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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Tänzer entwirren keltische Knoten

08.04.2013

Sandkrug Ausgelassen wirbeln die Tänzer übers Parkett, bilden blitzschnell Reihen und Kreise und lösen diese genauso plötzlich wieder auf. Was zunächst wie leichtes Chaos anmutet, folgt genau festgelegten Abläufen. Aus einfachen Figuren werden beim „Scottish Country Dance“ komplexe Muster, die Kleeblätter und keltische Knoten auf der Tanzfläche abbilden. Wie viel Spaß das macht, wurde jetzt in Hatten deutlich. Mehr als 100 Teilnehmer kamen zum Scottish Country Dance-Wochenende, dessen Höhepunkt der fulminante Ball am Sonnabend war. Tänze wie „The Banchory Reel“, „Fire in the Rye“ oder „Pines of Pitlochry“ wurden in der Aula der Waldschule in Hatten aufs Parkett gebracht.

Nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit bei den „Celtic Days“ in Hude sei der Ball so beliebt geworden, dass die Veranstaltung aus allen Nähten platzte, so Organisator Martin McWilliam. In diesem Jahr fand erstmals ein schottischer Ball in Hatten statt, künftig soll es jährlich einen geben. Aber auch der Ball bei den „Celtic Days“ laufe weiter, betont McWilliam.

Tagsüber studierten die Trainer Tobias Hünger aus Hude sowie Ian Brockbank und Patricia Houghton aus Schottland in drei Workshops neue Tänze ein. Unter den Teilnehmern war auch Hattens Bürgermeisterin Elke Szepanski.

Während die Tänzer an den Figuren feilten, übte Stefan Schatz mit Interessierten die Begleitung der Stücke. Abends standen nicht nur Christine Moos (Geige), Edwin Werner (Keyboard), Ilona Stitz (Flöte) und Stefan Schatz (Klavier) auf der Bühne, sondern auch die Workshop-Teilnehmer wie Henry Görgens, der die irische Rahmentrommel Bodhran spielt. „Es macht einfach Spaß“, sagt er, „vor allem, wenn die Leute dazu tanzen.“ Das taten sie am Sonnabend ausgiebig – im schottischen Kilt oder traditionellen Kleid, mit speziell geschnürten Tanzschuhen an den Füßen.

„Scottish Country Dance“ sei ein „gesellschaftsfähiger Flirt“, so Martin McWilliam, und intimer als Tango. „Sobald man den Funken gespürt hat, macht es unheimlich viel Spaß.“ Dabei geht es um das gemeinsame Miteinander, der Partner wechselt während des Tanzes häufig. Menschen jeden Alters machen mit, Einsteiger oder Erfahrene. „Einfache Tänze machen auch den Fortgeschrittenen Spaß“, weiß McWilliam.

Tobias Hünger leitete den Anfänger-Workshop. Der Huder tanzt seit April 2006 und befindet sich derzeit mitten in der Trainer-Ausbildung. Er liebt die klare Struktur der Tänze: „Man muss die festen Abläufe und wie Hieroglyphen anmutenden Diagramme schon mögen“, lächelt Hünger. Im Workshop arbeitete er an den Übergängen zwischen den verschiedenen Figuren, die zu immer neuen Tänzen kombiniert werden, und dem „Flirtmoment beim Tanzen“.

Einer der jüngsten Tänzer ist Raphael Stitz. Der Zehnjährige tanzt bereits seit vier Jahren und gehört zu den Fortgeschrittenen. „Es macht einfach Spaß“, sagt er. Dass seine Freunde eher Fußball spielen, stört ihn nicht. Neu dabei ist hingegen Marion Mahnke aus Delmenhorst, die seit Februar tanzt: „Es ist eine schöne Gemeinschaft, in der man einfach mitmachen kann“, freut sie sich. Weiter machen will sie auf jeden Fall, ihren Mann hat sie auch schon infiziert. Achim Mahnke wagte beim Tanzworkshop am Wochenende die ersten Schritte. „Wir haben gleich sechs Tänze gelernt, das hatte ich nicht erwartet“, sagt er. „Ich bleibe dabei.“

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