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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

„Junge Wilde“ geben auf dem Rasen Gas

23.08.2019

Wardenburg Nach Tabellenplatz sechs in der vergangenen Saison hat es bei den Fußballern des VfR Wardenburg im Sommer einen etwas größeren Umbruch gegeben. Während einige etablierte Spieler wie Thorben Engelbart, Finn Albertzarth, Sven Hörnlein oder Carsten Feist den Kreisligisten verlassen haben, kamen die Verstärkungen zumeist aus den eigenen Reihen – und dabei gleich vier aus der A-Jugend. Dennoch drehte das Team von VfR-Trainer Sören Heeren nach der ernüchternden Auftaktniederlage gegen Meisterschaftstopfavorit SV Atlas Delmenhorst II (1:8) zuletzt gewaltig auf und nistet sich nach drei Siegen hintereinander zunächst einmal als Verfolger der Spitzenteams auf dem vierten Tabellenplatz ein.

„Wenig Aussagekraft“

„Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen“, zieht Heeren ein positives Resümee der noch jungen Saison , stellt im gleichen Atemzug aber auch klar: „Die drei Siege haben zum aktuellen Zeitpunkt noch genauso wenig Aussagekraft wie die Pleite gegen Atlas.“ Gerade das 1:8 gegen die Delmenhorster am ersten Spieltag will Heeren gar nicht so hochhängen, denn die Oberliga-Reserve des SV Atlas ist für ihn der Titelanwärter schlechthin. „Die sind dieses Jahr das Maß aller Dinge. Wenn sie mit dieser Mannschaft durch die Saison kommen, holen sie 90 Punkte.“

Die eigene Zwischenbilanz stellt den 30-Jährigen bislang zufrieden. Die Umstellung des Spielsystems klappt ebenso gut wie die Integration der neuen Spieler. Gerade die „jungen Wilden“ geben hier momentan richtig Gas – und bereiten dem Trainer Spaß. „Wir setzen jetzt mehr auf Konter, das kommt gerade den unheimlich schnellen Spielern wie Lennart Schönfisch, Nino Oeltjebruns oder Sebastian Vogelsang entgegen“, erklärt der VfR-Coach.

Dabei bedankten sich die Youngster – Schönfisch und Oeltebruns (beide 19 Jahre) – schon mit einigen Toren: Schönfisch traf bereits fünf Mal, Oeltjebruns kommt auf vier „Buden“. „Ich fühle mich wohl in der Mannschaft und wurde bereits letztes Jahr super aufgenommen“, erzählt Schönfisch, der schon in der vergangenen Saison als A-Jugendlicher mit Doppelspielrecht für die erste Herren der Wardenburger auflief.

Gutes Mannschaftsklima

Damit bestätigt der 19-Jährige das gute Mannschaftsklima, das der Trainer ebenso hervorhebt. „Wir haben einen super Zusammenhalt, machen auch viel neben dem Platz zusammen“, betont Heeren. So wurde beispielsweise am vergangenen Wochenende der Einstand des neuen Torwarttrainers Michael Nitsche gefeiert – und 20 Spieler des Kaders waren dabei. „Für uns war es wichtig, wieder einen Torwarttrainer zu installieren, da wir über zwei ganz junge Keeper verfügen“, erklärt Heeren. In die Fußstapfen des bisherigen Gespanns Thorben Engelbart (TuS Obenstrohe) und Jannic Linde (Fußballpause) traten Dominik Nitsche (21 Jahre/SW Oldenburg) und Jonas Hanken (20/zweite Mannschaft). „Beide machen sich gut“, lobt der VfR-Coach sein neues, junges Torwart-Duo.

Große Stücke hält Heeren außerdem auf Maurice Harr. „Er hat ein wahnsinniges Potenzial und ist sehr weit für sein Alter“, sagt der Trainer über den A-Jugendlichen, der in der Vorbereitung schon häufiger das Wardenburger Spiel ankurbelte. Harr fehlte zu Saisonbeginn urlaubsbedingt, steht mittlerweile aber wieder zur Verfügung. „Wir wollen ihn aber nicht verheizen, Priorität soll die A-Jugend-Bezirksliga haben.“

Polnischer Glücksgriff

Neben den „jungen Wilden“ freut sich Heeren aber auch darüber, einen gestandenen Spieler hinzugewonnen zu haben. Mit Lukasz Jarosiewicz schloss sich ein ehemaliger polnischer Erstligaspieler den Wardenburgern an. „Alterstechnisch passt er eigentlich bei uns ja gar nicht rein“, schmunzelt Heeren. Aber fußballerisch sei der 38-Jährige ein Glücksgriff. „Er ist zwar derzeit nicht fit genug für 90 Minuten. Aber wenn er die Pille hat, sieht man, dass er schon höher gespielt hat. Er verfügt über eine hohe Ballkontrolle und führt die jungen Leute“, sagt der VfR-Trainer.

In Wardenburg haben sie sich vor der noch jungen Saison – auch aufgrund der personellen Rotation – bewusst keinen Druck gemacht. „Wir wollen guten Fußball spielen und schauen, was dabei rumkommt. Nach zehn Spieltagen wissen wir, wo es lang geht“, formuliert Heeren das Ziel. Dabei dürfte auch das bevorstehende Heimspiel gegen den Harpstedter TB an diesem Freitag (19.30 Uhr) ein Stück weit richtungsweisend sein. „Harpstedt muss man immer auf dem Zettel haben“, sagt Heeren über das Team seines Trainerkollegen Jörg Peuker. Harpstedt, in der Vorsaison immerhin Tabellenvierter, hat in dieser Serie erst zwei Einsätze bestritten (1:1 gegen Munderloh, 3:0 bei TV Falkenburg). „Wir setzen auf unseren Heimvorteil und wollen drei Punkte holen. Harpstedt ist für mich aber eine der spielerisch stärksten Mannschaften in dieser Liga. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“, blickt Heeren voraus.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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