• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

In 14 Jahren an KSB-Spitze viel bewegt

25.09.2018

Wardenburg /Ganderkesee Es sind im wahrsten Sinne des Wortes „bewegte“ 14 Jahre, auf die Peter Ache als Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Landkreis Oldenburg mittlerweile zurückblickt. An diesem Dienstag wird der 58-Jährige auf dem Kreissporttag in der Gemeinde Ganderkesee (19 Uhr, Gasthaus Zur Linde) zum letzten Mal in seiner Position den Jahresbericht abgeben – zu den anschließenden Wahlen tritt Ache nicht wieder an.

„Es war eine tolle Zeit – anstrengend, aber schön“, blickt Ache zurück. „Eigentlich wollte ich schon mit Mitte 50 aufhören, habe dann aber doch weitergemacht. Es ist jetzt alles richtig gut geworden“, sagt der Wardenburger. Im Jahr 2004 hatte er den KSB-Chefposten von Gerold Otte übernommen. Der heutige Ehrenvorsitzende aus Hoyerswege hatte zuvor 30 Jahre die Position inne und ist immer „ein guter und geschätzter Berater an meiner Seite gewesen“, erzählt Ache.

Rückblick

Peter Ache wurde am 4. Oktober 1959 geboren, wohnt in der Gemeinde Wardenburg , ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Zwischen 1980 und 1983 studierte er an der Fachhochschule in Oldenburg und machte im Anschluss seinen Diplomingenieur für Vermessungswesen.

Das Katasteramt in Wildeshausen leitete er von 2000 bis 2005. Es folgte die Leitung der Geschäftsstelle des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Niedersachsen. Mittlerweile ist er für die niedersachsenweite sowie bundesweite Immobilienmarktanalyse verantwortlich.

Als Vereinsjugendleiter im Judo-Club Achternmeer begann 1975 seine sportliche Laufbahn. 1978 wurde er Vorstandsmitglied für internationale Jugendbegegnungen in der Sportjugend des KSB Oldenburg-Land. Von 1990 bis 1996 war Ache Vorsitzender der Kreissportjugend.

Auch in der niedersächsischen Sportjugend engagierte sich der Wardenburger, war ab 1992 für vier Jahre stellvertretender Vorsitzender. Außerdem gehörte er von 1999 bis 2008 dem Fachausschuss für internationale Angelegenheiten des Landessportbundes (LSB) an, die letzten fünf Jahre davon als Vorsitzender.

Im Vorstand des KSB übernahm Ache bereits 1994 die Position des Stellvertreters und erhielt fünf Jahre später die Silberne Ehrennadel des LSB. 2004 trat er dann die Nachfolge von Gerold Otte als KSB-Vorsitzender an. Die LSB-Ehrennadel in Gold erhielt er 2013.

Allerdings hat auch Ache schon wesentlich früher als 2004 begonnen, sich ehrenamtlich für den KSB zu engagieren. Bereits von 1978 bis 1990 war er als Vorstandsmitglied in der Sportjugend für internationale Jugendbegegnungen involviert. „Das machen dann ja insgesamt sogar 40 Jahre“, schmunzelt der Funktionär und fügt hinzu: „Am meisten haben mich die Begegnungen mit Menschen bewegt – nicht nur im Ausland.“ Doch gerade aus dieser Zeit erinnert er sich immer noch an eine Szene, die ihn während seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten am meisten berührt hat. Ende der 80er Jahre begleitete Ache in KSB-Funktion eine deutsche Sportdelegation nach Jerusalem und besuchte die bedeutendste Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. „Deutsche und israelische Kinder haben sich an den Händen gehalten und geweint“, erzählt Ache.

Den Weg zum Sport fand Ache als Jugendlicher über den Judo-Club Achternmeer. Dort übernahm er wenig später nicht nur die Leitung der Judoabteilung, sondern meisterte auch die Prüfungen zum Schwarzgurt im Ju-Jutsu (1. und 2. Dan). Heute reicht die Zeit beim Diplom-Ingenieur und Immobilienmarktanalysten vor allem aus beruflichen Gründen nicht mehr für ein ordentliches Vereinstraining – dafür hält er sich mit Kraft- und Ausdauertraining fit.

Den Kreissportbund sieht Ache, auch im Vergleich zu anderen, sehr gut aufgestellt. „Wir sind auf einem guten Weg, obwohl die Mitgliedszahlen auch bei uns sinken“, sagt der 58-Jährige. Jedoch sei der Rückgang im Vergleich zum Landesschnitt gering. Aktuell zählt der KSB 46 696 Mitglieder in 157 Vereinen.

Rückblickend gab es für ihn als Vorsitzenden einige „große Momente“. Besonders froh war er über die hauptamtliche Besetzung der Geschäftsstelle, die überdies im Jahr 2015 in den Räumen des Sportdienstleistungszentrums der TSG Hatten-Sandkrug ein neues Zuhause fand. „Das war eine gute Entscheidung“, resümiert der KSB-Vorsitzende. Die Einstellung einer Sportreferentin (Inga Marbach) im vergangenen Jahr sei laut Ache „ein Sahnehäubchen“ gewesen. „Nur ehrenamtlich ist schon längst nicht mehr alles leistbar“, hält er fest.

Persönlich liegt ihm das Thema „Inklusion und Integration“ am Herzen. Gerade die „Sportivationstage“ sind dem Wardenburger in sehr schöner Erinnerung. Gleiches gilt für die Ehrungen der Sportler des Jahres – sowohl mit der NWZ als Partner als auch mit dem Landkreis.

Echte Rückschläge habe es „eigentlich nicht gegeben“, resümiert der Funktionär, wenngleich er die vor ein paar Jahren vom Landessportbund gewünschte Kooperation mit den Sportbünden Vechta, Cloppenburg und Delmenhorst immer noch als belastendes Thema im Hinterkopf hat. „Es gab viel Druck und Kritik von vielen Seiten, aber ich hatte unseren Vorstand hinter mir und wir haben für unsere Eigenständigkeit gekämpft“, sagt Ache. Die kleine Kooperation mit Delmenhorst laufe aktuell hervorragend.

Besonders stolz ist der Wardenburger auf seine Vorstandsmannschaft beim KSB. „Wir haben viele gute Entscheidungen im Team getroffen“, betont Ache. Dieses Team, aus dem am Dienstagabend zwei weitere Mitglieder ausscheiden werden, sei aber auch in Zukunft sehr gut aufgestellt. „Wir haben einen potenziellen Nachfolger, den wir als neuen Vorsitzenden vorschlagen werden und der hoffentlich gewählt wird“, sagt Ache – der somit positiv gestimmt ist, dass auch in Zukunft im Landkreis viel vom Kreissportbund und den Vereinen bewegt werden kann...

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.