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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Aufholjagd wird nicht belohnt

15.04.2019

Sandkrug Mit hängenden Köpfen schlichen die Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug am Samstagabend nach dem Ertönen der Schlusssirene vom Spielfeld. Nach einer spielerisch durchwachsenen Leistung hatte das Team im Heimspiel gegen den SV Beckdorf kurz vor dem Ende noch die Chance auf den Ausgleich – am Ende kassierte die TSG mit 27:28 (14:17) aber die zwölfte Saisonniederlage. Die Entscheidung um den Klassenerhalt ist somit noch einmal vertagt. „Die Abwehr war heute der Knackpunkt“, sagte ein etwas ratloser TSG-Trainer Hauke Rickels nach der Partie. „Wir haben in der Defensivarbeit unsere Torhüter zu wenig unterstützt.“

Von Beginn befanden sich die Hausherren im Hintertreffen. In der Abwehr zu löchrig, in der Vorwärtsbewegung zu fehlerbehaftet agierte die TSG gegen die abstiegsbedrohten Gäste. Die beiden Torhüter, zunächst Jan-Peter Steffens, ab der neunten Minute dann Hendrik Bruns, konnten kaum einen Wurf der Beckdorfer abwehren. Somit sah sich Coach Rickels beim Stand von 6:10 nach 13 Minuten gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen und mit Ausnahme von Spielmacher Andre Haake und Kreisläufer Till Schinnerer zu rotieren.

Eine echte Verbesserung stellte sich im Sandkruger Spiel nicht ein. Immerhin: Bis zum Seitenwechsel verkürzten die Sandkruger den Rückstand noch auf drei Tore. Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit hatte sich die TSG dann fest vorgenommen, die Partie frühzeitig zu drehen. Das gelang aber nicht – im Gegenteil.

Innerhalb von nicht einmal fünf Minuten baute Beckdorf die Führung auf 22:15 aus. TSG-Coach Rickels beförderte wutentbrannt seine Auszeit-Karte auf den Tisch der Zeitnehmer, holte seine Mannschaft zusammen und war trotz der Musik aus den Lautsprechern durch die gesamte Halle bis zu den Zuschauertribünen mit seinem Appell zu hören: „Reißt euch zusammen!“

Mit viel Kampfgeist bissen sich die Hausherren im weiteren Verlauf noch einmal in die Partie, agierten mit einem 5:1-System aggressiver in der Deckung, und verkürzten den Rückstand – nach einem Doppelpack von Christian Wolf – neun Minuten vor dem Ende auf 24:26. Während Jan-Peter Steffens, der zur zweiten Hälfte ins TSG-Tor zurückgekehrt war, sein Team nun mit gleich mehreren Paraden im Spiel hielt, benötigten seine Vorderleute in der Vorwärtsbewegung vier Anläufe, um durch einen verwandelten Siebenmeter von Andre Haake (56. Minute) beim Stand von 25:26 die Chance auf den Ausgleich zu bekommen. Die nutzte Jonas Schepker kurze Zeit später (27:27), doch im direkten Gegenzug erzielte Tobias Hesslein, siebenfacher Torschütze der Gäste, den Treffer zum Endstand. In den letzten Sekunden gelang es Sandkrug dann nicht mehr, sich für die Aufholjagd zu belohnen. „Wir haben die Entscheidung am Ende nicht als Team sondern in Einzelaktionen gesucht“, ärgerte sich Hauke Rickels. Kämpferisch wollte er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Dort haben wir gut dagegengehalten, besonders Henk Braun.“

Doch während sich die Gäste nach der Schlusssirene in den Armen lagen, „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierten und die wichtigen Punkte im Abstiegskampf bejubelten, schlichen die TSG-Akteure nach dem fünften Spiel ohne einen Sieg wortlos in Richtung Kabine.

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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