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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Außenseiter zeigen Favoriten die Zähne

12.01.2018

Sandkrug Das Teilnehmerfeld verspricht reichlich Spannung, und einige Underdogs liebäugeln mit Überraschungen: Der Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst richtet an diesem Samstag und Sonntag die Kreismeisterschaften im Futsal aus. Schauplatz des zweitägigen Turniers ist Sandkrug, wo die 99 Spiele in gleich zwei Hallen ausgetragen werden können.

Bereits im vergangenen Jahr wurde im hiesigen Fußballkreis zum ersten Mal der Kreismeistertitel in der vom Deutschen Fußball-Bund vorgeschriebenen Hallenvariante Futsal vergeben. Damals setzte sich der Harpstedter TB im Endspiel gegen den Delmenhorster TB durch. Diesmal ist die Futsal-Kreismeisterschaft zur Pflichtveranstaltungen für alle Clubs geworden – und ersetzt damit das bei vielen Teams etwas beliebtere „normale“ Hallenfußballturnier.

Futsal-Turnier

Die Kreismeisterschaften im Futsal werden an diesem Samstag und Sonntag in der Sporthalle Sandkrug ausgetragen. Die Vorrunde beginnt am Samstag um 10 Uhr. Die Spiele der Gruppen A und B (10 Uhr) sowie der Gruppen C und D (14 Uhr) werden parallel in den beiden Hallen des Schulzentrums an der Schultredde ausgetragen. Die Gruppe E startet dann um 18 Uhr.

Die beiden besten Mannschaften aus jeder Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein. Mit zwei Fünfergruppen geht es am Sonntagmorgen ab 10 Uhr weiter – dann nur noch in einer Halle. Die Halbfinalspiele sind für 15 Uhr und 15.14 Uhr vorgesehen. Das Duell um den dritten Platz soll um 15.35 Uhr angepfiffen werden, das große Finale steigt dann um 15.50 Uhr.

Bereits im Dezember gab es das Qualifikationsturnier in Ganderkesee, die besten 30 Teams treten nun in Sandkrug an – darunter ein Oberligist (SV Atlas Delmenhorst), vier Bezirksligisten, 15 Kreisligateams, sechs Vertreter aus der 1. Kreisklasse, drei Clubs aus der 2. Kreisklasse und sogar zwei aus der 3. Kreisklasse.

„Wir betreten mit Futsal jetzt Neuland“, sagt Marcel Bragula, Trainer des Bezirksligisten VfL Wildeshausen. Sein Team sicherte sich im Vorjahr den letzten Hallentitel, nahm am – damals noch freiwilligen – Futsalturnier zwei Wochen später jedoch nicht teil. „Wir hatten in dieser Woche extra eine Futsal-Lehrveranstaltung mit unserem Schiedsrichter Lukas Tepe. Ich hoffe, dass wir uns schnell reinfuchsen. Wir wollen uns auf jeden Fall gut verkaufen und zumindest die Vorrunde überstehen“, gibt Bragula als Ziel aus.

Auch beim Kreisliga-Tabellenführer FC Hude backen die Verantwortlichen im Vorfeld erst einmal kleinere Brötchen: „Wir bewerten die Kreismeisterschaft als netten Nebenwettbewerb in der Winterpause, der für etwas Abwechslung sorgt“, erklärt Co-Trainer Sascha Stolze. „Aber unser Fokus liegt ganz klar auf der Meisterschaft und dem Wiederaufstieg. Daher haben wir uns auch nur kurz in zwei Einheiten in der Halle vorbereitet. Da Futsal für uns auch neu ist, können wir im Vorfeld noch nichts über unsere Stärke aussagen. Vielmehr wollen wir sauberen, schnellen und vor allem fairen Hallenfußball spielen“, betont Stolze.

Die Tatsache, dass die vermeintlichen Favoriten bei ihrer Futsal-Premiere lieber etwas tiefstapeln, eröffnet vielleicht sogar den Außenseitern die Aussicht auf Überraschungen. Forsche Töne schlagen die zwei Teams aus der 3. Kreisklasse an, die im Haifischbecken der höherklassigen Vereine nicht als leichte Beute dienen wollen. „Unser Ziel ist es, die anderen zu ärgern“, sagt Spielertrainer Sven Köhler vom Bookholzberger TB augenzwinkernd. „Wir nehmen das schon ernst und wissen, dass wir technisch gute Spieler haben, die beim Futsal am stärksten sein können“, erklärt Köhler, der selbst als Innenverteidiger die BTB-Abwehr dichthält.

Er und seine Mannschaft haben ihr Training speziell auf die Kreismeisterschaft ausgerichtet. „Wir wissen, dass die anderen Vereine über uns stehen, wollen aber trotzdem versuchen, soweit wie möglich zu kommen“, verspricht Köhler ordentlich Salz in die Suppe zu streuen.

Etwas pragmatischer sieht Marcel Dönike das Turnier. „Wir wollen einfach nur Fußball beziehungsweise Futsal spielen“, sagt der Spielertrainer des SV Rethorn. „Vor einiger Zeit haben wir uns mit Videos bei Youtube und dem Regelbuch auf Futsal vorbereitet“, erklärt Dönike. Inzwischen sei sein Team immer mehr auf den Geschmack gekommen: „Erst war ich ein Gegner von Futsal, aber jetzt denke ich, dass es ein schönes, schnelles Spiel ist.“ Auch er sieht absolut die Möglichkeit, „den einen oder anderen Punkt zu holen – und vielleicht sogar den stärkeren Teams einen Punkt zu klauen“. Als „krasser Außenseiter“ habe seine Mannschaft keinen Druck und könne nun befreit aufspielen, um den Favoriten die Zähne zu zeigen.

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710
Arne Jürgens
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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