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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

TSV schöpft wieder Hoffnung

01.04.2014

Ganderkesee Überraschung im Landesliga-Derby: Die stark abstiegsbedrohten Handballer des TSV Ganderkesee haben die fünftplatzierte HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit viel Herz und Leidenschaft 30:22 (15:9) geschlagen. Der TSV darf sich damit weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. „Ich bin sehr glücklich über den Erfolg. Das zeigt mir auch, dass sich die Mannschaft noch nicht aufgegeben hat“, sagte TSV-Trainer Jörn Franke nach dem Spiel.

Die etwa 200 Zuschauer in Ganderkesee sahen zwei engagierte Mannschaften. Eigentlich waren die Gäste als Favoriten angereist, konnten ihrer Rolle aber nie gerecht werden. TSV-Spieler Michael Uken nahm den gegnerischen Spielmacher Marcel Behrens von Beginn an in kurze Deckung. Mit Erfolg: Die HSG-Offensive konnte sich nicht entfalten. Besonders im ersten Abschnitt blieb sie deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. TSV-Torhüter Marco Brandt war mit insgesamt achtzehn abgewehrten Würfen überragender Mann auf dem Feld. „Er hat uns mit seinen Paraden viel Kopfzerbrechen bereitet“, lobte HSG-Trainer Sven Engelmann den gegnerischen Keeper.

Auf der anderen Seite hebelten die Ganderkeseer mit schnellen Kombinationen die HSG-Deckung immer wieder aus und kamen durch Uken und Sören Laurus aus dem Rückraum sowie über Außenspieler Benjamin Heinze zu sehenswerten Treffern. So hatte Ganderkesee einen glänzenden Start und legte schnell ein 6:2 (9.) vor. Kurz darauf hielt Brandt einen Strafwurf von Marcel Behrens und auch den Nachwurf parierte er souverän. In der Folgezeit traf der TSV nacheinander viermal Latte oder Pfosten, die abgeprallten Bälle verwandelte die HSG per Konter durch Biedermann, Voigt (2) und Pintscher zu einfachen Toren und war plötzlich beim 7:8 (14.) wieder im Spiel. Rechtzeitig fand der TSV aber wieder in die Spur und setzte sich durch gutes Kombinationsspiel wieder auf 12:7 ab . Dieser Vorsprung hielt auch bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel setzte Ganderkesee das konzentrierte Spiel fort und hatte den Gegner dabei weiterhin gut im Griff – und das, obwohl Abwehrchef Andreas Kirsch­ning bereits nach fünf Minuten in der zweiten Hälfte verletzt vom Platz musste und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Die Mannschaft kämpfte leidenschaftlich weiter und baute den Vorsprung schließlich sogar auf zehn Tore aus (20:10/42.). Nach einem Treffer von Heinze von der rechten Außenbahn zum 25:16 war die Partie fünf Minuten vor dem Ende bereits entschieden. Franke lobte anschließen besonders Carsten und Sören Laurus, „die ohne Training einfach in die Bresche gesprungen sind und eine tolle Leistung abgeliefert haben“. Sein Gegenüber Sven Engelmann sah den Grund für die Niederlage vor allem in der „hilflosen“ Offensive: „Wir haben gerade im Angriff viel zu wenig Druck gemacht und es dadurch Ganderkesee recht leicht gemacht, in der Deckung sicher zu agieren.“

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