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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Ungar ist „Kavalier der Lüfte“

21.11.2006

VIELSTEDT VIELSTEDT - Mit dem Oldenburger Friedrich Ernst Willi Ungar wurde am Freitagabend im „Vielstedter Bauernhaus“ beim traditionellen Fliegerabend ein Mann mit dem Preis „Kavalier der Lüfte“ ausgezeichnet, der nach den Worten von Altbürgermeister Gerold Pflug auf zwei fliegerische Karrieren, zunächst als Pilotenausbilder und Kampfflieger bei der Luftwaffe und dann 27 Jahre lang als Flug- und Navigationslehrer, zurückblicken kann.

Ungar ist der 40. Träger des 1967 vom früheren Huder Flugkapitän Gerd Achgelis gestifteten Wanderpreises, den ihn Pflug als Vorjahrespreisträger überreichte. Zu dem jährlich im November stattfindenden geselligen Fliegerabend begrüßte Organisator Rolf Vahlenkamp (Westerstede) 48 Teilnehmer (darunter zwei Frauen) aus dem gesamten norddeutschen Raum von Berlin bis zum Ruhrgebiet.

Pflug skizzierte in seiner Laudatio die fliegerische Laufbahn des 1920 im Vogtland geborenen Ungar, der schon als „junger Bengel“ zur Segelfliegerei gekommen sei, aber selbst noch nicht fliegen durfte. Doch bereits mit 17 Jahren sei er aktiver Segelflieger geworden. 1938 habe sich der jetzige Preisträger freiwillig zum Militär gemeldet. Zwei Jahre später sei er zur Flugzeugführerschule in Klagenfurt gekommen, wo neben seinem großen fliegerischen Talent seine hohen pädagogischen Fähigkeiten erkannt worden seien.

Ungar habe sich im August 1943 zum Fronteinsatz mit dem norddeutschen Raum und Holland als Einsatzstationen gemeldet. Nach dem Kriege sei Oldenburg zur neuen Heimat des gelernten Kaufmanns geworden.

1958 habe Ungar im heutigen Club der Flieger eine Flugzeugführerschule gegründet, deren erster Leiter er 17 Jahre lang gewesen sei. Mehr als 200 Flugschüler hätten in dieser Zeit das „Rüstzeug für den sicheren Umgang mit dem Flugzeug in der Luft“ erhalten. Als der Flugplatz Oldenburg-Hatten gebaut wurde, sei Ungar aktiv dabei gewesen. Im März 1966 habe er dort den ersten Start durchgeführt.

Wie Pflug abschließend betonte, blicke „unser Kavalier“ hoch dekoriert 86-jährig auf ein „außerordentlich erfolgreiches Fliegerleben“ zurück. Er sei 1980 vom Deutschen Aero-Club mit dem Leistungsabzeichen der FA1 für Motorflug in Gold und 1985 mit der Ehrennadel in Gold des Aero-Clubs ausgezeichnet worden. Pflug, der den Wanderpreis an den neuen Preisträger weitergab, bekam von Rolf Vahlenkamp einen (kleineren) Erinnerungspreis überreicht.

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