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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Hier kann man sich den Traum vom Fliegen erfüllen

17.07.2017

Ganderkesee Einen Simulator gibt es am Flugplatz in Ganderkesee. Aber auch echte Maschinen gibt es: 70 sind fest am Flugplatz beheimatet – und auch seine Lizenz kann man hier erwerben. Obwohl es „die“ Lizenz in dem Sinne nicht gibt. Wie beim Führerschein für Pkw gibt es verschiedene Unterteilungen, die bestimmen, welche Art von Maschinen man fliegen darf.

Da sich verschiedene Flugschulen am Flugplatz Ganderkesee angesiedelt haben, können Flugbegeisterte, teilweise schon als Jugendliche, verschiedene Lizenzen erwerben. Doch zunächst steht die Entscheidung für die Kategorie an: Motorflug, Segelflug, Tragschrauber sowie Ultraleichtflieger oder schnell nach unten mit dem Fallschirm.

Mal eben schnell zu den Ostfriesischen Inseln fliegen? Das ist mit kleinen Motorflugzeugen wie Cessna ohne große Probleme möglich. „Viele nutzen Ganderkesee als Startpunkt für eben solche Flüge“, weiß Jochen Klein vom Flugplatzbetreiber Atlas Airfield GmbH.

Flieger- und Springer-Ausbildung in Ganderkesee

Die AAG-Flight Academy ist die flugplatzeigene Flugschule in Ganderkesee. Ausbildungsleiter ist Thomas Beyer, Telefon   04222/ 9479896, thomas.beyer@atlas-airfield.de.

Segelflieger werden in Ganderkesee vom Luftsportverein Hude e.V. ausgebildet. Die Ausbildung kann mit 14 Jahren begonnen werden.

   

Für Ultraleichtflieger und Tragschrauber ist das Ultraleichtflugzentrum zuständig. Die Ausbildung für die Sportpilotenlizenz kann mit 16 Jahren begonnen werden.

   

Auch der freie Fall kann gelernt werden. Die Fallschirmsprungschule „YourSky Luftsport“ hat dafür in Ganderkesee einen Sprungplatz mit eigener Ausrüstung, eigenen Flugzeugen und Tandemmastern. Die Ausbildung kann hier ebenfalls mit 16 Jahren begonnen werden.

   

   www.lsv-hude.de

   www.ultraleichtflugzentrum.de

   www.yoursky.de

Die fliegerische Freiheit, die für kleine Flugzeuge gilt, reizt auch Hendrik Rackl. „Einfach losfliegen ist schon toll“, schwärmt der 21-Jährige. Natürlich gelten auch in der Luft bestimmte Regeln, aber man sei trotzdem außerhalb von bestimmten Zonen relativ frei in der Wahl der Route, bestätigt Jochen Klein

Nun darf aber nicht jeder, der einen Flugschein hat, gleich mit einer Boeing abheben. „Für Privatpiloten gibt es zwei Möglichkeiten“, erklärt Lasse Steinmeier, der gerade seinen PPL(A)-Schein macht. PPL(A) steht für „private pilot license (aeroplane)“, was übersetzt so viel bedeutet wie „Privatpilotenlizenz – Flugzeug“. Diese Lizenz wird von vielen gewählt, weil sie später auch den Weg in die berufliche Laufbahn als Verkehrspilot erleichtert. Eine Option, die sich Lasse, der gerade eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik macht, gerne offenhalten würde.

Im Gegensatz dazu interessiert sich Hendrik, der gerne den „Young Pilot Award“, die Nachwuchsförderung der in Ganderkesee ansässigen AAG Flight Academy, gewinnen möchte, erstmal für die etwas „kleinere“ LAPL-Lizenz. Die Abkürzung steht für „Light Aircraft Pilot Licence“, also die Pilotenlizenz für leichte Flugzeuge.

„Nicht so schwere Flieger, nicht so viele Personen und weniger Theorie“, fasst Lasse Steinmeier die Unterschiede zwischen den beiden Lizenzen zusammen. Die Ausbildung ist trotzdem umfangreich – und kann direkt in Ganderkesee oder per Fernlehrgang absolviert werden. In den Schulungsräumen am Flugplatz finden bis zu 20 Flugschüler Platz.

Zur Theorie gehören die Themenbereiche Wetterkunde, Flugzeugtechnik, Aerodynamik, menschliches Leistungsvermögen, Navigation, Luftrecht sowie das „Verhalten in besonderen Fällen“ wie Motorausfällen. Hinzu kommen bei den beiden Lizenzen noch das Sprechfunkerzeugnis und für die PPLA-Lizenz noch eine erweiterte Navigationsprüfung (Funknavigation). 110 Theoriestunden müssen für beide Lizenzen geleistet werden, hinzu kommen ungefähr 30 Stunden für das Sprechfunkerzeugnis. „Das kann man in Deutsch oder in Deutsch und Englisch ablegen“, erklärt Lasse Steinmeier. Er habe gleich beide Sprachen gemacht, „sonst kann man noch nicht einmal in die Niederlande fliegen.“

„Man absolviert schon während der Ausbildung seinen ersten Solo-Flug“, erklärt Jochen Klein. Insgesamt braucht man 45 bzw. 30 Flugstunden. Natürlich muss man aber, um die Ausbildung überhaupt antreten zu können, flugtauglich sein. „Eine medizinische Untersuchung ist Pflicht“, so Lasse Steinmeier. Erst müsse man zum Augen- und danach noch zum Flugarzt. „Wenn es keine Besonderheiten gibt, ist die Untersuchung dann fünf Jahre gültig.“


Mehr Infos zur Flugausbildung unter   www.flugplatz-ganderkesee.de 

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