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Benefizspiel Werder Gegen Leipzig: Feststimmung in Wildeshausen – mit traurigem Hintergrund

10.10.2015

Wildeshausen Der Hintergrund ist tragisch, dennoch feierten 4500 Besucher am Freitagnachmittag ein Fußballfest am Krandel. Mit Werder Bremen und RB Leipzig standen erstmals zwei Profiteams in Wildeshausen auf dem Platz.

Hintergrund für das Benefizspiel: Drei Mitarbeiter der Wildeshauser Firma „Private Greens“ verunglückten Anfang August mit ihrem Wagen auf dem Weg nach Leipzig (die NWZ  berichtete). Ein Monteur kam dabei ums Leben, zwei wurden verletzt. RB-Trainer Ralf Rangnick, der gute Kontakte zu der Firma aus Wildeshausen pflegt, hatte sofort die Idee eines Benefizspiels in der Länderspielpause.

Und so standen sich nun die beiden Teams aus der ersten und zweiten Bundesliga ohne ihre A- und Junioren-Nationalspieler gegenüber.

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Auch wenn Superstar Claudio Pizarro deshalb fehlte, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Bereits um 15 Uhr standen Hunderte Fans vor den Toren. Viele Kinder warteten auf die Busse der Profis, um Autogramme zu ergattern. Doch sie wurden zunächst enttäuscht. Vor dem Spiel gab es keine Unterschriften, wortlos eilten die Profis in die Kabinen. Erst nach Spielschluss kamen Autogrammjäger auf ihre Kosten.

VfL-Vorsitzender Wolfgang Sasse, der das Spiel organisiert hatte, zeigte sich begeistert. „Das ist schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass wir hier so ein Fest erleben.“ Am 29. Mai hatte sein VfL im Aufstiegskrimi gegen Delmenhorst für ein volles Haus am Krandel gesorgt. Auch diesmal war die 1. Mannschaft des VfL mit dabei, jedoch als Ordner. „Da hat man schon Gänsehaut, weil man sofort ans Aufstiegsspiel denkt“, meinte Torwart Sebastian Pundsack.

Von vielen Kindern beneidet wurden die Mitglieder der F-Jugend des VfL und von Grün-Weiß Kleinenkneten. Die Jungs durften als Einlaufkinder mit den Profis an der Hand auf das Feld laufen.

Einer, der in den vergangenen Tagen am meisten zu tun hatte, war Platzwart Uwe Kricke. Eine Woche lang hatte er sich mit Helfern um die Aufbereitung des Platzes gekümmert. Auch in der Halbzeitpause wurde das Grün präpariert.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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