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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Nach Kantersieg schnuppert Stenum Höhenluft

23.09.2019

Stenum Die Lobeshymnen sprudelten nur so aus ihm raus: Thomas Baake schäumte über vor Glück und lobte seine Bezirksliga-Kicker in den höchsten Tönen. Der Trainer des VfL Stenum erlebte einen nahezu perfekten Sonntagnachmittag, denn seine Elf schlug den hochgehandelten SV Wilhelmshaven klar mit 5:0 (3:0).

„Das ist eine Ansage von uns. Jetzt sind wir gleichauf mit Wilhelmshaven in der Tabelle – genau das war unser Ziel“, sagte Baake nach der hochklassigen Leistung seiner Schützlinge. Als Tabellenvierter schnuppert Stenum Höhenluft und möchte diesen Zustand auch weiterhin genießen. „Ich möchte das Gefühl entwickeln, Spitzenspiele zu bestreiten. Natürlich gibt es drei oder vier Teams in der Liga, die sich hohe Ziele gesteckt haben.“

Dazu gehört zweifellos auch der SV Wilhelmshaven. Die Jadestädter schlichen nach der Klatsche in Stenum mit gesenkten Köpfen frustriert vom Platz. „Das war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten“, monierte SVW-Teammanager Bastian Röben nach dem schwachen Auftritt seiner Auswahl.

Dabei zeigten die Gäste besonders in den ersten Minuten der Begegnung viel Offensivdrang und hätten mithilfe einer besseren Chancenverwertung auch in Führung gehen können. Stenum kam in der Phase ungeschoren davon – meldete sich dann aber mit einer ungeheuren Effizienz zurück: Dierk Fischer wurde beim 1:0 von Flankengeber Paul Fuhrken perfekt in Szene gesetzt. Fischer vollendete den tollen Angriff mit der etwas überraschenden Führung (12. Minute). „Das Tor fiel aus dem Nichts, es war aber ebenso wie alle anderen stark rausgespielt“, freute sich Trainer Baake.

Dem blieb nichts hinzuzufügen – die Zuschauer auf dem Stenumer Sportplatz durften noch vier weitere Male mit der Zunge schnalzen. Marten Michael setzte nach einer Ecke von Julian Dienstmaier einen Nachschuss zum 2:0 in die Maschen (18.). Bastian Morche schnappte sich vor dem 3:0 den Ball und lief allein auf SVW-Keeper Robin Krey zu. Dabei spielte der Stenumer auch den Schlussmann aus und musste die Kugel nur noch ins verwaiste Tor bugsieren. Nach nur 22 Spielminuten und drei erzielten Treffern innerhalb von zehn Minuten stand es also 3:0. Damit ging es auch in die Pause. Auch ein 4:0 wäre möglich gewesen, aber Waldemar Kelms Schuss aus 25 Metern streifte nur die Latte (26.).

Wilhelmshaven hatte zwar wesentlich mehr Ballbesitz als die Stenumer – glasklare Torchancen waren hingegen Mangelware. Dafür klingelte es auf der anderen Seite: Maximilian Klatte (69.) und Tom Geerken (84.) machten endgültig den Deckel drauf. Kurz vor dem Abpfiff hatte der völlig freistehende Fuhrken sogar noch das 6:0 auf dem Fuß (90.).

„Wir haben zum ersten Mal mit einer 4-1-4-1-Variante gespielt. Das Zusammenspiel der Mannschaft funktioniert momentan sehr gut. Gleiches gilt für das Zweikampfverhalten“, bilanzierte Baake. Aus einer homogenen VfL-Elf ragten der unermüdliche Morche und Fischer heraus.

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