangenheit, die Nachnutzungspläne ließen kein Haus der Vereine, sondern ein Geschäftsstellensammelsurium erkennen. Die FHL hat eine Nachnutzung als Gründerzentrum ins Spiel gebracht. Die CDU sieht am Standort Nutzungsmöglichkeiten für den Bauhof.

Im Herbst 2018 war die Chance auf einen erfolgreichen Förderantrag überraschend an einem Patt im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss gescheitert. Damals fehlte die mittlerweile bei den Grünen ausgetretene Ratsfrau Angelika Meyenburg unentschuldigt bei der Abstimmung. Ein Umstand, an den Grünen-Sprecher Helmut Rücker während der jüngsten Diskussion im Ausschuss mit Bedauern erinnerte.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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