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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Spitzname steht selbst unter Zinnkrug

29.05.2009

WILDESHAUSEN Das Amt des Schaffers hat viel Abwechslung ins Privatleben von Stefan Mahlstede gebracht. Aber eines ist geblieben: der Spitzname. „Jetzt sagen selbst schon die Offiziere „Malle“ zu mir“, berichtet der 41-jährige Bankkaufmann. Und weil er zu dem Spitznamen steht, wird er ihn auch auf den Degen und den Zinnkrug, der nur zur Offiziersversammlung am Dienstag vor Pfingsten auf den Tisch kommt, eingravieren lassen.

Keine Sekunde lang habe er es bereut, das Schafferamt anzunehmen. „Das war ein Hammerjahr“, zehren Mahlstede und Ehefrau Britta noch immer von den vielen Begegnungen. Und natürlich erinnert sich das Paar gern an den Pfingstdienstag zurück: Wachesoldaten, Trommler, Richter, Wahlmänner, Fähnriche, der Hauptmann der Wache und der Chef des Protokolls holten die Mahlstedes vom elterlichen Haus ab. Und dann Punkt 24 Uhr: die Proklamation auf dem Podest am historischen Rathaus.

Mahlstede ist seit 1986 Mitglied der Gilde. Regelmäßig marschierte er mit seinem Pfingstclub, der noch keinen Namen hat, aus. Auf den Papagoy hat er allerdings noch nicht angelegt. Als Junge habe er allein beim Kinderschützenfest bereits dreimal mitgeschossen. Mahlstedes Eltern Helmut und Klara sind in Wildeshausen keine Unbekannten: Helmut Mahlstede war viele Jahre aktives Mitglied im Wildeshauser Spielmannszug. Er freut sich mit dem Sohn: Als „Malle“ seinen neuen grünen Rock von Schneidermeister Clemens Rohenkohl in Vechta abholte, war der Vater natürlich gern mit dabei.

Das Gildejahr verging für den Schaffer wie im Flug: Mindestens zweimal pro Woche war Mahlstede im Einsatz. Er zählt zahlreiche Feiern bei anderen Vereinen, Ausflüge oder die Besuche mit König Uwe Reinking anlässlich der Geburtstage der Offiziere auf. Als Geschenk gab's von den beiden einen aufgesetzten Grappa. Das Duo harmonierte perfekt. „Das passte wie ein Sechser im Lotto“, beziehen Stefan und Britta Mahlstede ausdrücklich Heike Reinking mit ein. „Bislang kannte ich Uwe nur vom Fußball“, erzählt „Malle“. Beide Paare hätten – unabhängig von den Gilde-Aktivitäten – in den vergangenen Monaten viel gemeinsam unternommen. Auch die Unterstützung aus der Gilde für das schwere Amt sei immens gewesen. „Das ist eben ein top-geführter Verein“, zieht er Vergleiche zu namhaften mittelständischen Unternehmen.

Gleichwohl mussten Britta und Stefan Mahlstede einige Hobbys etwas zurückstellen. Das Motorrad wurde schon lange nicht mehr bewegt. Und der Fußball kam etwas zu kurz. „Zur neuen Saison würde ich gern in der 3. Mannschaft des VfL wieder einsteigen“, sagt Mahlstede. „Das fehlt mir doch etwas.“

Nun freue man sich auf das bevorstehende Gildefest und die neuen Herausforderungen. Von seinem Amtsvorgänger, Fähnrich Bernd Niester, hat Mahlstede bereits die „Aufgabenliste“ erhalten. Diverse Braunbiersorten wurden bei der Offiziersversammlung am Dienstag bereits kredenzt. Auch den neuen Papagoy für das Königsschießen hat Bernhard Kreienborg im Auftrag Niesters bereits geschmiedet. Darauf steht allerdings nicht „Malle“, sondern schlicht „S.Mahlstede“.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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