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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TSG gewinnt das Derby

14.05.2012

SANDKRUG Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt hatten den Knoten des Seils am schon so oft beschworen Sack mit den zwei Punkten, die am Sonnabend in ihrem Gastspiel beim Landkreis-Nachbarn TSG Hatten-Sandkrug vergeben wurden, schon fertig. Die Schleife bekamen sie aber nicht mehr zusammen, so mussten sie sich mit 25:26 (13:10) geschlagen geben und beendeten die Saison auf Rang fünf. Die TSG verteidigte ihren vierten Platz.

TVN zu Beginn ganz stark

Die gastgebenden TSG-Spieler begannen genau in der Situation kräftig am anderen Ende des Seils zu ziehen, als sie schon geschlagen schienen. Mit 4:10 lagen sie hinten, als sich ihr Kreisläufer Boris Bruns wegen eines Fouls seine zweite Zeitstrafe einfing und aus Frust über die Entscheidung an der Ersatzbank eine Wasserflasche zu Boden warf. Folgerichtig verlängerten die Schiedsrichter Markus Richter und Thomas Determann (Hasbergen, Bissendorf) die Strafe um zwei weitere Minuten: Für Bruns war die Partie in der 17. Minute zu Ende, sein Team musste vier Minuten lang in Unterzahl spielen. Viel sprach nicht mehr für die TSG. „Vielleicht haben die Spieler eine Trotzreaktion gezeigt“, überlegte TSG-Trainer Henning Sohl. Seine Mannschaft, der bis dahin weder in der Abwehr noch im Angriff sonderlich viel gelungen war, fand plötzlich ins Spiel, während die Neerstedter etwas aus dem Rhythmus kamen. Die Sandkruger überstanden nicht nur die Zeitstrafe ohne Schaden (5:11), sondern machten aus einer bis dahin sehr einseitigen eine spannende Partie. Nur noch zwei Treffer gelangen dem TVN bis zur Pause, der TSG fünf.

Die Neerstedter waren mit einer 3:3-Abwehr ins Spiel gestartet. Drei Abwehrspieler griffen den TSG-Rückraum weit vor der Neunmeterlinie an. Kamen die Sandkruger zu einem Freiwurf, formierte sich der TVN-Abwehrblock zu einer nicht ganz so offenen 3-2-1-Formation um. Das brachte die TSG aus dem Tritt. Die Neerstedter nutzten ihre Ballgewinne zu überlegt ausgespielten Angriffen und hatten alles im Griff (7:3, 10.)

TSG-Trainer Sohl reagierte. Er begann mit kräftigen personellen Umbaumaßnahmen. Unter anderem übernahm Fabian Knieling von Robert Langner lange die Spielgestaltung. Diese zeigten langsam, aber sicher Wirkung in der Offensive, vor allem aber in der Defensive. Diese erreichte nach der 17. Minute mit dem eingewechselten guten Torwart Hendrik Bruns das Format, das der TSG in den Monaten zuvor eine zehn Spiele währende Siegesserie eingebracht hatte.

Spannende Schlussphase

Allerdings hielt der TVN sein Niveau auch nicht. Er war zwar mit den zuletzt fehlenden Tim Schulenberg, Malte Grotelüschen und Andre Willmann angetreten, doch von ihnen stand nur Willmann länger als acht Minuten auf dem Feld. „Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn sie topfit gewesen wären“, überlegte TVN-Trainer Dag Rieken nach dem Schlusspfiff. Ohne dass er denen, die die Partie bestritten hatten, einen Vorwurf machte. „Ich bin mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden, aber mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich zufrieden“, sagte er. „Es waren Nuancen, die entschieden haben. Uns fehlte in der entscheidenden Phase vorn ein kühler Kopf.“

In einem mäßigen, aber umkämpften Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten, es mit der Härte erfreulicherweise aber auch nicht übertrieben, begann diese entscheidende Phase Mitte der zweiten Halbzeit. Bis dahin verteidigte der TVN seinen Drei-Tore-Vorsprung (19:16, 46.). Doch innerhalb von fünf Minuten glich die TSG aus. Langner sorgte für den zweiten Gleichstand in der Partie (20:20). Anschließend ging es in der hektischen Schlussphase darum, wem die entscheidenden Fehler unterlaufen: den Neerstedtern. Sie beendeten in der 59. Minute zwei Angriffe in Folge erfolglos. Schilke, mit acht Treffern bester Werfer des Spiels, und Marco Hoffmann rissen dem TVN mit den Toren zum 26:24 das Seil endgültig aus den Händen. „Das, was die Jungs in den letzten fünf, sechs Minuten gespielt haben, war aller Ehren wert“, lobte Sohl. „Wir sind Vierter. Damit haben wir unser Ziel erreicht.“

TSG Hatten-Sandkrug: Steffens (1.-18.), Bruns (ab 18.) – Carstens 3, Kirschen 1, Knieling, Rabe 7/5, Wenholz, Bruns, Menkens 2, Hoffmann 1, Stein, Schilke 8, Smarsli 1, Langner 3.

TV Neerstedt: Sawicki (1.- 54.), Hoffmann (ab 54.) – Willmann 3, Carsten-Frerichs 2, Goyert 1, Freese, Schulenberg 7/7, Timmermann, Schützmann 4, Kolpack 6, Müller, Malte Kasper, Marcel Kasper 2, Müller.

Zeitstrafen: TSG 5, TVN 6.

Rote Karte: Bruns (17., 3. Zeitstrafe.)

Siebenmeter: TSG 6/5; TVN 7/7.

Florian Smarsli (TSG-Linksaußen): „Unsere gute kämpferische Einstellung hat den Ausschlag gegeben. Wir haben total schlecht angefangen. Doch wir hatten uns vorgenommen, dass wir, egal was passiert, nicht aufstecken. Wichtig war, dass wir zur Halbzeit nur noch mit drei Toren hinten lagen. Da wussten wir: Es geht noch etwas. Das war eine geschlossene Teamleistung.“

Bastian Carsten-Frerichs (TVN-Rechtsaußen): „Die Quote der technischen Fehler war zu hoch. Wir hatten nach der 45. Minute zu viele unnötige Ballverluste. So war das Spiel dann offen. Und in den letzten Minuten haben wir dann die zwei Fehler gemacht, die zu viel waren.“

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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