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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sportvereine suchen dringend Helfer

09.05.2017

Bookholzberg „Kaugummi“ ruft Annika Bodzian den Kindern zu. Die „Minis“ der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Grüppenbühren/Bookholzberg wissen genau, was zu tun ist. Fix rennen sie an die Seiten und pressen sich – wie ein Kaugummi – an die Hallenwände. Diese erweiterte Form des Spieleklassikers „Feuer-Wasser-Erde-Luft“ gehört zum Training des Handballnachwuchses in der Halle am Ammerweg. Den Trainingsplan hat Annika Bodzian erstellt. Die 20-Jährige absolviert seit vergangenem August ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport bei der HSG.

Freiwilliges Soziales Jahr im Sport in Ganderkesee

In der Gemeinde Ganderkesee gibt es laut ASC Göttingen von 1846, der Träger für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport in Niedersachsen ist, drei Vereine und eine Schule, die Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport anbieten oder dies planen.

HSG-Grüppenbühren/ Bookholzberg: Eine Stelle ist derzeit besetzt, ein Nachfolger ab 1. August wird gesucht.

TS Hoykenkamp: Eine Stelle ab 1. August ist bereits vergeben – bei geeignetem Bewerber richtet der Verein eine zweite Stelle ein.

TSV Ganderkesee: Derzeit gibt es zwei FSJ-Stellen, ab 1. August gibt es nur noch eine Stelle, diese ist aber bereits vergeben.

Oberschule Ganderkesee: Möglicherweise will die Oberschule ab 1. August eine Stelle einrichten, das ist aber noch nicht abschließend geklärt, teilt die Schule mit.

Annika Bodzian ist laut Allgemeinem Sport-Club Göttingen von 1846 (ASC), der anerkannter Träger für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport in Niedersachsen ist, eine von drei FSJlern im Sport in der Gemeinde Ganderkesee (siehe Infokasten). Die Bewerbungen richten Interessierte an die Vereine, angestellt sind die FSJler, die zwischen 17 und 27 Jahre alt sind, beim ASC. Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden pro Woche.

Kosten zu hoch

Ab 1. August benötigt die HSG dringend einen Nachfolger. „Wir sind nicht der einzige Verein, der dringend FSJler sucht“, sagt Dirk Maske, ehemaliger Jugendwart der HSG und Annikas Mentor. Für Berufstätige sei es schwierig, nachmittags Training anzubieten, hier seien FSJler ideal. Deshalb habe der Verein im vergangenen Jahr die FSJ-Stelle eingerichtet. Doch neue Bewerber gibt es bisher nicht.

Auch die Turnerschaft (TS) Hoykenkamp kennt das Problem. „Und wenn man dann welche gefunden hat, springen die plötzlich wieder ab“, schildert Burkhard Garmhausen, 1. Vorsitzender des Vereins. Vor fünf Jahren hat die TS Hoykenkamp den ersten FSJler eingestellt, es folgten drei weitere – in jedem Jahr einer. Doch im vergangenen Jahr hatte der Verein keinen geeigneten Bewerber gefunden. Aber in diesem Jahr fängt am 1. August ein neuer FSJler an. Der junge Mann sei Vereinsmitglied, berichtet Garmhausen. Falls sich ein weiterer geeigneter Bewerber oder eine Bewerberin melde, würde der Verein sogar eine zweite FSJ-Stelle schaffen.

Auch die HSG könnte eigentlich noch mehr FSJler gebrauchen, so Maske, das sei aber finanziell nicht zu stemmen. 430 Euro muss ein Verein für eine FSJ-Stelle pro Monat aufbringen, darin enthalten sind unter anderem 300 Euro Taschengeld für den Stelleninhaber sowie Versicherungen.

Nachfrage verschieden

Die Nachfrage sei recht unterschiedlich, teilt der ASC Göttingen mit. „In einigen Vereinen gibt es Mitglieder, die nicht wissen, was sie nach dem Abitur machen sollen, es gibt aber auch Jahrgänge, da gibt es wenig Interesse“, so eine ASC-Sprecherin.

„Bei uns kommt natürlich hinzu, dass der Bewerber Handball spielen sollte“, sagt Maske. Auch Annika Bodzian brachte diese Voraussetzung mit. Die Bookholzbergerin hat selbst schon bei den „Minis“ der HSG Handball gespielt. Bis heute ist sie aktiv. Derzeit spielt sie in der 1. Damenmannschaft. Auch vor dem FSJ hat sie schon die weibliche C-Jugend trainiert.

Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres trainiert Annika Bodzian neben den „Minis“ drei Jugendmannschaften, übernimmt die Betreuung bei Turnieren und bietet Handball-AGs in der Oberschule an der Ellerbäke, der Grundschule Bookholzberg sowie der Grundschule Schierbrok an. Zum FSJ gehören außerdem 25 Seminartage, an denen sie unter anderem die Jugendleiter-C-Lizenz erworben hat. Außerdem muss sie eine Seminararbeit abliefern. Hier hat die 20-Jährige im Februar ein Handball-Turnier organisiert.

Obwohl ihr die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen viel Spaß macht, möchte Annika Bodzian sich beruflich aber in Zukunft lieber der älteren Generation widmen: Die 20-Jährige plant, Dienstleistungswissenschaft mit Schwerpunkt Gerontologie zu studieren.

Bewerbungen für die HSG nimmt Dirk Maske unter Telefon  0170/9 62 00 87 oder unter d.maske@online.de entgegen.


Ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos/oldenburg-kreis 
Video

Sonja Klanke
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2742

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