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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

HOBBY: Spinnräder surren am Kamin

13.02.2009

SAGE-HAAST Das Spinnen ist ein uraltes Handwerk. Ab dem 19. Jahrhundert waren in den meisten Haushalten in Deutschland die Spinnräder zu finden. Mit der Industrialisierung verschwanden sie nach und nach wieder. Schon vor einiger Zeit wurde das Spinnen dann als entspannendes Hobby wiederentdeckt. Und es kann auch sehr gesellig sein, wenn man sich in der Gruppe trifft, wie die neun Frauen aus Sage-Haast, die jetzt das zehnjährige Bestehen ihres Spinnclubs feierten.

Alle 14 Tage mittwochs treffen sich von 15 bis 18.30 Uhr die neun Frauen bei Inge Eilers auf der Kamindiele. Es gibt Kaffee, Kuchen und Stuten. Es wird viel geschnackt und gelacht. „Ein Schnäpschen gehört auch dazu – und zum Schluss ein Gläschen Sekt”, so Heike Hermann.

Dabei surren die Spinnräder und verrichten ihre Arbeit. Es sind ganz alte, zum Teil aber auch neuere Modelle. Die Technik des Spinnens hat sich in all den Jahren aber kaum geändert.

Alles in Handarbeit

Die geschorene Schafwolle wird von den Frauen gewaschen und zum Krassen (Kämmen) zur Wollkämmerei in Huntlosen gebracht. Aus der so vorbereiteten Rohwolle werden dann die Garne gesponnen. Alles in Handarbeit. Anschließend wird die Wolle weiterverarbeitet.

„Die einen stricken daraus Westen und Pullover, die anderen weben daraus zum Beispiel Decken oder Teppiche“, erzählt Heike Hermann. Im Laufe der Zeit sind so schon viele schöne Handarbeiten entstanden.

Inge Eilers, die schon immer eine große Leidenschaft für die historischen Dinge hatte, gab vor mehr als zehn Jahren den Anstoß zur Gründung der Haaster Spinngruppe. „Das war mehr aus einer Sektlaune heraus“, erinnert sich die 81-Jährige Haasterin. Insgesamt waren es acht Frauen, später stieß noch eine weitere Hobby-Spinnerin hinzu. Zwei Haaster „Ureinwohnerinnen“ sind dabei, die anderen sind im Laufe der Jahre aus Berlin, dem Emsland, Schleswig-Holstein und dem Ammerland zugezogen.

Neben Inge Eilers und Heike Hermann treffen sich regelmäßig zum Spinnen auf der Kamindiele Elfriede Meyer, Inge Ahlers, Karin Bublitz, Bärbel Behrens, Hannelore Tillmann, Elke Geerken und Ursel Genske-Peters.

Seit Gründung der Gruppe im Januar 1999 wird über jedes Treffen und jede andere Unternehmung, wie Ausflüge, Hoffest, Besuche im Kindergarten oder Beteiligung an der Hochzeitsaktion am 7. 7. 2007 im „Spieker“ der Familie Eilers, Tagebuch geführt. Das hat bis jetzt Elfriede Meyer gemacht. Sie hat nach zehn Jahren diese Aufgabe an Elke Geerken abgegeben.

Jüngstes Mitglied ist 65

Das jüngste Mitglied ist zurzeit 65. „Gerne würden wir unsere Kenntnisse auch an Jüngere weitergeben“, so Heike Hermann. Interessierte könnten gerne einmal beim Spinnen vorbeischauen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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