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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TSG-Abwehr entnervt besten Angriff

16.04.2012

SANDKRUG 85 Sekunden waren am Sonnabend in der Halle an der Schultredde in Sandkrug noch zu spielen. Henning Sohl, Trainer der Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug, nahm eine Auszeit. Ernste Worte musste er an seine Spieler nicht mehr richten. Und auch auf der gut besetzten Tribüne herrschte bereits Festtagsstimmung – zumindest unter den Anhängern der TSG. Die des Spitzenreiters TSV Bremervörde schauten betrübt drein, denn die Niederlage ihres Teams stand fest. Die Sandkruger führten mit 27:23. Sie krönten ihre ganz starke Vorstellung dann mit zwei weiteren Treffern zum 29:23 (13:11)-Erfolg.

Vor der Partie ging es noch gemütlich zu. Sohl plauderte, während sich die Spieler aufwärmten, auf der Auswechselbank entspannt mit TSV-Trainer Sasa Rajkovic. Mit dem Anpfiff war es mit der Gemütlichkeit allerdings vorbei. Beide Mannschaften agierten in 6:0-Abwehrformationen, in denen die Aktiven ausgesprochen engagiert zu Werke gingen. Kein Angreifer bekam einen Wurf geschenkt. Den besseren Start erwischten die Gäste, weil die Sandkruger in der Offensive zunächst Nervosität zeigten. Fünfmal scheiterten sie in den ersten neun Minuten an TSV-Torwart Jan Mühlich – zweimal von der Siebenmeterlinie. Einen weiteren Siebenmeter hatte Fabian Knieling an die Latte geknallt. Zudem waren zwei TSG-Angriffe mit technischen Fehlern zu Ende gegangen.

Trotzdem lag die Mannschaft nicht schon aussichtslos zurück, da sie glänzende Abwehrarbeit leistete. Der Mittelblock mit Björn Schilke und Robert Langner agierte defensiv. Auf den Halbpositionen gingen Florian Smarsli (links) und Boris Bruns nur etwas offensiver zur Sache. Die Außen Mirko Menkens und Sebastian Rabe blieben wieder defensiver. So baute die TSG ein Bollwerk auf, das den besten Angriff der Liga regelmäßig aufhielt. Nach neun Minuten stand es nur 3:4. Mit jedem Ballgewinn nahmen die Sandkruger dann mehr Selbstbewusstsein mit in den Angriff. Langner stellte mit dem ersten verwandelten Siebenmeter den Ausgleich (8:8, 19.) her, Schilke brachte die TSG zum ersten Mal nach vorn (9:8, 21.). Bis zum Schlusspfiff geriet sie nicht mehr in Rückstand. „Wir wollten in der Mitte ganz defensiv decken. Das haben die Jungs perfekt gespielt“, lobte Sohl. Vor allem die für die TSV-Offensive entscheidende Achse mit Spielmacher Adnan Salkic und Kreisläufer Robert Hölling nahmen die Sandkruger so aus dem Spiel. Salkic warf zwar 14 Tore (8 Siebenmeter), Hölling kam aber nur auf einen Treffer. Angenehmer Nebeneffekt war, dass auch die Halb- und Außenspieler des TSV nicht wie gewohnt zum Zug kamen.

Zur Pause lag die TSG mit 13:11 vorn. Und sie machte nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo sie in den ersten 30 Minuten aufgehört hatte. Sie überzeugte als Mannschaft. Dazu gehörten auch die Ersatzspieler, die von der Bank aus jede gelungene Angriffs- oder Abwehraktion bejubelten und ihre Mitspieler nach Fehlern anfeuerten. Von ihnen bekam übrigens außer Fabian Knieling, der wichtige Tore warf, keiner nennenswerte Spielzeit.

Die überragende Abwehrarbeit der Sandkruger entnervte den TSV: Er machte immer mehr Fehler im Spielaufbau, so dass die TSG auf die Siegerstraße stürmte. Der herausragende neunfache Torschütze Smarsli sorgte dabei für die Glanzlichter. Mit seinen Würfen von Außen trieb er TSV-Torwart Mühlich zur Verzweiflung, mit seinem Kempa-Treffer zum 22:17 (47.) auf Pass von Langner verwandelte er die Halle zum ersten Mal in ein Tollhaus.

Der TSV bäumte sich aber gegen die drohende Niederlage auf. Er warf vier Tore in Folge (22:21, 52.). Doch die TSG-Abwehr nahm den Gästen dann wieder den Spaß am Ballbesitz. Das lag auch an Torwart Jan-Peter Steffens, der immer dann zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde. Die gewonnen Bälle veredelten die stark auftrumpfenden Rabe und Langner. Die Sandkruger setzten sich wieder ab (26:23, 57.). Nachdem Knieling das 27. TSG-Tor geworfen (58.) und Steffens einen TSV-Wurf pariert hatte, konnte Sohl sorgenfrei die Auszeit nehmen, in der er die letzten erfolgreichen Spielzüge ansagte – darunter ein weiterer Kempa-Trick, den Langner zum 29:23 abschloss.

Sohl, der mit seinem Team den achten Sieg in Folge feierte, blickte nach der Partie nach vorn. „Ich werde auf die Euphoriebremse treten müssen“, sagte er. Am Sonnabend ist die TSG beim Zehnten, der HSG Bützfleth/Drochtersen, zu Gast. Das Spiel werde eine schwere Aufgabe, in dem die Erfolgsserie nur mit der selben Einstellung wie in der Partie gegen den TSV fortgesetzt werden könne.

TSG Hatten-Sandkrug: Steffens, H. Bruns (1 Siebenmeter) – Kirschen, Knieling 3, Rabe 6, Wenholz, B. Bruns, Menkens 1, Stein, Schilke 4/2, Smarsli 9, Langner 6/1.

TSV Bremervörde: Mühlich (1.-56.), Alpers (ab 56.) – Meyn 2, Winter 3, Hölling 1, Grote, Rode, Brunkowski 2, Salkic 14/8, Usedal 1.

Siebenmeter: TSG 6/3, TSV 8/8.

Zeitstrafen: TSG 4, TSV 5.

Rote Karte: Hölling (60., 3. Zeitstrafe.

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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