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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Vorstand zeigt viel Selbstbewusstsein

14.09.2017

Wardenburg „Ich freue mich, dass der Saal so voll ist wie erhofft“, begrüßte Peter Ache, Vorsitzender des Kreissportbunds Landkreis Oldenburg, am Dienstagabend die vielen Delegierten und Gäste des Kreissporttags. 97 stimmberechtigte Delegierte aus 157 Vereinen und 34 Verbänden waren in den „Wardenburger Hof“ gekommen.

Und überhaupt: Der gesamte Abend war eine muntere Angelegenheit. „Es wird keine spektakuläre Veranstaltung“, meinte Ache. Nachdem der Bericht des vergangenen Kreissporttags mit einer Enthaltung genehmigt wurde, informierte NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann in einem kurzweiligen Vortrag über die „Neuen Medien und Sportvereine im ländlichen Raum“. Sowohl die Zeitung als auch die Vereine müssten die Leute für etwas begeistern, Inhalte spannend machen. Eine Möglichkeit: Die Geschichten der Menschen, die im Hintergrund stehen, erzählen.

„Wir können mit Fug und Recht selbstbewusst sein“, betonte Ache in seinem Bericht. Bei der Zusammenarbeit mit den Gemeinden bestehe ein „vertrauenvolles Verhältnis“. Dennoch müssten nicht die Vorsitzenden dankbar für die Zuwendungen sein, sondern: „Die Gemeinden und der Landkreis müssen dankbar sein dafür, was wir ihnen geben.“ Zudem würdigte er die Bemühungen der Gemeinden, die Schwimmbäder zu modernisieren.

Ache berichtete kurz von der Kooperation mit dem Stadtsportbund Delmenhorst. „Der Landessportbund hat uns im Stich gelassen“, sagte er. Und: Trotz Einladung sei kein Vertreter anwesend. Aber: „Wir haben einen wichtigen Kooperationsvertrag geschlossen“, verkündete er. Zudem stelle der Kreissportbund (KSB) einen Sportreferenten (spätestens zum 1. März 2018) ein, um auch künftig vernünftig aufgestellt zu sein und einen weiteren verlässlichen Ansprechpartner zu haben – etwa bezüglich Fragen rund ums Ehrenamt oder von Vereinsstrukturen. Indes verlassen Stefanie Blome (Medizinstudium) und Nora Zwake (Umzug nach Hamburg) den KSB. Dafür komme ab 1. Oktober Victoria Becker hinzu, die in ihren 20 Wochenstunden die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kindergärten und den Sportvereinen vorantreiben solle, so Ache.

Landrat, Bürgermeister und Stadtsportbund-Vorsitzender grüßen

Beim Kreissporttag in Wardenburg waren auch zahlreiche Ehrengäste anwesend. Die Gemeinden hatten ihren Bürgermeister oder dessen Stellvertreter entsandt. Und auch die Abgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU), Renate Geu-ter, Susanne Mittag und Axel Brammer (alle SPD) waren gekommen.

In seinem Grußwort dankte Landrat Carsten Harings allen Vereinen und Sportlern für für ihr „großartiges und sportliches“ Verhalten bei der Unterbringung der Flüchtlinge in den vergangenen Jahren. Nun gehe es um die Integration. „Sport verbindet und hat eine große integrative Kraft“, betonte Harings. Zudem hinterfragte er, ob sich der Spitzensport (Neymar-Transfer für 222 Mio. Euro) nicht zu weit von der Basis entferne. Dabei dankte er allen Ehrenamtlichen, die das Fundament seien.

Der stv. Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde, Peter Klose, bedankte sich bei allen, die im Sport ehrenamtlich tätig sind. Zudem blickte er auf die Pokalübergabe der DM der WTV-Faustball-Mädchen im Frühjahr zurück: Die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Organisatoren und den Teams sei bemerkenswert gewesen.

Für den Stadtsportbund Delmenhorst sprach der Vorsitzende Holger Fischer. Er wolle das Gerücht aus der Welt räumen, der SSB sei Schuld daran, dass die Kooperation mit Vechta und Cloppenburg in die Brüche ging. Der SSB „war immer bemüh, die Vierer-Kooperation am Leben zu halten“, so Fischer. Zuerst habe Vechta gekündigt.

Zudem gab es einen Zwischenstand bei der Änderung der Richtlinien für die Sportlerwahl des Landkreises: „Wir wollen uns öffnen – das Korsett war zu eng“, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Steffens. Künftig würden Leistungen auch auf lokaler Ebene gewürdigt. Er hoffe, dass dann auch mehr Leute von den Vereinen gemeldet werden.

Gleich 14 Anträge für Baumaßnahmen mit einer Gesamtsumme von 2,6 Millionen Euro gebe es für das Jahr 2018, berichtete der Beauftragte für Sportstättenförderung, Horst Bokelmann. Dabei seien fünf Anträge unter 25 000 – die restlichen neun Anträge seien darüber. Zudem habe er in den vergangenen acht Monaten 18 Beratungsgespräche geführt, sagte er und wies eindringlich auf den verpflichtenden Qualifax-Lehrgang hin. Denn: „Ohne Lehrgang kein Geld.“

Erfreuliche Nachricht gab es auch vom Vorsitzenden der Sportjugend, Hagen Schmidt: Mit fünf Vorstandsmitgliedern und dem neuen Stellvertreter Keno Thurau könne man endlich wieder Profil zeigen. „Wir freuen uns, wenn wir etwas für die Vereine tun können.“

Selbst der Finanzbericht von Jörg Skatulla war positiv: Bei der Jahresrechnung 2016 ermittelte er einen Überschuss von 18 973 Euro, der mit der Unsicherheit bezüglich der Kooperation zu erklären sei. Den Haushaltvorschlag, der einstimmig angenommen wurde, für 2018 bezifferte er mit 436 600 Euro. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurde Ellen Deepe (einstimmig) zur neuen Kassenprüferin neben Detlef Mentel gewählt. „Ich habe ein wirklich tolles Team, das hinter mir steht“, beschloss Ache den Abend.