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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Vom gewagten Ritt durchs Wasser

13.05.2015

Höven Auf dem Hof Schierhold in Höven herrscht bereits am Morgen geschäftiges Treiben. Pferde wiehern und galoppieren über die angrenzenden Weiden. Nur wenige Meter entfernt und doch weit weg vom Trubel liegt ruhig der ganze Stolz der hiesigen Reitergemeinde: ein Vielseitigkeitsplatz.

„Die Hövener Jugend wollte gerne Vielseitigkeit trainieren“, blickt Gerd Dannemann auf die Anfänge zurück. „Wir haben uns dann mit ehemaligen Vielseitigkeitsreitern zusammengesetzt“, sagt Hajo Schierhold. Neben den beiden floß auch das Wissen der früheren Profireiter Friedhelm Laumann und Jörn Bittner in die Planung ein. „Wir haben im Winter 2013/14 angefangen zu bauen – in Eigenregie“, meint Schierhold.

Die Aufgabe: eine rund 2,5 Hektar große Wiese mit leichtem Gefälle in einen Vielseitigkeitsparcours zu verwandeln. „Es gibt bestimmte Anforderung“, erklärt Dannemann. „Wasser, tiefer Graben, Wellenbahn und Treppe müssen vorhanden sein“, weiß der 56-jährige Huntloser und deutet auf die verschiedenen Hindernisse, die in die Natur integriert sind. Auch ein Teil des anliegenden Waldes wurde genutzt, insgesamt gibt es 16 Hindernisse.

„Der Sport stand lange in der Kritik“, meint Schierhold. Doch beim Nachwuchs werde vor allem der Stil beurteilt. „Wir wollen den Kindern ein ruhiges und besonnenes Reiten vermitteln“, sagt der 46-Jährige Hövener. Das benötige viel Übung, fügt Dannemann hinzu. Der Fokus liege auf der richtigen Temporegulierung sowie dem Gefühl fürs Gleichgewicht. Und: „Wir legen mehr Wert auf ein gleichmäßiges Tempo.“ Zu schnelle oder hektische Kinder oder riskante Reitweisen würden sie durchaus stoppen.

„Die Vielseitigkeit fordert viel von Reiter und Tier“, sagt Dannemann. Vor allem mehr Kondition sei gefordert. Deswegen gebe es – auch aus Sicherheitsgründen – neben einer Theorie- und einer Verfassungsprüfung des Pferdes auch einen Lauftest für die Kinder und Jugendlichen, um ihre Ausdauer zu testen.

Das schwerste Hindernis ist das Wasser – der zentrale Punkt. „Dort ist es laut, nass und glitschig“, weiß Dannemann. „Wir arbeiten immer weiter an dem Parcours, bauen ihn um, fügen neue Hindernisse hinzu oder entfernen ältere – die Ansprüche werden höher an den Reiter.“

Stolz zeigen die beiden Organisatoren der hier stattfindenden Turniere auf das neueste Hindernis: eine Hohlwegkombination. „Da sind zwei Sprünge und ein Graben kombiniert“, erklärt Dannemann die Schwierigkeit. Er hat bereits das nächste Projekt im Auge: „Wir wollen einen Trakehnergraben, also einen breiteren Graben mit variabler Höhe, bauen.“

Die vielen Ideen kommen ihm beim Besuch anderer Turniere oder auch aus seiner aktiven Zeit: „Man hat viel gesehen.“ Sein Traum: ein „Eulenloch“ im Wald – ein kreisförmiges Hindernis, das rings herum mit Laub verziert ist. Sicherlich wird auch dieses bald umgesetzt von den kreativen Köpfen des Vielseitigkeitsparcours in Höven.

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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